Frohnlach ist ein Gemeindeteil von Ebersdorf bei Coburg im oberfränkischen Landkreis Coburg.
Geographie Frohnlach ist der östlichste Gemeindeteil und mit zirka 2000 Einwohnern nach Ebersdorf der zweitgrößte. Das Dorf liegt an der B 303 südöstlich von Coburg nahe der Grenze zu Thüringen.
Geschichte mini|Ehemaliges Rathaus mini|Kellergasse 1, Fachwerkhaus von 1854 mini|Hauptstraße 1, ehemaliges Gasthaus Goldener Adler An den Grenzen des Lichtenfelser Forstes, den 1070 Markgräfin Alberada dem Hochstift Bamberg übertrug, entstand im 11. Jahrhundert durch Rodungsarbeiten der Ort „vronenloh“, was so viel wie Herrenwald bedeutet. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Frohnlach im Jahre 1260, als der Gründer des Klosters Sonnefeld, Heinrich II. von Sonneberg, das Dorf von „Otnandus de sleten“ (von Kirchschletten bei Zapfendorf) gekauft hatte. Nach einer Urkunde des Bischofs von Bamberg kam Heinrich II. von Sonneberg am 7. Januar 1260 in den Dom zu Bamberg und zeigte durch Niederlegen seiner Kapuze auf den Altar des heiligen Petrus an, dass er die Dörfer Ebersdorf und Frohnlach, die er zum Teil vom Bischof und der Bamberger Kirche zu Lehen besaß, diesem übergab. Auf Wunsch Heinrichs wurden die Güter der ehrwürdigen Frau Äbtissin des Zisterzienserinnenklosters Maidbronn bei Würzburg übertragen. Die Äbtissin wurde beauftragt, mit den Nonnen ihres Klosters ein neues Kloster Sunnental zu errichten, das „Superius Eberhartsdorf“ genannt wurde, und es in ihren besonderen Schutz zu nehmen.
Am 23. April 1260 übergab Heinrich II. von Sonneberg dem neu gegründeten Kloster das Dorf Frohnlach und am 29. Juli 1264 übertrugen Heinrich und seine Ehefrau Kunigundis ihre Güter dem nun fertiggestellten Kloster Sonnefeld, darunter das vom Bischof zu Bamberg gelehnte Dorf Frohnlach. Im Jahre 1281 verehrte Dietrich von Kulmbach die Einkünfte von Frohnlach dem Kloster zum zweiten Male und 1285 schenkte Konrad von Wildberg das Dorf Frohnlach mit allen Gütern und Einkünften dem Kloster zum dritten Male.
Frohnlach blieb im Eigentum des Klosters Sonnefeld. Die Bewohner erhielten vom Kloster die Grundstücke zur Bewirtschaftung und hatten dafür den Zehnt abzuliefern sowie Frondienste zu leisten. Der Ort Forke soll in Frohnlach aufgegangen sein. 1508 besaß Frohnlach 25 wehrfähige Männer, die mit 25 Sturmhauben, 12 Goller, 19 Brustpanzern, 3 Paar Armschienen, 28 Spießen, 5 Hellebarden, 2 Büchsen und 25 Messern ausgerüstet waren. Als 1532 das Kloster Sonnefeld nach der Reformation aufgehoben wurde, kam Frohnlach unter die grundherrliche Oberhoheit des weltlichen Justizamtes Sonnefeld. Frohnlach muss um 1400 Stadtrechte besessen haben, denn 1467 und in der Folgezeit wehrten sich die Frohnlacher gegen die Einschränkung der Gewerbegerechtigkeiten.
Erste urkundliche Erwähnung Der Lichtenfelser Forst, ein ehemaliger Reichswald, war im 10. Jahrhundert im Besitz des Klosters Fulda. Er kam im Jahre 1070 bei der Gründung des Klosters Banz durch die Markgräfin Alberada zum Hochstift Bamberg und war später für das Kloster Sonnefeld und eine Anzahl dem Kloster gehörender Dörfer von großer Bedeutung.
Durch die Übergabe des Lichtenfelser Forstes an Bamberg wurde der südöstliche Teil des ehemaligen Coburger Landes Grenzgebiet zwischen dem Bistum Fulda und dem Hochstift Bamberg.
An den Grenzen und in den Lichtungen des Lichtenfelser Forstes entstanden vom 11. Jahrhundert an, meistens durch Rodungsarbeiten, einzelne Ansiedlungen und Dörfer. Eines dieser Dörfer war Frohnlach. Frohnlach oder „Vronenloh“, wie es damals genannt wurde, bedeutet Herrenwald, was auf die Nähe zum ehemaligen Reichswald, den Lichtenfelser Forst, hindeutet. Die Aufzeichnungen begannen mit dem Bau des Klosters Sonnefeld im Jahre 1260. Es ist aber mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass Frohnlach noch älter ist.
