Harry Frank, gebürtig Ludwig Theodor Hellmuth Franck (* 15. Oktober 1896 in BerlinQuelle: Geburtsurkunde Nr. 1156 vom 17. Oktober 1896, Landesarchiv Berlin.; † 12. Dezember 1947 ebenda) war ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher.

Leben Aufgewachsen in Lübeck arbeitete er zunächst als Diener, Verkäufer, Zauberkünstler, Schiffsjunge und Schiffskoch. Den Ersten Weltkrieg machte er als Offizier größtenteils in der Türkei mit. Anschließend wurde er Redakteur einer Provinzzeitung und versuchte sich in Berlin als Anzeigen-Akquisiteur, Grundstücksmakler und Korrespondent für Englisch und Französisch.Harry Franks Lebensreise in den Tonfilm, in: Die Filmwoche, Nr. 31, Jg. 1930, S. 972f.

Schließlich stand er als Schauspieler vor Filmkameras, zunächst als Nebendarsteller, später auch in Hauptrollen. Sein Metier waren vor allem Krimis und Komödien, wo er smarte, agile Charaktere verkörperte. Bis 1936 war er jährlich in mehreren Filmen zu sehen.

Danach ließ seine Popularität deutlich nach und Frank konzentrierte sich nun auf seine Arbeit an Berliner Bühnen, besonders am Kleinen Theater im Renaissance-Theater. Seinen letzten Filmeinsatz hatte er 1946 bei der DEFA im Kriminalfilm Razzia, wo er den Barbesitzer Goll, einen Kriminellen im Nachkriegsberlin, darstellte.Laut Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films handelt es sich bei dem Schauspieler, der von 1919 bis 1922 in verschiedenen Filmen, darunter auch von Fritz Lang mitwirkte, um einen anderen Harry Frank. IMDb, Filmportal.de und andere kennen dagegen nur einen Schauspieler unter diesem Namen. Harry Frank steuerte zu dem "Filmwoche"-Artikel einen Lebenslauf bei, in dem er selbst seine frühen Anfänge beim Film erwähnt.

Filmografie (Auswahl) 1919/20: Die Spinnen (2 Teile) 1920: Das wandernde Bild 1921: Der Leidensweg der Inge Krafft 1921: Kämpfende Herzen 1921: Marizza, genannt die Schmugglermadonna 1922: Der brennende Acker 1927: Die drei Niemandskinder 1927: Der fidele Bauer 1927: Stolzenfels am Rhein 1927: Das Mädchen ohne Heimat 1927: Schenk mir das Leben 1927: Almenrausch und Edelweiß 1928: Der Fall des Staatsanwalts M … 1928: Flucht aus der Hölle 1928: Marter der Liebe 1928: Hotelgeheimnisse 1929: Hochverrat 1930: Lumpenball 1930: Der Schuß im Tonfilmatelier 1930: Die große Sehnsucht 1930: Der Tiger 1930: Der falsche Feldmarschall 1931: Das Schicksal einer schönen Frau (Madame Blaubart)Der Film entstand 1930, siehe Drehbericht in Mein Film, Nr. 250, S. 9, und sollte in dem Jahr auch in die Kinos kommen. Das Filmprogramm Illustrierter Film-Kurier Nr. 1503 war bereits gedruckt, als es zu langwierigen juristischen Auseinandersetzungen kam (Details siehe Liddy Hegewald). Es liegt eine Zensurfreigabe aus dem Jahr 1932 vor (B.30842, 14.1.1932, Jugendverbot. Quelle: filmportal.de), aber es gibt bislang keinen Beleg dafür, dass der Film tatsächlich in Deutschland zur Aufführung kam. 1930: Das Rheinlandmädel 1930: Am Rande der Sahara 1931: Täter gesucht 1931: Tänzerinnen für Süd-Amerika gesucht 1932: Wehe, wenn er losgelassen 1932: Kavaliere vom Kurfürstendamm 1933: Kampf um Blond 1933: Der Choral von Leuthen 1933: Morgen beginnt das Leben 1933: K 1 greift ein 1934: Die Freundin eines großen Mannes 1934: Was bin ich ohne Dich 1934: Nur nicht weich werden, Susanne! 1935: Der mutige Seefahrer 1935: Traumulus 1936: Die Dschungel-Prinzessin (The Jungle Princess) (nur dt. Bearbeitung) 1937: Der Tiger von Eschnapur 1943: Ein Walzer mit dir 1947: Razzia

Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Dritter Band F – H. Barry Fitzgerald – Ernst Hofbauer, Schwarzkopf & Schwarzkopf Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 87.

Einzelnachweise

Anmerkungen

Weblinks

Biografie bei defa-sternstunden.de Harry Frank bei cyranos.ch

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