Der Langschwanz-Höschenkolibri (Eriocnemis luciani), auch als Blaustirn-Schneehöschen oder Saphirbauch-Wollhöschen bezeichnet, ist eine Kolibriart aus der Gattung der Höschenkolibris. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ (least concern) eingeschätzt.
Beschreibung Der Langschwanz-Höschenkolibri erreicht eine Länge von 11,4 Zentimetern. Der gerade Schnabel ist 20 mm lang. Das Gefieder ist fast vollständig dunkel strahlendgrün, aber mehr glitzernd und goldgrün an der Unterseite. Die Stirn ist glänzendblau. Die Unterschwanzdecken sind glänzend violett. Die Federhöschen sind weiß. Der 56 mm lange gegabelte Schwanz ist blauschwarz.Steven Leon Hilty u. a., S. 288.
Verbreitung Der Langschwanz-Höschenkolibri kommt in Venezuela, im südlichen Kolumbien, in Ecuador und im nordwestlichen Peru vor.
Lebensraum und Lebensweise Der Langschwanz-Höschenkolibri bewohnt offene steppenähnliche Grashänge in Höhenlagen zwischen 2800 und 4800 m. Er ernährt sich vom Nektar kleiner Blüten.
Unterarten mini|Verbreitungsgebiet des Langschwanz-Höschenkolibris Bisher sind vier Unterarten anerkannt:IOC World Bird List Hummingbirds Eriocnemis luciani meridae , & , 2001Karl-Ludwig Schuchmann u. a., S. 356. – Das Verbreitungsgebiet dieser Subspezies ist auf den Bundesstaat Mérida im Nordwesten Venezuelas beschränkt. Eriocnemis luciani luciani (, 1847)Jules Bourcier, S. 624. – Die Nominatform kommt im Südwesten Kolumbiens und dem Norden Ecuadors vor. Eriocnemis luciani baptistae , & , 2001Karl-Ludwig Schuchmann u. a., S. 454. – Diese Unterart ist im zentralen und südlichen Teil Ecuadors verbreitet. Eriocnemis luciani catharina , 1897Osbert Salvin, S. 30. – Diese Subspezies ist im Norden Perus präsent. Eriocnemis luciani sapphiropygia , 1874Władysław Taczanowski, S. 139. – Diese Unterart kommt im zentralen und südlichen Peru vor.
Etymologie und Forschungsgeschichte Jules Bourcier beschrieb den Langschwanz-Höschenkolibri unter dem Namen Trochilus luciani. Das Typusexemplar wurde von Adolphe Delattre (1805–1854) im Municipio Guaca im Departamento de Santander gesammelt. Später wurde die Art der Gattung Eriocnemis zugeordnet. Dieser Name leitet sich von den griechischen Wörtern für „Wolle“ und für „Manschette, Beinschiene“ ab.James A. Jobling S. 148. Das Artepitheton luciani wurde dem französischen Entomologen Jean Baptiste Lucien Buquet (1807–1889) gewidmet. Baptistae wurde zu Ehren des kurz zuvor verstorbenen Ornithologen Luis F. Baptista (1941–2000) vergeben.Karl-Ludwig Schuchmann u. a., S. 433. Meridae steht für das Verbreitungsgebiet der Unterart, den venezolanischen Bundesstaat Mérida. Sapphiropygia setzt sich aus den griechischen Wörtern für „Saphir, Lapislazuli“ und für „-steißig; Bürzel, Steiß“ zusammen.James A. Jobling, S. 347. Welcher Frau Salvin catharina widmete, ist aus seiner Beschreibung nicht ersichtlich, doch könnte es sein, dass er den Namen Catherine Edith Godman (1896–1982), der Tochter seines Freundes Frederick DuCane Godman widmete.
Literatur
Weblinks
Factsheet auf BirdLife International
Einzelnachweise
Kategorie:Kolibris