alt=|mini|Autobahnnetz in Nordmazedonien (Stand 2019) Die Liste der Autobahnen in Nordmazedonien führt alle Autobahnen in Nordmazedonien auf. Die Strecken werden vom Öffentlichen Unternehmen für Staatsstraßen (; ) betrieben und verwaltet. Gebaut werden sie vom Ministerium für Verkehr und Kommunikation.
Die Autobahnen in Nordmazedonien sind mautpflichtig. Die gesetzlich vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit liegt bei 130 km/h.
Bei Schnellstraßen liegt die gesetzlich vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit bei 110 km/h.
Von den insgesamt 985,8 Kilometern sind aktuell jedoch nur 352,2 Kilometer als Autobahn (mazedonisch: Автопат, Avtopat) ausgebaut. Die restlichen 633,6 Kilometer sind zurzeit entweder als Schnellstraße/Halbautobahn (mazedonisch: Експресен пат, Ekspresen pat) oder als einfache Nationalstraße ohne höhenfreie Kreuzungen ausgebaut. Langfristig ist geplant, alle vier Autobahnen als Autobahn oder Schnellstraße/Halbautobahn mit höhenfreien Kreuzungen auszubauen.
Geschichte Das erste Projekt zum Bau einer Autobahn in Nordmazedonien wurde im Jahr 1966 vorgestellt. Sie war Teil der Autoput Bratstvo i jedinstvo, welche die Grenzen Jugoslawiens zu Österreich und Italien mit derjenigen zu Griechenland verband. Sie führte durch die ganze Föderation und verband vier der sechs Teilrepubliken mit Mitteleuropa.
1980 wurde der etwa 115 Kilometer lange Abschnitt Kumanovo–Veles–Negotino–Demir Kapija eröffnet und gilt somit als erste Autobahn Nordmazedoniens. Später wurde sie um einen Anschluss nach Skopje und zum Flughafen Skopje ergänzt. Viel später, nach der Unabhängigkeit Nordmazedoniens 1991, kamen die Abschnitte Kumanovo–Tabanovce (Grenze zu Serbien) und Smokvica–Gevgelija (Grenze zu Griechenland) hinzu.
Im Jahr 2000 wurde die Strecke Skopje–Tetovo–Gostivar eröffnet. Und 2008 wurde die Nordumfahrung von Skopje dem Verkehr freigegeben.
Am 30. September 2011 wurde die Nummerierung der Autobahnen in Nordmazedonien geändert. Bis dahin wurden die Autobahnen mit dem Präfix M gekennzeichnet. Seitdem werden sie mit dem Präfix A gekennzeichnet. Mit der Änderung wurden auch einige Autobahnen umnummeriert bzw. umbenannt.
Im Februar 2014 wurde mit dem Bau Autobahn zwischen Kičevo und Ohrid sowie der Bau der Autobahn zwischen Skopje und Štip begonnen.
Am 5. Juni 2019 wurde die Autobahn zwischen Skopje und Štip eröffnet.
Seit 2022 wird nördlich von Skopje eine weitere Autobahn gebaut, die bis zur kosovarischen Grenze führen soll.
