Ascha () ist eine Stadt in der Oblast Tscheljabinsk (Russland) mit Einwohnern (Stand ).
Geografie mini|links|Blick auf die Stadt Die Stadt liegt am Westrand des Südlichen Ural etwa 380 km westlich der Oblasthauptstadt Tscheljabinsk in unmittelbarer Nähe zu Baschkortostan. Unterhalb der Stadt mündet der gleichnamige Fluss Ascha in den Sim, einen rechten Nebenfluss der Belaja.
Ascha ist der Oblast administrativ direkt unterstellt und zugleich Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.
Die Stadt liegt an der Südstrecke der Transsibirischen Eisenbahn Moskau – Samara – Tscheljabinsk – Omsk (Streckenkilometer 1725 ab Moskau). Wenige Kilometer südlich der Stadt verläuft die Fernstraße M5 Moskau – Tscheljabinsk.
Geschichte Ascha entstand 1898 im Zusammenhang mit der Errichtung eines Eisenwerkes bei der gleichnamigen, einige Jahre zuvor eröffneten Bahnstation. Am 20. Juni 1933 erhielt der Ort Stadtrecht. In Ascha bestand das Kriegsgefangenenlager 130 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des Zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962–1977.
Die Stadt erlangte Bekanntheit, als sich etwa zehn Kilometer südwestlich am 4. Juni 1989 (Ortszeit) der Eisenbahnunfall bei Ufa, der schwerste Eisenbahnunfall in der Geschichte Russlands und einer der schwersten weltweit, ereignete. Aus einer beschädigten Pipeline ausgeströmtes Gas hatte sich im Moment der Vorbeifahrt zweier Personenzüge entzündet. Bei der Explosion mit einer geschätzten Energie von 300 Tonnen TNT und dem darauf folgenden Brand kamen 573 (nach anderen Angaben 645) der 1370 in den Zügen befindlichen Personen (Passagiere und Personal) ums Leben.
Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1939 23.566 1959 36.494 1970 37.378 1979 36.122 1989 38.646 2002 33.926 2010 31.881 Anmerkung: Volkszählungsdaten
Persönlichkeiten Galina Matwejewa (1933–2008), Prähistorikerin und Hochschullehrerin Danila Jemeljanow (* 2000), Fußballspieler
Wirtschaft Neben der Eisenhütte der AG Aschinski metallurgitscheski sawod gibt es ein Chemie- und ein Lampenwerk sowie Betriebe der Bau- und Holzwirtschaft.
Einzelnachweise
Weblinks
Ascha auf mojgorod.ru (russisch)
Kategorie:Ort in der Oblast Tscheljabinsk Kategorie:Ort im europäischen Russland Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1933