mini|Ortsmitte von Gräfenhäusling
Gräfenhäusling ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Wattendorf im oberfränkischen Landkreis Bamberg in Bayern. Die Gemarkung Gräfenhäusling hat eine Fläche von 3,620 km². Sie ist in 509 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7112 m² haben.
Geografie Das Kirchdorf liegt auf einer Hochebene der Fränkischen Alb. Die Kreisstraße BA 28 führt nach Wattendorf zur Staatsstraße 2210 (3,3 km nördlich) bzw. zur Staatsstraße 2190 bei Roßdorf am Berg (1,1 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Schederndorf (1,5 km östlich).
Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Gräfenhäusling aus 28 Anwesen. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Scheßlitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten die Freiherren von Künßberg zu Thurnau. Grundherren waren die Hofkanzlei Bamberg: 1 Häuslein; das Klarissenkloster Bamberg: 1 Gut; die Freiherren von Künßberg: 2 Halbgült- und Zinshöfe, 3 Güter, 5 Gütlein, 3 Tropfgütlein, 1 Wirts-, Brau- und Mälzhaus, 2 Tropfhäuser; die Familie von Neudecker’sche Erben: 1 Halbhof, 4 Güter, 3 Gütlein, 1 Tropfhaus; die Gemeinde: 1 Gemeindehaus.W. Weiß: Bamberg, S. 125.
Im Jahre 1802 kam Gräfenhäusling an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde Gräfenhäusling dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Schederndorf zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt 1818 entstand die Ruralgemeinde Gräfenhäusling. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Scheßlitz zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Scheßlitz (1919 in Finanzamt Scheßlitz umbenannt, ab 1928 Finanzamt Bamberg-Land). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 18 Anwesen dem Patrimonialgericht Thurnau bis 1848. Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Bamberg I (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt) für die Verwaltung zuständig. Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Scheßlitz (1880 in Amtsgericht Scheßlitz umbenannt, seit 1932 Amtsgericht Bamberg).W. Weiß: Bamberg, S. 243. Die Gemeinde hatte 1964 eine Fläche von 3,635 km².
Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Gräfenhäusling im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Wattendorf eingegliedert.
Baudenkmäler In Gräfenhäusling gibt es drei Baudenkmäler: Haus Nr. 8: Kreuzigungsgruppe Haus Nr. 41: Katholische Filialkirche St. Christopherus Tabernakelbildstock
Bodendenkmäler In der Gemarkung Gräfenhäusling gibt es vier Bodendenkmäler.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900Einwohner 156 185 175 175 158 162 167 168 176 186 174 164 161HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 29 28 33 33 31Quelle
Jahr 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987 2022Einwohner 169 170 188 205 196 187 250 223 221 218 187 187 201Häuser 30 33 34 41 Quelle
Religion Gräfenhäusling ist römisch-katholisch geprägt und zunächst nach St. Martin (Weichenwasserlos) gepfarrt, seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei St. Barbara (Wattendorf) zuständig.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Wattendorf) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1978 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg