Grodnau (, ) ist ein Ortsteil der Marktgemeinde Mariasdorf im Bezirk Oberwart im Burgenland in Österreich, und eine Ortschaft wie eine Katastralgemeinde. Die Ortschaft hat Einwohner (Stand: ). Bis Ende 1970 war Grodnau eine eigenständige Gemeinde.
Geografie Das Schmalangerdorf Grodnau liegt am Fuß des Bernsteiner Gebirges auf 413 m Seehöhe inmitten einer Wald- und Wiesenlandschaft. Durch den Ort fließt der Grodnaubach.
Geschichte Grodnau wurde ursprünglich als slawisch-deutsche Ansiedlung gegründet. Von 1659 bis 1854 war die Ortschaft die überwiegende Zeit Teil der Herrschaft Pinkafeld.
Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Ab 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Grodnó verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Seit 1921 gehört Grodnau zum damals neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).
Vor dem Zweiten Weltkrieg war der Anteil von Roma an der Gesamtbevölkerung bis zu 40 %. Heute ist er 0 %.
Am 1. Jänner 1971 wurde der Ort im Zuge des Gemeindestrukturverbesserungsgesetzes der burgenländischen Landesregierung mit den Orten Bergwerk, Mariasdorf, Neustift bei Schlaining und Tauchen zur neuen Gemeinde Mariasdorf zusammengelegt.Land Burgenland: Landesgesetzblatt für das Burgenland, 17. Stück aus 1970, Gesetz Nr. 44 (PDF, abgerufen am 23. Jänner 2018).
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Römisch-katholische Filialkirche Grodnau hl Herz Jesu: 1958 mit Spendenerlösen errichtet, zuvor gab es nur einen hölzernen Glockenturm mit Glocke
Literatur Georg Gesellmann und Günther Stefanits: Burgenland Panorama. Selbstverlag. Eisenstadt, 2000. ISBN 3-85374-333-1
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Bezirk Oberwart Kategorie:Mariasdorf Kategorie:Katastralgemeinde im Bezirk Oberwart Kategorie:Gemeindeauflösung 1970