Autobahnen mini|146x146px|Zeichen für die Autobahn
Übersicht (seit 2011)
Nr.EuropastraßenBezeichnungVon(Nord bzw. West)ViaBis(Süd bzw. Ost)GesamtlängeAls AutobahnausgebautAvtopat PrijatelstvoKumanovo – Miladinovci – Veles – Negotino – Miravci173,0 km173,0 kmPrilep50,5 km0,0 km Маjka TeresaOhrid – Kičevo – Gostivar – Tetovo – Skopje – Miladinovci – Kumanovo – Kriva Palanka285,0 km115,5 km Resen – Bitola – Prilep – Veles – Štip – Opština Kočani289,0 km6,7 kmKravari21,0 km0,0 kmGoze DeltschewSkopje – Miladinovci – Sveti Nikole – Štip – Radoviš – Strumica167,3 km57,0 kmSumme985,8 km352,2 kmStand: 13. September 2026
Übersicht (bis 2011)
Alte Nr. (bis 2011)Neue Nr. (seit 2011)VerlaufGesamtlängemiddle|x19px|alt=M1|link=M1 Avtopat|class=noviewer SRB-A1 – Kumanovo – Miladinovci – Veles – Gevgelija – GR-A1 178,43 km middle|x19px|alt=M2|link=M2 Polaavtopat|class=noviewer Kumanovo (Verzweigung mit M1) – Rankovce – Kriva Palanka – Bulgarien 73,574 km middle|x19px|alt=M3|link=M3 Avtopat|class=noviewer Petrovec (Verzweigung mit M1) – Skopje – Momin Potok (Verzweigung mit M4) – Kosovo 39,65 kmmiddle|x19px|alt=M4|link=M4 Avtopat|class=noviewer Miladinovci (Verzweigung mit M1) – Umfahrung Skopje – Tetovo – Gostivar – Kičevo – Podmolje – Struga – Albanien 193,614 kmmiddle|x19px|alt=M5|link=M5 Polaavtopat|class=noviewer Podmolje (Verzweigung mit M4) – Ohrid – Resen – Bitola – Berovci – Prilep – Veles (Verzweigung mit M1) – Štip – Kočani – Delčevo – Bulgarien 310,269 km middle|x19px|alt=M5K|link=M5K Polaavtopat|class=noviewer Bitola (Verzweigung mit M5) – GR-A27 21,0 km middle|x19px|alt=M6|link=M6 Polaavtopat|class=noviewer Štip (Verzweigung mit M5) – Radoviš – Strumica – Bulgarien 94,612 km middle|x19px|alt=M7|link=M7 Polaavtopat|class=noviewer nichtvergeben Debar – Kičevo – Prilep – Negotino – Goračino (Verzweigung mit M6) ? km In Nordmazedonien kreuzen sich die Paneuropäischen Verkehrskorridore VIII und X, welche die Nachbarländer Serbien und Griechenland bzw. Albanien und Bulgarien verbinden.
A1 (alt M1) „Autobahn Freundschaft“ Die A1 ist auf dem gesamten Strecke fertiggestellt und als Autobahn befahrbar.
In den letzten Jahren wurden auf zwei Streckenabschnitten Sanierungsarbeiten durchgeführt. Die Arbeiten auf dem ersten Abschnitt zwischen Petrovec und Katlanovo begannen 2020. Da das Bauunternehmen in Insolvenz ging und die Arbeiten ruhen ließ, konnte die Sanierung nicht abgeschlossen werden. Aufgrund der erforderlichen Neuausschreibung der Arbeiten wurden die Arbeiten erst seit April 2023 fortgeführt. Die Sanierungsarbeiten wurden im März 2024 abgeschlossen.
Im weiteren Verlauf wurde der Abschnitt zwischen Gradsko und Damir Kapija grundlegend saniert. Da sich der Abschnitt in einem sehr schlechten Zustand befand, musste die östliche Richtungsfahrbahn in diesem Bereich komplett gesperrt werden und der Verkehr wurde über Landstraßen umgeleitet. Die Sanierung wurde Ende 2024 abgeschlossen.
Anfang 2025 wurde eine Zweigstrecke der A1 als Schnellstraße von der Ortschaft Gradsko in Richtung Prilep eröffnet.
A2 (alt M2 und M4) „Mutter Teresa“ Die A2 ist Teil des Paneuropäischen Verkehrskorridors VIII, welcher Albanien (Durrës und Vlora) und Bulgarien (Burgas und Warna) verbinden soll. mini|Die A2 (alt M4) zwischen Tetovo und Gostivar (2010) Der mittlere Abschnitt der A2 ist von Miladinovci bis nach Gostivar als Autobahn fertiggestellt. Der Autobahnabschnitt zwischen Tetovo und Gostivar wird derzeit grundsaniert und soll um einen Standstreifen ergänzt werden. Die Fertigstellung ist für Ende 2027 vorgesehen. Der Bereich zwischen Gostivar und Kičevo befindet sich zurzeit im Bau und soll bis Ende 2029 fertiggestellt werden. Im weiteren Verlauf bis nach Ohrid befindet sich der Bau der Autobahn kurz vor dem Abschluss und soll im Mai 2027 für den Verkehr freigegeben werden.
