Der Kreis Rheinberg war ein von 1816 bis 1823 bestehender Kreis im zur preußischen Provinz Jülich-Kleve-Berg gehörenden Regierungsbezirk Kleve, ab 22. Juni 1822 Regierungsbezirk Düsseldorf. Die Gebiete des neu gebildeten Kreises gehörten von 1798/1801 bis 1814 zum französischen Département de la Roer und davor zu Gebieten, die zu den preußischen Bereichen des Herzogtums Geldern und des Fürstentums Moers sowie zum kurkölner Amt Rheinberg gehört hatten. Im Jahre 1816 hatte der Kreis 35.933 Einwohner.
Bürgermeistereien Zum Kreis gehörten folgende Bürgermeistereien: Rheinberg; dazu gehörten die Stadt Rheinberg und die Bauerschaften Winterswick und Zweite Bauerschaft sowie das Gut Gelinde Moers; dazu gehörten die Dörfer Asberg und Schwafheim, die Bauerschaften Hochstraß, Hülsdonk und Vinn sowie die Ortschaften Cölve, Fünderich und Sandhort und das Gehöft Vosrad (Voßrath) Xanten; dazu gehörten die Stadt Xanten, die Bauerschaften Bislicher Insel, das adelige Gut Erprath und das Landgut Hagenbusch, ehemaliges Kloster Alpen; dazu gehörten die Stadt Alpen sowie die Bauerschaften Alpsray, Bönninghardt, Drüpt, Huck und Millingen Büderich; dazu gehörten die Stadt Büderich, das Dorf Ginderich sowie die Bauerschaften Gest, Perrich, Poll und Werrich Orsoy; dazu gehörte die Stadt Orsoy sowie die Gehöfte Am Deich, An der Plank, Außberg, Drießen, Eiland, Milchplatz und Spei Sonsbeck; dazu gehörten die Stadt Sonsbeck, das Kirchspiel Hamb und die Kolonie Bönninghardt Baerl; dazu gehörten die Dörfer Baerl und Binsheim, die Bauerschaften Lohmühle oder Lohheide, Hochhalen, Meerbeck Niederhalen und Uettelsheim Budberg; dazu gehörten die Dörfer Budberg und Eversael, die Bauerschaften Pelden, Thurn, Vierbaum und Winckel (Winkel) sowie das adelige Gut Wolfskuhl (Haus Wolfskuhlen) Camp; dazu gehörten Kloster Kamp und die Bauerschaften Altfeld, Bruck (Bruch), Kerkhof (Kirchhof), Sahm und Wickrath Capellen; dazu gehörten das Dorf Capellen, die Bauerschaften Berg, Bettenkamp und Vennikel sowie die Häuser Holderberg, Hülshorst und Lauersforth Emmerich; dazu gehörten die Dörfer Asterlagen, Bergheim, Emmerich (Hochemmerich), Oesterum (Oestrum) und Werthausen sowie die Bauerschaften Atrop, Rheinhausen und Winkelhausen Hoerstgen; dazu gehörten das Dorf Hörstgen oder Heurstgen sowie das adelige Gut Fronenberg (Haus Frohnenbruch) Homberg; dazu gehörten die Dörfer Homberg und Essenberg sowie die Bauerschaft Hochheide Labbeck; dazu gehörten die Ortschaften Balberg, Hammerbruch und Labbeck Marienbaum; dazu gehörten das Dorf Marienbaum, die Gemeinde Vynen, die Bauerschaften Gesthausen und Obermörmter sowie das adelige Gut Balken Neukirchen; dazu gehörte das Dorf Neukirchen und die Bauerschaften Boschheide, Donge (Dong), Neukircherfeld, Lasfonderfeld und Mühlenfeld Ossenberg; dazu gehörten die Dörfer Borth, Ossenberg und Wallach sowie das Gehöft Elverich Repelen; dazu gehörte das Dorf Repelen, die Bauerschaften Bornheim, Eyck (Eick), Genend, Kohlenhuck, Graft, Niephauserfeld, Rheim, Rheinkamp und Utfort, der adelige Rittersitz Haus Tervoort und Haus Strommoers Rheurdt; dazu gehörten das Dorf Rheurdt und die Bauerschaften Kengen, Rayen, Vluynbusch und Wickrath Schaephuysen; dazu gehörten die Dörfer Schaephuysen und Thönisberg (Tönisberg) und die Bauerschaften Lindt (Lind), Neufeld, Saelhuysen und Vinckenberg (Finkenberg) Veen; dazu gehörte der Flecken Winnenthal, die Dörfer Birten, Menzelen und Veen sowie die Bauerschaften Bönning, Gravenveen (Veenen oder Stadtveen) und Riel (Rill), die Kolonien Menzelerheide (Menzelen-West) und Bönninghardt sowie das Gehöft Eppinghoven Vierquartieren; dazu gehörten die Bauerschaften Kamperbruch, Lindforth, Rossenray und Saalhoff, das adelige Gut Eyll und die Häuser Dipram (Dieprahm) und Heideck Vluyn; dazu gehörten das Dorf Vluyn und die Bauerschaften Dickscheheide, Niep und Süsselheide sowie das Haus Bloemersheim Wardt; dazu gehörten die Dörfer Lüttingen und Wardt sowie die Ortschaften Beeck, Hochbruch, Mörmter, Niederbruch, Ursel und Willich
Auflösung Am 26. September 1823 wurde der Kreis aufgelöst und sein Gebiet dem Kreis Geldern (auch: Großkreis Geldern) zugeteilt. Am 3. Dezember 1857 wurde dieser Zusammenschluss rückgängig gemacht, der Kreissitz des neuen Landkreises nach Moers verlegt und der Name in Kreis Moers geändert.
Landrat 1816–1823: Heinrich Cornelius Balthasar Freiherr von der Rhoer zu Ossenberg
Einzelnachweise
Rheinberg Rheinberg Kategorie:Niederrhein Rheinberg Kategorie:Aufgelöst 1823 Kategorie:Politik (Kreis Wesel) Kategorie:Politik (Kreis Kleve)