Hofstädten ist ein Gemeindeteil des Marktes Schöllkrippen im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg in Bayern.

Geographie Lage Das Dorf Hofstädten liegt im Kahlgrund am westlichen Rand des Spessarts, an der Staatsstraße 2306 zwischen Geiselbach und Schneppenbach. Östlich von Hofstädten befindet sich das Dorf Unterwestern. Im Südwesten liegt Krombach. Über die Kreisstraße AB 18 gelangt man ins westlich liegende Omersbach und über den Huckelheimer Weg nach Oberwestern.

Der topographisch höchste Punkt der Dorfgemarkung, die zugleich etwa dem Gebiet der Altgemeinde Hofstädten entspricht, befindet sich nördlich des Ortes am Ziegelberg mit , der niedrigste liegt am Schneppenbach auf . Der nördlichste Punkt der Dorfgemarkung befindet sich zwischen dem Ziegelberg und dem Sonnenhof, der südlichste liegt oberhalb des Schneppenbacher Sportplatzes. Im Osten reicht die Gemarkung bis zum Eichenwäldchen zwischen Polsterhof und Lindenhof. Der westlichste Punkt befindet sich in der Nähe des Kreisverkehrs, der sogenannten „Spinne“Main-Echo vom 26. Juli 2016: .

Gemarkung Die Gemarkung Hofstädten hat eine Fläche von 3,147 km². Sie ist in 1377 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 2285,41 m² haben.

Folgende Gemarkungen grenzen an das Ortsgebiet von Hofstädten:

Geschichte Mit der Besiedlung des Kahlgrundes durch die Franken, ca. 700 bis 800 n. Chr., beginnt die eigentliche Geschichte Hofstädtens. Die ältesten sichtbaren Zeichen sind zwei (irisch/schottische) Steinkreuze an der Straßenkreuzung zwischen Hofstädten und Omersbach (dazwischen ein Bildstock von 1607).

Hofstädten gehörte im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit zum Kloster Seligenstadt, das Kurmainz unterstand. 1802 besetzten Truppen der Landgrafschaft Hessen-Darmstadt das Kloster, zum 1. April 1803 fiel es mit dem Reichsdeputationshauptschluss auch offiziell an Hessen-Darmstadt. Anja Kalinowski: Die ehemalige Benediktinerabtei Seligenstadt. Führer durch die Klosteranlage und Schauräume = Edition der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen. Broschüre 30. Schnell + Steiner, 2. Aufl. Regensburg 2008, S. 11. Hofstädten gehörte für die folgenden Jahre zur Landgrafschaft, ab 1806 zum Großherzogtum Hessen. Unter dem 30. Januar 1816 schlossen das Großherzogtum und das Königreich Bayern einen Vertrag, der den Austausch einer Reihe von Gebieten vereinbarte: Hofstädten gelangte dadurch zu Bayern. Arthur Benno Schmidt: Die geschichtlichen Grundlagen des bürgerlichen Rechts im Großherzogtum Hessen. Curt von Münchow, Giessen 1893, S. 17f und Anm. 61.

Die Gemeinde Hofstädten gehörte zum Bezirksamt Alzenau, das am 1. Juli 1862 gebildet wurde. Dieses wurde am 1. Januar 1939 der Landkreis Alzenau in Unterfranken. Mit dessen Auflösung kam Hofstädten am 1. Juli 1972 in den neu gebildeten Landkreis Aschaffenburg. Am 1. Mai 1978 wurde Hofstädten im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Schöllkrippen eingemeindet.

Name Etymologie Der Name besteht aus den althochdeutschen Wörtern hof und stat. Er stammt von einem Übernachtungshof (Hofstatt) an der alten Handelsstraße zwischen Aschaffenburg und Gelnhausen (über Polsterberg-Ziegelberg) in der Gemarkung Hoffeld, Hofwiese, Hofhecke, Frongut. Im Volksmund wird der Ort "Hofstääre" genannt.

Frühere Schreibweisen Frühere Schreibweisen des Ortes aus diversen historischen Karten und Urkunden: 1562 „Hoffstetten“Spessartkarte von Paul Pfinzing 1562 1847 „Hofstetten“Urpositionsblatt: Western und Umgebung im Jahre 1847 1860 „Hofstötten“Topographischer Atlas vom Königreiche Baiern diesseits des Rhein Blatt: 10 (1860) 1865 „Hofstätten“Karte des Königreiches Bayern 1880 „Hofstädten“Specialkarte des Kreises Unterfranken und Aschaffenburg

Weblinks

Arno Stein: Hofstädten

Einzelnachweise

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