mini|Wohnhaus Dr. Bongartz (1960) mini|Karlsruher Schlossgarten (1967) mini|Lichtkinetische Spirale (1971) mini|„Löffelwald“ in der Rheinaue (Bonn) (1979) Johannes Peter Hölzinger (* 1936 in Bad Nauheim) ist ein deutscher Architekt, Bildhauer und Künstler.
Leben Von 1954 bis 1957 absolvierte er ein Architekturstudium u. a. bei Johannes Krahn an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste – Städelschule in Frankfurt am Main.
In den Jahren 1963 bis 1964 erhielt er ein Stipendium der Bundesrepublik Deutschland für die Deutsche Akademie Villa Massimo in Rom. Nach seinem Studium unterhielt Hölzinger ein eigenständiges Büro in Bad Nauheim und arbeitete von 1965 bis 1982 in einer „Planungsgemeinschaft für neue Formen der Umwelt“ mit dem Zero-Künstler Hermann Goepfert zusammen, den er in der Städelschule kennengelernt hatte. Neben seiner praktischen Tätigkeit lehrte er zwischen 1967 und 1968 als Gastdozent an der Städelschule, 1972 als Gastdozent an der Kunsthochschule Kassel und im Jahr 1984 als Gastprofessor an der University of Malta.
Ab 1991 bis 2002 hielt Hölzinger die Professur an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg für „dreidimensionales Gestalten“ und „Kunst und öffentlicher Raum“ inne.
2011 schenkte Hölzinger dem Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main sein Werkarchiv mit 100 Modellen und mehr als 200 Zeichnungen.Ein ganzes Architektenleben, in: FAZ von 13. Mai 2011, Seite 46
2012 bis 2013 widmete ihm das Deutsche Architekturmuseum unter dem Titel Johannes Peter Hölzinger – Psychodynamische Raumstrukturen eine eigene Ausstellung mit einer Auswahl seiner bedeutendsten Werke.DAM: Johannes Peter Hölzinger – Psychodynamische Raumstrukturen
Bauten und Projekte 1958–1960: Wohnhaus Dr. BongartzFRM-Blog: Bad Nauheim - Spuren des Architekten J. P. Hölzinger 1958–1962: Wohnhaus Dr. Kampmann (unter Denkmalschutz, abrissgefährdet)FR: Ein Denkmal, zwei Standpunkte 1967: Gestaltung des Karlsruher Schlossgartens mit Seerestaurant zur Bundesgartenschau 1967 (mit Hermann Goepfert, Seerestaurant nach der Gartenschau wieder abgerissen) 1968–1969: Neugestaltung des Chorraums von St. Bonifatius (Bad Nauheim) 1969–1972: Wohnanlage im Höhenweg in Bad Nauheim 1969–1983: Gemeindezentrum und Kindergarten in Friedberg (Hessen) 1971: Lichtkinetisches Objekt in Kiel-Damperhof (mit Hermann Goepfert) 1973: „Licht-Wasser-Objekt“ auf dem ZDF-Sendezentrum in Mainz (mit Hermann Goepfert) 1975–1977: Wohn- und Atelierhaus Hölzinger in Bad Nauheim (seit 2008 unter Denkmalschutz)AD: Abstrakte Lichtgestalt: Ein Architekturprojekt von Johannes Peter Hölzinger 1978–1979: Wasserstele in Bad Nauheim 1979–1981: Wohnanlage Auguste-Viktoria-Straße in Bad Nauheim 1979–1983: Wohnanlage Hochwaldstraße in Bad Nauheim 1987–1997: Kasino für das Bundesministerium der Verteidigung auf der Hardthöhe in Bonn 2016–2018: Konzept und Entwurf für den Neubau der Therme in Bad Nauheim
Auszeichnungen 1970: Hugo-Häring-Preis für die Gestaltung des Schlossparks in Karlsruhe für die Bundesgartenschau 1967 1965, 1978, 1985: Auszeichnung „Vorbildliche Bauten in Hessen“
Literatur Gerd de Bruyn (Text) und Dieter Leistner (Fotografien): Johannes Peter Hölzinger. Haus in Bad Nauheim. Edition Axel Menges, Stuttgart 2004, ISBN 3-930698-53-6 Yorck Förster, Peter Cachola Schmal (Hrsg.): Johannes Peter Hölzinger. Psychodynamische Raum- strukturen/Psychodynamic Spatial Structures. Edition Axel Menges, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-936681-61-1 (Digitalisat)
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Architekt (Deutschland) Kategorie:Träger des Rompreises Villa Massimo Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1936 Kategorie:Mann