Der Gründer des Klosters Sonnefeld war Heinrich II. von Sonneberg. Gelegentlich wird auch auf dessen Bruder Eberhard zu Sonnerberg als Gründer der Dörfer verwiesen.Siehe Sonneberg (Adelsgeschlecht) Heinrich II. hatte das Dorf Frohnlach unter anderem von „Otnandus de sleten“ (Kirchschletten bei Zapfendorf) gekauft. Sein Vater Heinrich I. von Sonneberg stand als Vogt im Dienste des Klosters von Saalfeld und war für die Verwaltung der Güter im Raum Coburg zuständig. In dieser Position leitete er die Probstei in Coburg (heutiges Ämtergebäude). Er hatte viele Güter veruntreut und in diesem Zuge unter anderem das Dorf Frohnlach mehrfach verkauft.Buch 'Kloster Sunnenkamp – Der Anfang' von Tom Clauß S. 69–70. Nach Bekanntwerden wurde er aus der Kirche ausgestoßen (exkommuniziert), was bedeutete, dass er nach seinem Tode nicht in den Himmel kommen konnte. Seinem Sohn hat er auf dem Totenbett das Versprechen abgenommen, diese Untat zu sühnen und die veruntreuten Güter wieder an die Kirche zurückzugeben.
Heinrich II. von Sonneberg kam wohl nach einer Urkunde des Bischofs von Bamberg am 7. Januar 1260 in den Dom zu Bamberg und zeigte durch Niederlegen seiner Kapuze auf den Altar des heiligen Peter an, dass er die Dörfer Ebersdorf und Frohnlach, die er zum Teil vom Bischof und der Bamberger Kirche zu Lehen besaß, diesem übergab. Hierzu hatte er die Dörfer von mehreren Eigentümern zurückkaufen müssen. Auf Wunsch Heinrichs wurden die Güter an die Äbtissin des Zisterzienserinnenklosters Maidbronn bei Würzburg übertragen. Diese war im Übrigen die Schwester von Heinrich II. von Sonneberg. Sie wurde beauftragt, mit den Nonnen ihres Klosters ein neues Kloster Sunnental zu gründen, das „Superius Eberharts-Dorf“ genannt wurde. Das neue Kloster durfte aus dem Lichtenfelser Forst Bau- und Nutzholz beziehen.
In einer Urkunde des gleichen Datums bestätigt die Äbtissin Jutta von Maidbronn diese Schenkung und den Auftrag, ein neues Kloster zu gründen. Bereits im Jahr 1260 bzw. 1264 war das Kloster Maidbronn auf seinem Höhepunkt, denn damals konnte es einen Gründungskonvent in das Zisterzienserinnenkloster Sonnefeld nach Oberfranken entsenden. Quelle für den Nachweis, dass Jutta von Maidbronn die Schwester von Heinrich II. von Sonneberg gewesen war
Am 13. Februar 1260 erteilte der Bischof Iringus von Würzburg als zuständiger Diözesanbischof seine Zustimmung zur Gründung des Klosters auf der Birkenleite bei Frohnlach. Er bestätigt dem Kloster die Freiheiten des Zisterzienserordens und verbot wie schon der Bischof von Bamberg, Vögte über die Klöstergüter zu setzen. Am 23. April 1260 übergab Heinrich von Sonneberg dem neu gegründeten Kloster als erste Mitgabe das Dorf Frohnlach und am 29. Juli 1264 übertrugen Heinrich und seine Ehefrau Kunigundis ihre Güter dem fertiggestellten Kloster Sonnefeld mit dem vom Bischof zu Bamberg zu Lehen gegebenen Dorf Frohnlach sowie drei Mansen in „schnien“, diese jedoch ohne den Zehent. Im Jahre 1281 wurden die Einkünfte von Frohnlach dem Kloster zum zweiten Mal von Dietrich von Kulmbach verehrt, und 1285 schenkte Konrad von Wildberg das Dorf Frohnlach mit allen Gütern und Einkünften dem Kloster zum dritten Male.
