Gadschijewo () ist eine kreisfreie Stadt mit Einwohnern (Stand ) im äußersten Norden des europäischen Teils Russlands in der Oblast Murmansk.
Allgemeines Gadschijewo liegt an einer Bucht der Barentssee, 32 km nördlich der Gebietshauptstadt Murmansk. Die nächstgelegene Stadt ist Sneschnogorsk, sechs Kilometer südwestlich von Gadschijewo gelegen.
In Gadschijewo befindet sich die Marinebasis Gadschijewo der russischen Nordflotte. Aufgrund deren militärischer Bedeutung ist Gadschijewo eine geschlossene Stadt und ist daher generell nicht auf Landkarten vermerkt. Sie gehört zusammen mit Poljarny und Sneschnogorsk zum geschlossenen Gebiet Alexandrowsk. Westlich der Stadt liegt die Sajda-Bucht, die das mit deutscher Unterstützung gebaute, weltweit größte Lager radioaktiver Überreste von Atom-U-Booten enthält.Achim Nuhr: Das atomare Vermächtnis der Nordmeerflotte. ARD-Radio-Feature vom 26. Juni 2011, (, )
Geschichte Angelegt wurde der Ort im Jahre 1956 mit der Gründung der Marinebasis, erstmals als Siedlung der Oblast Murmansk offiziell erwähnt wurde er am 15. Mai 1957. Bis 1967 hatte Gadschijewo den Status einer Siedlung und hieß Jagelnaja Guba (, zu deutsch „Flechtenbucht“) nach der Bucht, an der die Marinebasis liegt. Am 16. Oktober 1967 erhielt die Siedlung ihren heutigen Namen zu Ehren des im Zweiten Weltkrieg gefallenen Marinekapitäns Magomet Gadschijew. Am 14. September 1981 erhielt Gadschijewo den Status einer geschlossenen Stadt und wurde in Skalisty (, „die Felsige“) umbenannt, verbreitet war auch der Codename Murmansk-130. 1999 erhielt die Stadt den Namen Gadschijewo zurück.
Das Stadtwappen Gadschijewos, das die Bedeutung der Stadt als U-Boot-Stützpunkt unterstreichen soll, wurde am 11. Mai 1995 gesetzlich verankert.
Bevölkerungsentwicklung Jahr Einwohner 2002 12.180 2010 11.068 Anmerkung: Volkszählungsdaten
Weblinks
Gadschijewo bei mojgorod.ru (russisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in der Oblast Murmansk