Das A-Team (Originaltitel: The A-Team) ist eine Actionserie aus den Vereinigten Staaten von Stephen J. Cannell und Frank Lupo. Sie wurde von 1983 bis 1987 produziert und gehört zu den erfolgreichsten amerikanischen Fernsehsendungen dieses Zeitraums.
Die Fernsehserie handelt von einer Gruppe ehemaliger Soldaten, die Menschen in Notlagen hilft – dabei aber selbst von der Militärpolizei gejagt wird.
Handlung mini|A-Team logo Konzept Im Mittelpunkt der Serie stehen vier ehemalige Soldaten: Sergeant Bosco „B. A.“ Baracus, Captain H. M. (Howling Mad) Murdock, Lieutenant Templeton „Face“ Peck und Colonel John „Hannibal“ Smith. Sie werden fälschlich eines während des Vietnamkrieges verübten Verbrechens beschuldigt und befinden sich seitdem auf der Flucht vor der Militärpolizei. Im Stil Robin Hoods helfen sie Menschen, die in Not geraten sind und vom Gesetz im Stich gelassen wurden.
In der Serie werden verschiedene Archetypen des American Way of Life dargestellt: Die Mitglieder des A-Teams sind Kriegsveteranen, die zwar mittlerweile von der Armee verfolgt werden, aber immer noch die beim Militär erwünschten Werte wie Loyalität und Teamfähigkeit verkörpern. Gerät die Gruppe in scheinbar ausweglose Situationen, findet sie trotz ungünstiger Voraussetzungen doch eine Lösung, indem sie wie die alten Pioniere improvisieren. Zwar sind die Mitglieder des A-Teams Gesetzlose, helfen aber dennoch den Unterdrückten.
Episodenschema Im Zentrum der Handlung stehen die Aufträge des A-Teams. Einfache Menschen, die von Kriminellen bedrängt werden und denen zumeist die Polizei nicht helfen kann oder will, bitten das A-Team um Unterstützung. Auch wenn das A-Team dann Selbstjustiz ausübt, wird dies durch die Serie nicht in Frage gestellt, da die Umstände moralisch immer zugunsten der Klienten sprechen und daher die Vorgangsweise des A-Teams legitimieren. Das A-Team lässt sich zwar manchmal für seine Hilfe bezahlen, es entspricht aber nicht der typischen Vorstellung einer Söldnergruppe, da es vor allem bei mittellosen Klienten auf eine Entlohnung verzichtet oder nur einen Kostenbeitrag für seine Aufwendungen verlangt. Oft profitiert der Auftraggeber des A-Teams dermaßen von ihrem Eingreifen, dass dieser das Honorar des A-Teams nun problemlos wirtschaftlich stemmen kann.
Die 45-minütigen Episoden laufen meistens nach einem festen Muster ab. Zunächst werden die zukünftigen Klienten sowie deren Peiniger eingeführt. Bei den Klienten des A-Teams handelt es sich z. B. oft um Kleinunternehmer oder Angestellte mit einem eher geringen Einkommen. Charakteristisch ist das Missverhältnis der zur Verfügung stehenden Mittel zwischen den Opfern und deren kriminellen Peinigern. Die Gegner des A-Teams sind oft rücksichtslose und solvente Mitbewerber der Auftraggeber. Oft stehen aber auch große Konzerne, Polizisten oder andere einflussreiche Kriminelle dem A-Team gegenüber. Zwischen dem A-Team und ihren Antagonisten kommt es anfangs zu Scharmützeln und Verfolgungsjagden. Nach kleineren Erfolgen des Teams, das allzu oft auf unvorbereitete und sehr selbstzufriedene Gegner trifft, gerät es schließlich in eine schwierige Lage. Jedoch kann es sich zu guter Letzt stets durch einen genialen Plan, der zumeist die Konstruktion behelfsmäßiger Waffen, wie z. B. eines gepanzerten Schulbusses (Pilotfilm), beinhaltet, daraus befreien. Das Finale einer jeden Folge besteht aus Schießereien und aus Kämpfen mit den Gegnern, wobei das A-Team stets die Oberhand erlangt.