Bisher waren die Geschichts- und Heimatforscher der Auffassung, dass die Gründung des Klosters Sonnefeld in Ebersdorf oder Frohnlach nur geplant gewesen sei und nicht zur Ausführung kam. Walter Lorenz aus Coburg hat in seiner Doktorarbeit Campus Solis (Geschichte des Klosters Sonnefeld) den Beweis erbracht, dass das Kloster im Jahre 1264 völlig eingerichtet und mit Nonnen besetzt war. Eine genaue Lage des Klosters ist bis heute nicht bekannt. Da aber in den Stiftungsurkunden einmal von Ebersdorf und das andere Mal von Frohnlach die Rede ist, ist anzunehmen, dass das Kloster wahrscheinlich am oder auf dem Altfrohnlachsberg in der Nähe der Flurgrenze von Ebersdorf und Frohnlach stand. Die Urkunde des Gründers aus dem Jahre 1264 besagt am Schluss: „Und so wurde die Kongregation und der Konvent der Nonnen in Ebersdorf eingeweiht und unter glücklichen Vorzeichen Sonnefeld genannt.“ Auf Grund dieser Tatsachen könnte man auch ableiten, dass die evangelische Pfarrkirche in Ebersdorf, die aus einer im Jahre 1274 erwähnten Kapelle entstand, aus der Gründungszeit des Klosters Sonnefeld stammt bzw. mit der Klostergründung zusammenhängt. Diese ehemalige Kapelle kann den Konversen oder Laienbrüdern des Klosters als Gotteshaus gedient haben, da sie die Kirche der Nonnen nicht betreten durften. Im Jahre 1287 legte ein gewaltiger Brand das Kloster bei Ebersdorf oder Frohnlach in Schutt und Asche. Vierzehn Bischöfe verliehen auf der Reichssynode in Würzburg dem Kloster Ablässe. Laienbrüder zogen in den Bistümern von Kirche zu Kirche, verkündeten den Ablass und sammelten Spenden für den Wiederaufbau. So war das Kloster in der Lage, die notwendigen Gebäude im 14. Jahrhundert wieder zu errichten. Der Neubau erfolgte aber nicht mehr am alten Platz, sondern bei dem Dorfe Hofstädten. Nach der Fertigstellung wurde das Kloster nach Hofstädten verlegt. Frohnlach blieb im Eigentum des Klosters Sonnefeld, so lange es bestand. Die Bewohner erhielten vom Kloster die Grundstücke zur Bewirtschaftung und hatten dafür den Zehent abzuliefern sowie Frondienste zu leisten.
Im Laufe der Jahrhunderte waren auch Handwerker, wie Weißbüttner, Metzger, Bäcker und Gastwirte für das Kloster tätig. Die Gastwirtschaft war schon zu Klosterzeiten Wirtshaus und gehörte dem Kloster. So fanden die Bewohner von Frohnlach durch das Kloster ihren Unterhalt.
Nach der Auflösung des Klosters Sonnefeld im Jahre 1532 wurde es in das weltlich fürstliche Amt Sonnefeld umgewandelt. Nach der Misswirtschaft des Klosters in den letzten Jahrzehnten und den Auswirkungen des revolutionären Bauernkrieges gab es die ersten privaten Besitztümer.
Dreißigjähriger Krieg Vor dem Dreißigjährigen Krieg gab es zwei Dörfer, Forke und Frohnlach, die an der Ortsstraße lagen, welche die Sorge (heute: Neuensorg) mit Großgarnstadt verbindet. Ging man von der Sorge nach Großgarnstadt, lag Forke rechts der Straße und Frohnlach links der Straße.
Das Straßendorf wurde nicht nur durch lange und häufige Einquartierungen heimgesucht. Die Soldatenhorden plünderten, rissen Häuser ein oder brannten sie nieder. Kaiserliches Kriegsvolk, Ungarn, Kroaten, Lombay’sche und Holkens’sche Reiter und übel hausende Kronacher kamen in den Ort. Im Jahre 1635 war das Land so verarmt, „daß auch hier viele Leute Haus und Hof verlassen mußten, viele wegen Mangel der notwendigen Nahrung sich mit Erde, Kleie und Staubmehlbrot, Baumrinde, Leinkuchen, Treber, Hunden, Katzen, ja sogar mit Aas sättigten. Auch weil daraus giftige und abscheuliche Krankheiten entstanden, starben viele und mußten vor Hunger verschmachten. Da die Soldaten alle Pferde und Rinder weggeführt hatten, haben sich die Bauern selbst in die Pflüge gespannt, damit sie nur etwas anbauen möchten“.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg gibt es keine Aufzeichnungen mehr über Forke. Es muss davon ausgegangen werden, dass der Ort Forke nicht mehr aufgebaut werden konnte. Der letzte Hof, der rechts der Straße lag, dürfte der Hofbauernhof gewesen sein, der von da an zu Frohnlach gehörte. Alle Bauernhöfe, die an der Birkelitha lagen, wurden für immer zerstört. Heute noch kann man Überreste aus diesen Höfen in Form von Keramik auf den Feldern an der Birkenleithe finden. Die Pflege Coburgs im Dreißigjährigen Kriege.
Kriegszeiten Als Napoleon I., aus Bayern kommend, gegen die Preußen zog, lagerten zwei Heeresteile auf dem Altfrohnlachsberg und bei der Dürrmühle. Funde an Ausrüstungsgegenständen und Münzen wurden in der Folgezeit immer wieder gemacht. Im Volksmund heißt die Quelle bei der Mühle das Napoleonsbrünnlein.