Sophia von Ungarn (* um 1050; † 18. Juni 1095) war Markgräfin von Istrien und Krain sowie Herzogin von Sachsen.

Leben Sophia war die Tochter des ungarischen Königs Béla I. aus dem Hause der Arpaden.

Markgraf Wilhelm IV. von Meißen war mit Sophia verlobt; als er sie heimholen wollte, starb er 1062. Sein Neffe Markgraf Ulrich I. von Weimar-Istrien-Krain sprang für ihn ein und ehelichte die Königstochter.

Nach Ulrichs Tod 1070 heiratete sie den Billunger Herzog Magnus von Sachsen († 1106).

Nachkommen Aus erster Ehe mit Ulrich I.: Ulrich II. († 1112) ⚭ vor 1102 Adelheid von Thüringen († 1146), Tochter von Graf Ludwig dem Springer, verstoßen Poppo II. († 1098) ⚭ Richgard/Richardis († um 1130), Tochter von Engelbert I. (Spanheim) († 1096) Richardis ⚭ Graf Ekkehard I. von Scheyern (1052-1101), danach ⚭ dessen Bruder Otto II. von Scheyern († 1120) Walburga

Aus zweiter Ehe mit Magnus: Wulfhild († 29. Dezember 1126 in Altdorf, begraben in Weingarten), ⚭ Heinrich IX. der Schwarze, 1120 Herzog von Bayern (Welfen) († 1126) Eilika († 18. Januar 1142) ⚭ Otto von Ballenstedt († 9. Februar 1123), 1112 Herzog von Sachsen (Askanier)

Schlüsselfigur Sophia ist eine der Schlüsselfiguren des europäischen Hochadels: Ihre Mutter war Ryksa von Polen, ihre Großmutter Richeza (Polen), ihre Urgroßmutter Mathilde (Lothringen), ihre Ururgroßmutter Theophanu (HRR).

Zu ihren Urenkeln gehören u. a.: Friedrich Barbarossa, Heinrich der Löwe, Otto I. (Brandenburg), Bernhard III. (Sachsen), Otto I. (Bayern) und Berthold III. (Andechs), der Großvater der Heiligen Hedwig von Schlesien.

Einzelnachweise

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