Der Abschnitt von Ohrid bis zur Grenze nach Albanien befindet sich in der Planungsphase und soll mit einem neuen Grenzübergang anders geführt werden als bisher. Dabei soll der Grenzübergang auf eine niedrigere Höhe gebracht werden, um den kurvenreichen Abschnitt vor Elbasan (AL) etwas zu umgehen. Der gesamte Abschnitt ab Gostivar bis zur Grenze Albaniens ist eine kurvenreiche Straße, die vor allem von Sommertouristen befahren wird, die Ohrid und Struga besuchen.
Der nördliche Abschnitt der A2 zwischen Kriva Palanka und Kumanovo soll langfristig zu einer Schnellstraße umgebaut werden. Der Abschnitt Rankovtse–Kriva Palanka ist bereits als Schnellstraße ausgebaut und wurde im Januar 2025 eröffnet. Die restlichen Abschnitte befinden sich derzeit noch in der Planungsphase.
Umfahrung Skopje Dieses Autobahnteilstück entlastet die Innenstadt vom Schwerverkehr und verkürzt zudem die Fahrzeit auf dem Paneuropäischen Korridor Nr. VIII erheblich. Die Strecke ist 27 Kilometer lang. Sie wurde Ende Juni 2009 eröffnet.
A3 (alt M5) Die A3 ist mit rund 310 Kilometern die längste Nationalstraße Nordmazedoniens und verläuft in Ost-West-Richtung. Seit Ende April 2026 verfügt die A3 über einen 6,7 km langen Autobahnabschnitt zwischen Trebeništa und Podmolje.
Der Abschnitt zwischen Prilep und Bitola wird derzeit als Autobahn ausgebaut und soll bis 2027 fertiggestellt werden.
A4 (alt M3 und M6) Die A4 ist nördlich eine gut ausgebaute Nationalstraße von Skopje nach Kosovo, wo im Abschnitt an der kosovarischen Grenze mit dem Bau einer neuen Autobahn begonnen wurde. Ihre Länge beträgt nur in etwa 2 km und soll an die kosovarischen Autobahn R7 angeschlossen werden. Der weitere Verlauf bis Skopje befindet sich seit August 2026 im Bau und soll bis 2030 fertiggestellt werden.
Von Skopje aus kann die Stadt Štip seit 2019 auf kürzestem Weg über die neue A4 via Miladinovci erreicht werden. Sie ist eine der wichtigsten Wirtschaftsverkehrsachsen Nordmazedoniens. Im weiteren Verlauf wurde von Štip bis Strumica die vorhandene Nationalstraße grundlegend saniert und zu einer Schnellstraße ausgebaut.
Autobahngebühr Die Gebühren für die zwei bestehenden Autobahnen in Nordmazedonien können in bar oder mit Coupons bezahlt werden:
Skopje-Gostivar: 1,64 Euro/100 Denar Kumanovo-Gevgelija: 2,95 Euro/180 Denar Im Großraum Skopje werden keine Gebühren erhoben.
Weblinks Offizielle Seite über die National- und Regionalstraßen in Nordmazedonien Power-Point-Präsentation über die Autobahnen Mazedoniens (2007) (MS PowerPoint; 2,5 MB) Power-Point-Präsentation über die Autobahnen Mazedoniens (2006) (MS PowerPoint; 2,5 MB)
Einzelnachweise
!Nordmazedonien ! Autobahnen Nordmazedonien AutobahnNordmazedonien