Skradin (Lateinisch: Scordona, Scardona) ist eine kleine Stadt in der Gespanschaft Šibenik-Knin in Kroatien. Sie umfasst den Hauptort Skradin mit 508 Einwohnern (2021)Hrvatska enciklopedija, mrežno ozdanje und 20 weitere Ortschaften.

Lage und Einwohner Skradin liegt am rechten Ufer des Flusses Krka 19 km nördlich von Šibenik und grenzt an den gleichnamigen Nationalpark. Skradin ist 100 km von Split entfernt. In der Kleinstadt lebten 2011 3825 Menschen. Zur Volkszählung von 2011 bezeichneten sich 79,24 % der Einwohner als Kroaten und 17,75 % als Serben.

Die Autobahn Autocesta A1 führt unmittelbar westlich des Ortes vorbei und bietet einen schönen Blick auf diesen. Die Staatsstraße 56 überquert östlich des Ortes die Krka.

Auf der D56 Richtung Lozovac wird jährlich das Bergrennen um die Nagrada Grada Skradinahttps://www.hillclimbfans.com/wiki/rennstrecken/nagrada-grada-skradina ausgetragen. Start der 3387 Meter langen Strecke ist auf der Krka-Brücke, so dass der ca. 100 m breite Fluss überquert wird, nicht nur bei Bergrennen eine Besonderheit.

Geschichte Skradin war schon zu illyrischen Zeiten besiedelt und zählt zu den ältesten Städten in Kroatien. Im 2. Jahrhundert unterwarf sie sich den Römern. Im Mittelalter war die mächtige Familie Šubić aus Bribir im Besitz des Ortes. 1356 wurde die Stadt an Venedig abgetreten. Zwischen 1522 und 1684 wurde es vom Osmanischen Reich regiert, danach wieder bis 1797 von der Republik Venedig. Später wurde sie von Napoleon, dann von Österreich-Ungarn besetzt. Dadurch verlor sie ihre Bedeutung als Zentrum der Region, das sich nach Šibenik verlagerte.

Die Hauptattraktion des Naturreservoirs Slapovi Krke ist eine Reihe von Wasserfällen, deren größter, Skradinski Buk, nach der Stadt benannt wurde. An diesem Wasserfall wurden dramatische Szenen des Winnetou-Filmes „Der Ölprinz“ gedreht.

Persönlichkeiten Giorgio Schiavone (1433 oder 1436–1504), Maler der Renaissance

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Einzelnachweise

Kategorie:Antike illyrische Stadt Kategorie:Republik Venedig