mini|Staatsarchiv München Das Staatsarchiv München (kurz StAM) ist das für den Regierungsbezirk Oberbayern zuständige bayerische Staatsarchiv in München. Für Unterlagen der Verwaltung der für das gesamte Staatsgebiet zuständigen Behörden und Einrichtungen Bayerns ist das Bayerische Hauptstaatsarchiv zuständig.

Das Gebäude des Staatsarchivs München in der Schönfeldstraße 3 / Ecke Ludwigstraße liegt in unmittelbarer Nachbarschaft des Bayerischen Hauptstaatsarchivs und der Bayerischen Staatsbibliothek.

Geschichte Das heutige Staatsarchiv München ist aus der Registratur der kurbaierischen Hofkammer entstanden, welche dann von der 1799 errichteten Generallandesdirektion und ab 1803 von der Landesdirektion von Baiern fortgeführt wurde. Sie wurde 1808 selbstständig und wurde 1814 als Reichsarchiv-Conservatorium im Alten Hof zu München dem Königlich bayerischen Allgemeinen Reichsarchiv angegliedert. 1892 erfolgte der Umzug der seit 1876 als Kreisarchiv bezeichneten Behörde vom Alten Hof in das neue Dienstgebäude an der Himbselstraße. 1921 kam es zur Eingliederung als Abteilung in das Bayerische Hauptstaatsarchiv, bis 1932 erfolgte die Überstellung der Ministerialakten an die Stammabteilung des Hauptstaatsarchivs. 1967 erfolgte dann der Umzug des nunmehrigen Staatsarchivs für Oberbayern in das heutige Dienstgebäude in der Schönfeldstraße 3 / Ecke Ludwigstraße. Das Archiv wurde 1971 als selbstständige Behörde unter dem Namen Staatsarchiv München aus dem bisherigen Verbund mit dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv herausgelöst.

Seit 1978 besitzt das Staatsarchiv eine Außenstelle auf der Willibaldsburg bei Eichstätt. Dienst- und Magazinräume sind im sogenannten Gemmingenbau untergebracht, der 1608 von Elias Holl entworfen wurde.Eva Haberstock: Der Augsburger Stadtwerkmeister Elias Holl (1573–1646). Werkverzeichnis. Imhof, Petersberg 2016 (Beiträge zur Geschichte der Stadt Augsburg; 7), ISBN 978-3-7319-0094-8.

Bestände

Die Bestände des Staatsarchivs umfassen: Die ehemaligen Rentmeisterämter München und Burghausen Die zwischen 1805 und 1816 bayerischen Gebiete Tirols und Salzburgs (Salzachkreis 1808–1816, Innkreis 1808–1815 mit provisorischem Landesgubernium Innsbruck 1805–1808, Eisack- und Etschkreis 1808–1810) Adelsarchive (z. B. Hohenaschau, Toerring). Staatliche Mittel- und Unterbehörden sowie Gerichte im Regierungsbezirk Oberbayern ab Anfang des 19. Jahrhunderts.

Der Umfang beträgt (Stand: Ende 2022) rund 48.600 lfm mit ca. 15,1 Millionen Archivalieneinheiten.

Die Amtsbibliothek (Präsenzbibliothek) enthält ca. 40.000 Bände. Sammelgebiete sind insbesondere das Archivwesen, Quelleneditionen, Regionalgeschichte, Rechtsgeschichte und Amtsblätter.

Amtsleiter NameWolfgang Leesch: Die deutschen Archivare 1500–1945. Band 1: Verzeichnis nach ihren Wirkungsstätten. Saur, München u. a. 1985, ISBN 3-598-10530-4. Amtszeit Franz Joseph von Samet 1820–1825 Joseph Mechel 1825–1859 Franz Xaver Auracher 1860–1872 August Peringer 1872–1882 Eduard Geib 1883–1886 Karl Jung 1887–1990 Eberhard Zirngiebl 1890–1901 Franz Löher 1902–1917 Ludwig Straudner 1918–1929 Wilhelm Fürst 1929–1931 Alois Mitterwieser 1931–1943 Franz Westermaier 1943–1949 Anton Schmid 1950–1953 Fritz Zimmermann 1953–1968 Bernhard Zittel 1968–1970 Harald Jaeger 1970–1976 Hildebrand Troll 1976–1980 Klaus von Andrian-Werburg 1980–1985 Alfred Tausendpfund 1985–2004 Rainer Braun 2004–2010 Peter Fleischmann 2010–2012 Christoph Bachmann 2013–2023 Julian Holzapfl seit 2023

Weblinks

Staatsarchiv München Bestände des Staatsarchivs München im Archivportal-D Digitale Ausstellungen des Staatsarchivs München in bavarikon

Einzelnachweise

München Kategorie:Münchner Geschichte Kategorie:Archiv (München) Kategorie:Bauwerk in der Maxvorstadt Kategorie:Staatliche Archive Bayerns