Börninghausen ist ein Stadtteil der Stadt Preußisch Oldendorf im Kreis Minden-Lübbecke in Nordrhein-Westfalen.

Lage mini|Karte von Börninghausen Börninghausen ist mit etwa 2.200 Einwohnern der Hauptort des Eggetals, einem Gebirgstal im Wiehengebirge und bildet hier ein lokales Unterzentrum, denn hier befinden sich zentral unter anderem Kindergarten, Kirche sowie Freiwillige Feuerwehr. Im Talgrund gelegen, liegt der Ortskern (Bezug: Kirche St. Ulricus) 84 m ü. NN. Nordöstlich des Ortes liegt der Limberg, auf dem sich die Burg Limberg befindet.

Geschichte Vor über 1.000 Jahren wurde Börninghausen erstmals urkundlich erwähnt: Am 15. August 993 wurde Börninghausen als Brunnenhuson bezeichnet – der deutsche König Otto III. nahm das von dem Mindener Bischof Milo von Minden gegründete Kloster auf dem Wittekindsberg bei Minden in seinen Schutz und bestätigte die Gründung des Klosters urkundlich. Um den Lebensunterhalt des Klosters zu sichern, schenkte dieser Bischof dem Kloster auch Güter und Höfe in Börninghausen.preussischoldendorf.de:

Börninghausen und Eininghausen waren bis zur Franzosenzeit zwei Bauerschaften der Vogtei Bünde im Amt Limberg der Grafschaft Ravensberg. Von 1807 bis 1810 gehörten die beiden Ort zum Kanton Oldendorf des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen. Von 1811 bis 1813 gehörten Börninghausen und Eininghausen unmittelbar zu Frankreich und bildeten dort die Mairie Börninghausen im Arrondissement Minden des Departements der Oberen Ems. 1816 kamen Börninghausen und Eininghausen zum neuen Kreis Rahden, aus dem 1832 der Kreis Lübbecke wurde. Im Kreis Lübbecke bildeten beide Orte die Gemeinde Börninghausen, die somit den Großteils des westfälischen Eggetals umfasste. Von 1843 bis 1890 bildete die Gemeinde das Amt Börninghausen, das aber in Personalunion vom Amt Preußisch Oldendorf verwaltet wurde.Amtsblatt der Regierung Minden 1843: Bildung der Ämter im Kreis Lübbecke Seit 1890 gehörte die Gemeinde Börninghausen dem Amt Preußisch Oldendorf an.Amtsblatt der Regierung Minden 1890, S. 185

Mit dem Bielefeld-Gesetz wurde Börninghausen am 1. Januar 1973 ein Stadtteil Preußisch Oldendorfs.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quellen 1885 1266 1925 1611 1933 1677 1939 1710 1961 2141 1970 2217 1972 2170 2007 2184

Börninghausen hat eine eigene evangelische Kirchengemeinde, zu der neben den genannten Ortschaften auch das niedersächsische Büscherheide gehört. Die St. Ulricus-Kirche wurde im 13. Jahrhundert erbaut und enthält bemerkenswerte gotische Wandmalereien.Dieter Besserer: Die Gründung der Kirche in Börninghausen und ihre Patronatsverhältniss bis zur Reformationszeit. Mitteilungen des Mindener Geschichtsvereins, Jahrgang 63 (1991), S. 9–40.

Verkehr und Wirtschaft Mit dem Bedarfshaltepunkt „Mesch Neue Mühle“ an der Bahnstrecke Bünde–Bassum ist Börninghausen an das deutsche Eisenbahnnetz angebunden. Der Haltepunkt liegt auf der Grenze zu Rödinghausen.

Durch den Ort führt die L 557 von Bad Holzhausen über Bünde nach Bielefeld.

Tourismus Börninghausen ist ein staatlich anerkannter Luftkurort.Das Eggetal mit dem Luftkurort Börninghausen. In: tourismus.preussischoldendorf.de, abgerufen am 30. September 2024.

Kirchengemeinde mini|hochkant|Die St. Ulricus-Kirche Die evangelisch-lutherische KirchengemeindeKirchenkreis Lübbecke Börninghausen umfasst neben Börninghausen auch das niedersächsische Büscherheide. Größe: 11,06 km² Gemeindemitgliederzahl: 1765

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Kreis Minden-Lübbecke) Kategorie:Stadtteil von Preußisch Oldendorf Kategorie:Wiehengebirge Kategorie:Gemeindeauflösung 1973