Tschussowoi () ist eine Stadt in der Region Perm (Russland) mit Einwohnern (Stand ).

Geografie Die Stadt liegt am Westrand des Urals, etwa 150 km nordöstlich der Regionshauptstadt Perm an der Mündung der Wilwa in die Uswa und letzterer in die Tschussowaja, einen linken Nebenfluss der Kama.

Tschussowoi ist der Region administrativ direkt unterstellt und zugleich Verwaltungszentrum des gleichnamigen Rajons.

Die Stadt liegt an der Eisenbahnstrecke Perm–Jekaterinburg, von der hier eine Nebenstrecke nach Solikamsk abzweigt (Station Tschussowaja).

Geschichte miniatur|links|Im Stadtzentrum An Stelle der heutigen Stadt war seit dem 16. Jahrhundert ein Dorf Kamassino bekannt. Einen bedeutenden Aufschwung nahm der Ort ab 1874 im Zusammenhang mit dem Bau der Ural-Bergwerks-Eisenbahn (russisch / Uralskaja Gornosawodskaja schelesnaja doroga) Perm–Kuschwa (Goroblagodatskaja)–Jekaterinburg, der ersten den Ural überquerenden Eisenbahnstrecke, als hier die Station Tschussowaja (benannt nach dem Fluss) entstand. 1878 wurde die Strecke eröffnet, im folgenden Jahr die hier abzweigende Strecke nach Solikamsk.

1879 wurde auch mit dem Bau des Eisenwerkes Tschussowskoi Sawod begonnen. Der Ort nannte sich nun Tschussowoje, erhielt nach 1917 den Status Siedlung städtischen Typs und 1933 in der heutigen Namensform Stadtrecht.

Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 1897 1.000 1926 18.000 1939 43.256 1959 60.658 1970 58.202 1979 56.447 1989 57.874 2002 51.615 2010 46.735 Anmerkung: Volkszählungsdaten (1897–1926 gerundet)

Kultur und Sehenswürdigkeiten miniatur|Kulturpalast Die Stadt hat ein Heimatmuseum. In der Nähe, am Fluss Uswa, befinden sich ein komi-permjakischer Grabhügel und Überreste der Siedlung Teljatschi Brod aus dem 9. bis 14. Jahrhundert.

Wirtschaft miniatur|Stahlwerk Wichtigstes Unternehmen der Stadt ist das aus dem alten Eisenwerk hervorgegangene Tschussowskoi metallurgischeski kombinat. Daneben gibt es weitere Betriebe für Metallverarbeitung und Maschinenbau, der Holz- und Bauwirtschaft sowie der Lebensmittelindustrie.

Söhne und Töchter der Stadt

Bruno Lukk (1909–1991), estnischer PianistBruno Lukk auf der Website des Essti Muusika Infokeskus. Abgerufen am 20. September 2023 (englisch). Argira Ignatenko (1927–2012), Historikerin, Rechtswissenschaftlerin und Hochschullehrerin Wadim Faibissowitsch (* 1944), Schachspieler und -trainer Michail Dewjatjarow (* 1959), Skilangläufer Igor Chochrjakow (* 1965), Biathlet Alexei Maslow (* 1966), Skirennläufer Sergei Schuplezow (1970–1995), Freestyle-Skier Olga Wedjatschewa (* 1970), sowjetisch-kasachische Skirennläuferin Albert Demtschenko (* 1971), Rennrodler Alexei Selenski (* 1971), Rennrodler Julija Anaschkina (* 1980), Rennrodlerin Sergei Tschudinow (* 1983), Skeletonpilot Iwan Newmerschizki (* 1984), Rennrodler Wladimir Prochorow (* 1984), Rennrodler Anton Batujew (* 1985), Skeletonpilot Wladimir Boizow (* 1985), Rennrodler Dmitri Chamkin (* 1985), Rennrodler Michail Dewjatjarow (* 1985), Skilangläufer Ruslan Scharifullin (* 1985), Freestyle-Skier Wladislaw Juschakow (* 1986), Rennrodler Oleg Medwedew (* 1986), Rennrodler Andrei Wolkow (* 1986), Freestyle-Skier Wladimir Machnutin (* 1987), Rennrodler Sergei Wolkow (* 1987), Freestyle-Skier Sergei Moschajew (* 1988), Freestyle-Skier Regina Rachimowa (* 1989), Freestyle-Skierin Tatjana Iwanowa (* 1991), Rennrodlerin Alexander Peretjagin (* 1992), Rennrodler Jekaterina Katnikowa (* 1994), Rennrodlerin Artjom Okulow (* 1994), Gewichtheber Wiktorija Demtschenko (* 1995), Rennrodlerin Anastassija Smirnowa (* 2002), Freestyle-Skierin Wiktorija Lasarenko (* 2003), Freestyle-Skierin

Siehe auch Liste der Städte in der Region Perm

Einzelnachweise

Weblinks

Inoffizielle Webseite von Tschussowoi (russisch) Tschussowoi auf mojgorod.ru (russisch)

Kategorie:Ort in der Region Perm Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1933