Mehrere wiederkehrende Elemente der Serie werden als Handlungsfüller und als Running Gags genutzt. Die Kontaktaufnahme mit den Klienten übernimmt Hannibal in ungewöhnlicher Verkleidung, Ausrüstung wird von Face durch einen Betrug besorgt, Murdock hat ständig wechselnde Wahnvorstellungen und B. A. leidet unter panischer Flugangst. Die Charaktere der Hauptfiguren sind sehr unterschiedlich. Dies führt regelmäßig zu Spannungen innerhalb des Teams. Als weiterer Protagonist tritt in vielen Folgen die US-Militärpolizei in Erscheinung, die das A-Team zwar gelegentlich kurzzeitig gefangen nehmen, aber letztlich dessen Flucht nicht verhindern kann. Außerdem wird in vielen Episoden eine musikalisch unterlegte Sequenz verwendet, die die Konstruktion der Waffen, der Fahrzeuge oder die Vorbereitung des Showdowns zeigt und diesen damit auch dramaturgisch eröffnet.
Zum Teil weicht die fünfte Staffel der Serie von dem beschriebenen Schema ab: Das A-Team wird nämlich gefasst und muss daher für die Regierung Aufträge ausführen, um rehabilitiert werden zu können.
Gewalt in der Serie Obwohl Gewalt ein Element der Serie ist, werden die Auswirkungen von körperlicher Gewalt und Waffengewalt wie bei vielen amerikanischen Actionserien der 1980er verharmlost bzw. unrealistisch dargestellt. So führen z. B. schwere Schläge ins Gesicht, das Werfen von Personen gegen Wände oder Überschläge eines Pkw in der Fernsehserie nie zu ernsthaften Verletzungen. Es wird insbesondere bei den spektakulären Überschlägen von gegnerischen Fahrzeugen grundsätzlich immer gezeigt, dass sich alle Insassen selbstständig auch aus den katastrophal zerstörten Fahrzeugen befreien können. Binnen weniger Augenblicke erholen sich diese Figuren von den Folgen der Gewalteinwirkung und sind grundsätzlich unverletzt. Das wird bis ins Groteske überzeichnet, so dass selbst bei einer Hochgeschwindigkeitshubschrauberverfolgung, bei der die Verfolger ihren Hubschrauber gegen eine Felswand steuern und der Hubschrauber, der zudem zusätzliche hochexplosive Raketen trägt, dabei spektakulär explodiert, alle Insassen des explodierten Hubschraubers völlig unverletzt aus den am Fuße der Felswand zur Ruhe gekommenen Trümmern heraussteigen.
In der Serie kommt es trotz unzähliger Schlägereien und massenhaftem Schusswaffeneinsatz sowie dem Einsatz von Sprengstoffen nie zu direkten Toten als Resultat dieser Gewalttaten und nur selten zu Verletzten, die dann aber fast immer Mitglieder des A-Teams bzw. ihre Auftraggeber sind.In der ersten Staffel wird die Erschießung eines Häftlings angedeutet (Episode Auf Leben und Tod). B. A. wird in der Episode Blutsbande durch Friendly Fire von Face – ein Schuss in den Oberschenkel – schwer getroffen, allerdings bei einem Einsatz vor der eigentlichen Handlung. In Das Spiel ist aus (zweite Staffel) wird Murdock durch eine Kugel verletzt, als er versucht, Hannibal zu beschützen. In der Folge Die 100.000-Dollar-Frau aus der dritten Staffel wird ein Polizist, der eine Sträflings-Kolonne bewacht, angeschossen. In Drogen und Krokodile wird Dr. Fallone angeschossen. In der Folge Diamantenfieber ist ein Mord zu sehen, jedoch wird unmittelbar vor der Tat ausgeblendet. In Elfenbein aus Kenia wird ein Wildhüter erschossen, jedoch sieht man lediglich, wie auf ihn gezielt wird und er anschließend zu Boden fällt, während des Schusses wird seine Schwester gezeigt, die das ganze über ein Autotelefon mit anhört. In der Episode Ein todsicheres System wird ein Casinobesitzer aus einem Hochhaus geworfen und stürzt tot in einen Brunnen. In Zurück in Vietnam werden Murdock und General Fulbright von Kugeln getroffen, woraufhin Fulbright stirbt. In George, der Cowboy stirbt ein Sheriff, doch auch dieser Mord wird nicht dargestellt. In der Folge Mord à la carte wird Faceman von einer Kugel getroffen und verblutet beinahe. In Codename Brown Fox (Staffel 5) stirbt der Agent, der selbigen Codenamen trägt, nach einem Überschlag und daraus resultierender Explosion seines Fahrzeugs. Trotz des exzessiven Einsatzes von Schusswaffen, häufig sogar von Sturmgewehren, Maschinengewehren oder Granatwerfern, wird nie eine Person von einer Kugel, Querschlägern oder Splittern getroffen. Fahrende Pkw werden durch Schusswaffengebrauch unschädlich gemacht. Stehende Pkw werden in der Serie ebenso wie Einrichtungsgegenstände aus Holz als wirkungsvolle Deckung gegen Geschosse dargestellt. Trotz zahlreicher wüster Schießereien kommt es praktisch nie zu Kollateralschäden an Menschenleben von unbeteiligten Personen. Das Schießen mit Sturmgewehren aus fahrenden Autos ist wiederkehrendes Muster der Serie. Dabei wird niemals irgendetwas oder irgendwer entlang der Straße getroffen, egal wie dicht der Verkehr ist, außer hin und wieder der Motor des Verfolgers, der dann immer spektakulär explodiert, und manchmal auch nur seine Reifen. Selbst in engsten Häuserschluchten schlagen nirgendwo die Kugeln ein.
