Buswiller (deutsch: Büsweiler) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Am 26. August 1961 wurde die Schreibweise von Bueswiller in Buswiller geändert.

Geographie Im Gemeindegebiet entspringt der Minversheimerbach, der zur Zorn entwässert.

Geschichte Mittelalter Die Ersterwähnung des Ortes erfolgte 784 in einer Urkunde des Klosters Weißenburg mit dem Namen „Buusso vilare“.

1453 heißt es in einer Urkunde, dass das Dorf Büsweiler „seit Alters her“ zur Herrschaft Lichtenberg gehöre.Eyer, S. 74. Es war ein Allod.Eyer, S. 74. Durch Gebietserwerb im 14. Jahrhundert mussten zu Beginn des 15. Jahrhunderts die zu umfangreich gewordenen Ämter Ingweiler und Buchsweiler der Herrschaft Lichtenberg neu organisiert werden. Dabei wurde unter anderem das Amt Pfaffenhofen ausgegliedert und verselbständigt, zu dem auch Büsweiler gehörte.Eyer, S. 238.

Anna von Lichtenberg (* 1442; † 1474), eine der beiden Erbtöchter Ludwigs V. von Lichtenberg (* 1417; † 1474) heiratete 1458 den Grafen Philipp I. den Älteren von Hanau-Babenhausen (* 1417; † 1480), der eine kleine Sekundogenitur aus dem Bestand der Grafschaft Hanau erhalten hatte, um heiraten zu können. Durch die Heirat entstand die Grafschaft Hanau-Lichtenberg. Nach dem Tod des letzten Lichtenbergers, Jakob von Lichtenberg, eines Onkels von Anna, erhielt Philipp I. d. Ä. 1480 die Hälfte der Herrschaft Lichtenberg. Zu dieser Hälfte gehörte auch das Amt Pfaffenhofen mit Büsweiler.

Neuzeit Graf Philipp IV. von Hanau-Lichtenberg (1514–1590) führte nach seinem Regierungsantritt 1538 die Reformation in seiner Grafschaft konsequent durch, die nun lutherisch wurde.

Durch die Reunionspolitik Frankreichs fielen 1680 erhebliche der im Elsass gelegenen Teile der Grafschaft Hanau-Lichtenberg unter die Oberhoheit Frankreichs. Dazu zählte auch das Amt Pfaffenhofen. Anfang des 18. Jahrhunderts scheidet das Dorf aus der Herrschaft Lichtenberg aus.Matt, S. 7.

Bevölkerungsentwicklung 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2017 192 201 170 169 189 170 201 274

Wirtschaft Wichtige Erwerbszweige sind das Kleingewerbe und die Landwirtschaft mit Acker- und Weinbau.

Siehe auch Liste der Monuments historiques in Buswiller

Persönlichkeiten

Caroline Auguste von Esebeck (1748–1823), Obersthofmeisterin

Literatur

Alfred Matt: Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480 – 1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980), S. 7–9. Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 194–195.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Grand Est Kategorie:Ersterwähnung 784 Kategorie:Weinbauort in Frankreich