mini|Kapelle Höfen (Innenansicht)
Höfen ist ein Gemeindeteil des Marktes Rattelsdorf im oberfränkischen Landkreis Bamberg. Die Gemarkung Höfen b.Rattelsdorf hat eine Fläche von 3,290 km². Sie ist in 901 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3651,89 m² haben. In ihr liegen die Gemeindeteile Freudeneck, Höfen und Höfenneusig.
Geografie Das Dorf Höfen bildet mit dem Dorf Höfenneusig im Norden eine geschlossene Siedlung. Diese liegt an einem rechten Nebenarm der Itz am Fuße eines Höhenrückens der Haßberge im Westen, der mit dem Daschendorfer Forst bewaldet ist. Die Kreisstraße BA 39 führt nach Rattelsdorf zur Bundesstraße 4 (0,6 km östlich) bzw. nach Daschendorf (1,8 km südlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Höfenneusig (0,3 km nördlich).
Geschichte Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Höfen 28 Untertansfamilien. Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Medlitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das bambergische Kastenamt Baunach; zugleich war es Grundherr über 12 Anwesen (4 Sölden, 5 Haussölden, 2 Häuser, 1 Ziegelhütte).I. Maierhöfer: Ebern, S. 194f.
Im Jahre 1802 kam Höfen an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) entstand die Ruralgemeinde Höfen mit den Orten Freudeneck, Helfenroth, Höfenneusig und Kreuzhof. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gleusdorf zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ebern (1919 in Finanzamt Ebern umbenannt). Helfenroth wurde am 6. April 1842 an die Gemeinde Mürsbach überwiesen. Ab 1862 war das Bezirksamt Ebern (1939 in Landkreis Ebern umbenannt) für Höfen zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Gleusdorf (1840 in Landgericht Baunach umbenannt und 1880 in Amtsgericht Baunach, 1932 aufgelöst, bis 1972 Amtsgericht Ebern).I. Maierhöfer: Ebern, S. 304. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 3,323 km².
Am 1. Juli 1972 wurde Höfen mit seinen Ortschaften aus Unterfranken ausgegliedert, Oberfranken angeschlossen und wechselte vom aufgelösten Landkreis Ebern zum Landkreis Bamberg. Am 1. Mai 1978 wurde die Höfen im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Rattelsdorf eingemeindet.
Baudenkmäler In Höfen gibt es vier Baudenkmäler: Haus Nr. 27: Ehemaliges Wirtshaus Feldkapelle Bildstock Kruzifix
Bodendenkmäler In der Gemarkung Höfen bei Rattelsdorf gibt es ein Bodendenkmal.
Einwohnerentwicklung Gemeinde Höfen Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 205 310 290 285 291 308 327 336 327 313 296 268 244 264 270 265 249 232 260 341 345 320 261 260HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1818 bis 1852 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 52 57 56 58 59 59 52 53 50 52 Quelle
Ort Höfen Jahr 1818 1840 1852 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2023Einwohner 116 147 161 165 179 166 137 143 210 158 161 153 185Häuser 28 29 32 32 28 30 28 30 35 Quelle
Religion Höfen ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Peter und Paul (Rattelsdorf) gepfarrt. 1875 wurde in Höfen eine katholische Kapelle errichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg war ein Neubau notwendig, der 1951 erfolgte.
Brauereien Heute gibt es in Höfen noch eine Brauerei, nämlich die Brauerei Endres.
Literatur
Manfred Jungkunz: Heimatbuch Höfen-Höfenneusig-Freudeneck, Kleinod im Itzgrund. Mediengruppe Oberfranken, Druckereien GmbH & Co. KG, 2017
Weblinks
Einzelnachweise
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