Gefahr aus dem Weltall (Originaltitel: It Came from Outer Space) ist ein im 3D-Verfahren gedrehter, US-amerikanischer Science-Fiction-Film des Regisseurs Jack Arnold aus dem Jahr 1953. Das Drehbuch verfasste Harry Essex nach dem Treatment The Meteor von Ray Bradbury.
Ein Amateurastronom entdeckt an der Absturzstelle eines vermeintlichen Meteoriten ein UFO, doch niemand schenkt seiner Geschichte Glauben. Kurz darauf geht mit einigen Bewohnern einer nahe gelegenen Kleinstadt eine seltsame Veränderung vor.
Handlung Sand Rock, eine Kleinstadt in der Wüste von Arizona: Der Schriftsteller John Putnam und seine Freundin Ellen beobachten, wie in der Nähe einer alten Mine ein Feuerball niedergeht. John untersucht die Absturzstelle und entdeckt ein UFO, aber ein plötzlich ausgelöster Steinschlag begräbt dieses unter sich. In der Stadt, wo John, der von außerhalb zugezogen ist, als Außenseiter gilt, schenkt niemand seiner Beobachtung Glauben. Der vorübergehende Presserummel erregt das Missfallen von Sheriff Warren, der auch keinen Hehl aus seiner Abneigung gegen Johns und Ellens Beziehung macht.
Kurz darauf verschwinden erste Einwohner des Städtchens und tauchen später seltsam verändert wieder auf; sie wirken gefühlskalt und mechanisch. Auch Ellen wird entführt. John steigt in die Mine hinab, wo er von einem Außerirdischen den Hintergrund des Geschehens erfährt: Die Besatzung des Raumschiffs musste auf der Erde notlanden. Um kein Aufsehen zu erregen, hat sie Menschen entführt und nimmt selbst deren Gestalt an, um so mit menschlichem Äußeren notwendige Materialien zur Reparatur beschaffen zu können.
Unterdessen nähert sich eine Gruppe um Sheriff Warren der Mine. Die grundsätzlich friedlichen Außerirdischen warnen John, dass sie im Verteidigungsfall zum Einsatz von Gewalt bereit sind. John versucht vergebens, den Sheriff von einem Angriff abzuhalten. Ehe es zu einer Eskalation kommt, können die Außerirdischen ihr Raumschiff starten. Die entführten Menschen kehren unversehrt an die Erdoberfläche zurück.
Hintergrund Gefahr aus dem Weltall war Jack Arnolds erste Regiearbeit bei einem Science-Fiction-Film und der Beginn einer mehrjährigen Zusammenarbeit mit dem Produzenten William Alland. Zugleich war er der erste im 3D-Verfahren gedrehte Film des Studios Universal.Artikel auf Widescreenmovies.org, abgerufen am 5. März 2012.Artikel auf All-about-3dtv.com, abgerufen am 5. März 2012.
Gefahr aus dem Weltall startete im Mai 1953 in den US-amerikanischen und im Dezember 1953 in den bundesdeutschen Kinos.Die US-Premiere war am 25. Mai 1953 laut Internet Movie Database, am 27. Mai laut . Zu den genauen Daten der Kinostarts siehe auch die Diskussionsseite dieses Artikels.
In dem Eröffnungssong Science Fiction/Double Feature der Rocky Horror Show wird Gefahr aus dem Weltall besungen: „Then at a deadly pace it came from outer space. And this is how the message ran“.
Thematik Im Gegensatz zu den klassischen Science-Fiction-Invasionsfilmen wie Das Ding aus einer anderen Welt (1951), Kampf der Welten (1953) oder Fliegende Untertassen greifen an (1956), die Außerirdische a priori als Aggressoren darstellten, zeichnete Gefahr aus dem Weltall, so wie The Man from Planet X oder Der Tag, an dem die Erde stillstand (beide 1951) eine Begegnung mit Außerirdischen, die friedfertig oder defensiv auftraten, was diese Filme im Rahmen des Science-Fiction-Zyklus der 1950er Jahre eher als Ausnahmen definierte:
Kritiken
Auszeichnungen Barbara Rush gewann 1954 für ihre Leistung als Ellen den Golden Globe Award als Beste Nachwuchsdarstellerin.
Synchronisation Die deutschsprachige Fassung wurde 1953 bei der Berliner Synchron produziert.
RolleDarstellerSynchronsprecherJohn PutnamRichard CarlsonCurt AckermannEllen FieldsBarbara RushSigrid LagemannSheriff Matt WarrenCharles DrakeGert Günther HoffmannFrankJoe SawyerHans EmonsGeorgeRussell JohnsonSebastian FischerJaneKathleen HughesRuth PiephoDr. SnellGeorge EldredgeMartin Held
Veröffentlichungen Uraufführungen USA: 25. Mai 1953 Deutschland: 18. Dezember 1953 Österreich: 12. Februar 1954Uraufführungen lt. IMDb Der Film ist international auf DVD erhältlich, jedoch nur als nicht-stereoskopische Schwarzweiß-Fassung. Piccolo Film veröffentlichte eine 110-Meter-Kurzfassung des Films in 3D auf Super-8 (ca. 15 Minuten lang). 2004 erschien ein von Donn Albright herausgegebenes Buch zum Film, das unter anderem Ray Bradburys frühe Drehbuchentwürfe enthält. 2016 erschien der Film als 3D Blu-ray erstmals wieder in 3D.
Literatur Donn Albright (Hrsg.): It Came from Outer Space. Gauntlet Press, Colorado Springs (Colorado) 2004.
Weblinks
Kritiken bei Turner Classic Movies (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Filmtitel 1953 Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Schwarzweißfilm Kategorie:Science-Fiction-Film Kategorie:Thriller Kategorie:3D-Film Kategorie:Ray-Bradbury-Verfilmung Kategorie:Außerirdische im Film Kategorie:Jack Arnold