miniatur|200px|Papstwappen Johannes Pauls II. mini|Guido Reni: Der heilige Josef, 1640–1642 (typische Darstellung der Barockzeit) Das Apostolische Schreiben Redemptoris custos von Papst Johannes Paul II. über Gestalt und Sendung des heiligen Josef im Leben Christi und der Kirche wurde am 15. August 1989 veröffentlicht. Das Rundschreiben erschien zum 100. Jahrestag der Enzyklika Quamquam pluries von Papst Leo XIII. Bei der Ausarbeitung war der Exeget und Josephologe Tarcisio Stramare wesentlich beteiligt.Vgl. Giuseppe Attilio Mattanza, La morte di padre Tarcisio Stramare, biblista, mariologo e josefologo di fama internazionale: Rivista Teologica di Lugano 25 (2020) 507-510.

Inhaltsübersicht Einleitung I. Die Darstellung des hl. Josef im Evangelium Die Ehe mit Maria II. Der Hüter des Geheimnisses Gottes Der Dienst der Vaterschaft Die Volkszählung Die Geburt in Betlehem Die Beschneidung Die Namensgebung Die Darstellung Jesu im Tempel Die Flucht nach Ägypten Jesus im Tempel Aufziehen und Erziehung des Jesus von Nazaret III. Der gerechte Mann – Der Gemahl Mariens IV. Die Arbeit als Ausdruck der Liebe V. Der Vorrang des Innenlebens VI. Patron der Kirche unserer Zeit Anmerkungen

Zum allgemeinen Josefverständnis Johannes Paul II. vertieft und bestärkt in diesem Rundschreiben die Aussagen von Quamquam pluris und geht sehr gründlich auf die Stellung des Heiligen Josef in der Kirche ein. Er stellt die göttliche Verbindung zu Maria her, die er auch schon in seiner Enzyklika Redemptoris Mater gewürdigt hatte. So schreibt er hier:

Herausragende Bedeutung Der Papst hebt die herausragende Bedeutung des Hl. Josef hervor, die mit der Ehe Marias begründet wird, denn die Ehe ist die höchste Gemeinschaft und Freundschaft, mit der sich ihrer Natur nach die Gütergemeinschaft verbindet. Daraus ergibt sich, dass Gott, wenn er Josef der Jungfrau zum Mann gegeben hat, ihn ihr nicht nur als Lebensgefährten, Zeugen ihrer Jungfräulichkeit und Beschützer ihrer Ehre gegeben hat, sondern auch, damit er durch den Ehevertrag an ihrer herausragenden Größe teilhabe (vergl. Quamquam pluris).

Patronate Wie schon seine Vorgänger, so hob auch Johannes Paul II. die besonderen Patronate und Würdigungen des hl. Josef hervor: Sixtus IV. hatte das Fest des heiligen Josef eingeführt, Pius IX. ernannte ihn zum Patron der katholischen Kirche, 1955 wurde durch Pius XII. der 1. Mai zusätzlich als Festtag „Josef, des Arbeiters“ festgelegt und Johannes XXIII. hatte Josef als Schutzpatron des Zweiten Vatikanischen Konzils erkoren.

100. Jahre „Quamquam pluris“ Johannes Paul II. bringt abschließend in Erinnerung, dass es Papst Leo XIII. war, der die katholischen Gläubigen mit der Enzyklika Quamquam pluris vor nun einhundert Jahren aufgefordert habe,

Weblinks Text des Apostolischen Schreibens

Einzelnachweise

Kategorie:Apostolisches Schreiben Kategorie:Werk von Johannes Paul II. Kategorie:Josef von Nazaret Kategorie:Religion 1989