Außerdem ist nur sehr selten fließendes Blut in der Serie zu sehen und die Gegner bekommen schlimmstenfalls Kratzer ab, meistens nur Schmutz, unabhängig davon, welche Explosion und welchen Crash sie gerade überlebt haben.
Vorwurf des Sexismus Die Serie wurde gelegentlich als sexistisch kritisiert.Bring Back … The A-Team (UK). Broadcast on May 18, 2006. Diese Kritik stützte sich hauptsächlich darauf, dass weibliche Charaktere entweder nur dazu dienten, eine Episode zu eröffnen und die Handlung zu exponieren, oder diese nur als Subjekt der Begierde des Charakters Face dargestellt wurden.
Den einzigen beiden weiblichen Mitgliedern der Hauptbesetzung, Melinda Culea (in der Rolle der „Amy Allen“) und Marla Heasley (in der Rolle der „Tawnia Baker“), war kein langer Verbleib in der Serie vergönnt, obwohl beide Schauspielerinnen und ihre Charaktere von den Serienproduzenten engagiert worden waren, gerade um die Sexismusvorwürfe zu entkräften und die ansonsten rein männliche Besetzung zu relativieren. Die Figur „Amy Allen“ ist in der ersten Staffel noch ein fester Bestandteil des Teams und agiert mitunter auch eigenständig in dessen Sinne. Beispielsweise bedroht sie bewaffnet die Mitarbeiter einer Flugleitung, welche das A-Team über dem Meer abstürzen lassen will.Bring Back … The A-Team (UK), Marla Heasley. Broadcast on May 18, 2006. Der Schauspielerin Melinda Culea wurde im Laufe der zweiten Staffel gekündigt, nachdem sie mehr Dialoge und Actionszenen für ihren Charakter Amy forderte.Bring Back … The A-Team (UK), Dirk Benedict. Broadcast on May 18, 2006. Marla Heasley als „Tawnia Baker“ wurde daraufhin als Ersatz verpflichtet und sollte eine sanftere, verführerischere Komponente in die Stammbesetzung bringen. Allerdings wurde auch sie zu Beginn der dritten Staffel wieder aus der Serie geschrieben, da die Produzenten nunmehr zu der Ansicht gelangt waren, man brauche doch keinen weiblichen Charakter in der Stammbesetzung. In der Serie treten beide Frauen als sexy Verführerinnen von untergeordneten Gegnern oder hübsche minirocktragende Begleiterinnen an der Seite des Hochstaplers und Frauenhelden Face auf. „Tawnia Baker“ hat von Anfang an nur rein dekorativen Charakter und handelt nicht wie „Amy Allen“ auch selbstständig, bzw. wird nie als zum A-Team gehörend bezeichnet. Als sie zusammen mit dem A-Team kurzzeitig verhaftet wird, bekommt sie als einzige keine Handschellen angelegt – sie wird auch dadurch als nicht zum Team gehörend gekennzeichnet und als harmlose Requisite abgetan. „Tawnia Baker“ ist grundsätzlich sexy gekleidet und trägt fast immer Miniröcke, egal ob das zur Situation passt oder nicht. Mit der Handlung hat sie praktisch nichts zu tun. Als sie nach nur wenigen Episoden zu Beginn der dritten Staffel wieder verschwindet, übernehmen nun episodenbezogene attraktive weibliche Nebendarstellerinnen den Job als weiblichen Blickfang. Diese werden nur selten in die Handlung eingebunden und handeln niemals selbstständig.