Der Weißbrust-Höschenkolibri (Eriocnemis aline, oft falsch Eriocnemis alinae), auch als Smaragdschneehöschen bezeichnet, ist eine Kolibriart aus der Gattung der Höschenkolibris. Die Art hat ein großes Verbreitungsgebiet, das etwa 493.000 Quadratkilometer in den südamerikanischen Ländern Kolumbien, Ecuador und Peru umfasst. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ (least concern) eingeschätzt.
Beschreibung mini|Weißbrust-Höschenkolibri gemalt von John Gould und Henry Constantine Richter Mit 7,6 Zentimetern ist der Weißbrust-Höschenkolibri die kleinste Wollhöschenart. Der gerade Schnabel ist 15 mm lang. Die Oberseite ist strahlendgrün. Der Bürzel ist hell smaragdgrün. Die Stirn, die Unterseite und die Unterschwanzdecken sind glitzernd smaragdgrün. Die Brustmitte zeigt einen großen weißen Fleck, geschmückt mit wenigen grünlichen Blättchen. Die weißen Federhöschen sind im Vergleich zur Körpergröße sehr groß. Der kurze, grün glänzende Schwanz ist leicht gegabelt.Steven Leon Hilty u. a., S. 289.
Lebensraum Der Weißbrust-Höschenkolibri bewohnt Nebelwälder und eichendominierte Bergkämme in Höhenlagen zwischen 2300 und 2800 m.
Lebensweise Der Weißbrust-Höschenkolibri geht gewöhnlich einzeln im niedrigen Unterholz innerhalb des Waldes auf Nahrungssuche.
Unterarten 150px|mini|Verbreitungsgebiet des Weißbrust-Höschenkolibris Bisher sind zwei Unterarten bekannt:IOC World Bird List Hummingbirds
Eriocnemis aline aline (, 1843) – Die Nominatform kommt im Osten Kolumbiens und im Osten Ecuadors vor. Eriocnemis aline dybowskii , 1882 – Diese Unterart ist im nördlichen und zentralen Peru verbreitet.
Etymologie und Forschungsgeschichte Jules Bourcier beschrieb den Weißbrust-Höschenkolibri unter dem Namen Ornismya Aline. Das Typusexemplar stammte aus Tunja in Kolumbien.Jules Bourcier 1842(a), S. 373 Bourcier publizierte die Beschreibung der Art sowohl in der Revue Zoologique par La Société Cuvierienne als auch in den Annales des sciences physiques et naturelles, d’agriculture et d’industrie, allerdings verwendete er in den Annales des sciences das Artepitheton alinæ, welches sich in zahlreichen Publikationen wiederfindet.Jules Bourcier 1842(b), S. 344 Trotz der Datierung beider Bände erschienen beide Artikel erst im Jahr 1843.Normand David u. a., S. 3–5. Später wurde die Art der Gattung Eriocnemis zugeordnet. Dieser Name leitet sich von den griechischen Wörtern für „Wolle“ und für „Manschette, Beinschiene“ ab.James A. Jobling S. 148 Die Art ist Bourciers Frau Benoîte-Aline, geborene Jusserand (1802–1889) gewidmet. Der Name der Unterart dybowskii ehrt den Tierforscher Benediktus Dybowski (1833–1930), der vor allem in Ostsibirien unterwegs war.Władysław Taczanowski, S. 39.
Literatur
(Hier wird eine genauere Erläuterung zum Namen und dem Publikationsdatum nach den Internationalen Regeln für die Zoologische Nomenklatur gegeben.)
Weblinks
Factsheet auf BirdLife International
Einzelnachweise
Kategorie:Kolibris