Zlatna (; ) ist eine rumänische Kleinstadt im Kreis Alba in der Region Siebenbürgen.

Geographische Lage Der Ort liegt im Trascău-Gebirge und besteht aus der Kernstadt sowie aus den 18 Ortschaften: Botești, Budeni, Dealu Roatei, Feneș, Fântânele, Trâmpoiele, Izvoru Ampoiului, Galați, Presaca Ampoiului, Pătrângeni, Podu lui Paul, Părău Gruiului, Pirita, Runc, Ruși, Suseni, Valea Mică und Vâltori.

Geschichte In der früheren römischen Provinz Dakien hieß der Ort Ampelum und ist nach unterschiedlichen Angaben seit 158, abgerufen am 29. Februar 2016 (rumänisch). oder 1201Heinz Heltmann, Gustav Servatius (Hrsg.): Reisehandbuch Siebenbürgen. Kraft, Würzburg 1993, ISBN 3-8083-2019-2. urkundlich belegt. Der vom slawischen Wort zoloto abstammende Ortsname, welcher „Gold“ bedeutet, wurde abgewandelt ins Rumänische, Ungarische und Deutsche übernommen. Unter der Bezeichnung Zlatna wurde der Ort 1338 erstmals urkundlich erwähnt. 1895 wurde die Bahnstrecke Alba Iulia–Zlatna der Schmalspurbahn in Betrieb genommen. Diese wurde 1984 durch eine Normalspurbahn ersetzt.

Im Jahr 1782 entdeckte der österreichische Mineraloge und Naturforscher Franz Joseph Müller von Reichenstein das Element Tellur bei Untersuchungen von Golderzen aus der Grube Mariahilf nahe Zlatna. Die Stadt ist daher heute die Typlokalität für das Tellur.

1968 erlangte Zlatna den Rang einer Stadt.

Bevölkerung Die Bevölkerung der Gemeinde entwickelte sich wie folgt: VolkszählungVarga E. Árpád: Volkszählungen 1850–2002. (PDF; 1,1 MB) kia.hu, letzte Aktualisierung 30. Oktober 2008 (ungarisch). Ethnie Jahr Bevölkerung Rumänen Ungarn Deutsche andere 1850 8.141 6.941 605 359 236 1941 9.485 8.952 344 83 106 1977 10.027 9.689 186 9 143 1992 9.391 9.032 112 13 234 2002 8.612 8.367 57 4 184 2011 7.490 6.710 30 4 746 (344 Roma) 2021 6.652 5.694 12 4 942 (340 Roma)

Sehenswürdigkeiten

Die orthodoxe Kirche Adormirea Maicii Domnului, 1424 errichtet, 1696 und 1744 erneuert,Angaben zur orthodoxen Kirche. biserici.org; abgerufen am 1. März 2016 (rumänisch) steht unter Denkmalschutz.Liste historischer Denkmäler des rumänischen Kulturministeriums, 2010 aktualisiert (PDF; 7,1 MB). Die Sf. Nicolae și Nașterea Maicii Domnului KircheAngaben zur orthodoxen Kirche. biserici.org (rumänisch); abgerufen am 1. März 2016. 1770 bis 1780 errichtet, steht unter Denkmalschutz. Die römisch-katholische Kirche Sf. Ioan din Nepomuk, 1752 errichtet.Angaben zur römisch-katholischen Kirche bei biserici.org abgerufen am 1. März 2016 (rumänisch). Die reformierte Kirche im 19. Jahrhundert errichtet.Angaben zur reformierten Kirche. biserici.org (rumänisch); abgerufen am 1. März 2016. Das Kulturhaus (Casa de Cultură) der Stadt Zlatna wird im Nordosten () von einem etwa 220 Meter hohen Kamin überragt, der mit einer inzwischen stillgelegten Kupferhütte mit einer Rauchgasleitung verbunden ist.Bilder vom Kamin mit Blick auf die Kleinstadt 1 2 alba24.ro

Persönlichkeiten

Johann Georg Hoffinger (1756–1792), Arzt, Bergphysikus und Mitglied der Gelehrtenakademie „Leopoldina“ Petru Dobra (1817–1849),Ioan Galdea: Zlatna feiert. dacoromania-alba.ro (Angaben zu Petru Dobra); abgerufen am 1. März 2016 (rumänisch). Revolutionär und Weggefährte von Avram Iancu Béla Lukács (1847–1901), ungarischer Politiker, Schriftsteller und Minister. László Lukács (1850–1932), Politiker, Finanzminister und 1912/13 Ministerpräsident Ungarns

Trivia Der deutsche Barock-Dichter Martin Opitz rühmt Zlatnas Weinlage in dem Gedicht Zlatna Oder Getichte von Ruhe dem Geküthes (1624):Zlatna Oder Getichte von Ruhe dem Geküthes. In: Martin Opitz: Weltliche und geistliche Dichtung. Berlin / Stuttgart , S. 45–58; .

Es pflegt mir einzukommen, Die künstliche Natur, die hab' ihr vorgenommen An Zlatna sonderlich zu thun ihr Meisterrecht. Der Wein wächst nur nicht hier, die Häuser sind auch schlecht. Wie weit ist aber Sard? der beste Platz am Weine, Was dieses Land betrifft, der wol taug, wie ich meyne, Für der Poeten Volck, das nit zu starcken Tranck Hinunter giessen muß, im Fall ihm sein Gesang

Weblinks

Zlatna. ghidulprimariilor.ro Zlatna. karpatenwilli.com

Einzelnachweise

Kategorie:Ersterwähnung 1338 Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1968 Kategorie:Bergbau (Rumänien)