Die Betörung der blauen Matrosen ist ein deutscher experimenteller Film, der aus verwirrenden Collagen besteht. Der Film ist 50 Minuten lang und zitiert den französischen Dichter Guillaume Apollinaire.

Inhalt Zum Inhalt und Ziel des Films äußerten sich Oettinger und Blumenschein, die Autorinnen: "Eine Sirene, ein Hawaiimädchen, zwei Matrosen, ein alter Vogel, ein junger Vogel, zwei weitere Matrosen, der griechische Gott Tunte, ein amerikanischer Altstar, eine russische Stummfilmmutter und eine Nymphe der deutschen Romantik treten in dem Film auf."

Ziel der Autorinnen Oettinger und Blumenschein: "Wir wollen ungestraft zur Wirklichkeit, auch zur poetischen Wirklichkeit hinzuerfinden / andere Formen des Lebens beschreiben / ganz neue Welten ersinnen / neue Menschen, neue Zwitterwesen, was immer uns einfällt / Wir fordern die Identifikation des Zuschauers / sein moralisches Engagement in Situationen, die jenseits von Gut und Böse liegen, die Fixpunkte und Konstanten seines Weltbildes verschwimmen lassen / Wir entführen den Zuschauer in psychisches Niemandsland."

Tabea Blumenschein spielt vier verschiedene Rollen. Sie ist eine mythische Gestalt, die auf Wüstensand von Sirenengesang und asiatischer Musik begleitet den Film durchzieht. Sie stellt auch einen Vogel dar, der von einem Mädchen aus Hawaii getötet wird und schließlich einen Matrosen, der Opfer desselben Mädchens wird.

Produktionsnotizen Der Film wurde im Sommer 1975 auf Sylt gedreht. Die Uraufführung erfolgte am 25. Oktober 1975 in Berlin (Bali-Kino) und am 14. November 1975 bei den Hofer Filmtagen.CineGraph – Lexikon zum deutschsprachigen Film. Lieferung 11 – Ulrike Ottinger.

Weblinks

Die Betörung der blauen Matrosen auf ulrikeottinger.com Beschreibung Arsenal Kino

Einzelnachweise

Kategorie:Deutscher Film Kategorie:Independent-Film Kategorie:Filmtitel 1975