mini|hochkant=1.3|Kreis Castelo Branco miniatur|Blick von der Burg auf Castelo Branco miniatur|Jardim do Paço in Castelo Branco
Castelo Branco (port. für Weiße Festung, IPA []) ist eine Stadt in Portugal. Sie ist Hauptstadt des Distriktes Castelo Branco, gehört zur Region Região Centro und zur Unterregion Beira Interior Sul. Sie hat Einwohner (Stand ).
Geschichte Die vermutlich von den antiken Römern errichtete Festung wurde 1165 im Zuge der Reconquista von Portugal erobert und 1182 den Tempelrittern überlassen, die hier eine Burg errichteten (1230 fertiggestellt). Seine ersten Stadtrechte (Foral) erhielt der Ort 1213. Im Verlauf des 13. Jahrhunderts entwickelte sich der Ort und wuchs über die Stadtmauern hinaus. König D. Afonso IV. ließ daher die Stadtmauern 1343 erweitern. Auch eine bedeutende jüdische Gemeinde lebte hier.
König Manuel I. erneuerte die Stadtrechte 1510. Im Jahr 1535 wurde Castelo Branco erstmals zur Vila (Kleinstadt) erhoben.
Der Ort wurde 1771 zur Stadt (Cidade) erhoben. Er wurde danach Bischofssitz, bevor die Diözese 1881 wieder aufgelöst wurde. 1956 wurde die nunmehrige Konkathedrale São Miguel Arcanjo zweiter Bischofssitz.
Seit 1959 ist der Ort Sitz des gleichnamigen Distriktes.www.verportugal.net, abgerufen am 26. Januar 2013 Im Jahr 2011 wurde die Rede de Judiarias gegründet, eine Vereinigung von Orten mit historisch bedeutenden jüdischen Gemeinden, zu denen Castelo Branco gehört.www.redejudiariasportugal.com, abgerufen am 26. Januar 2013
Verwaltung Der Kreis Castelo Branco ist Zentrum einer der größten Kreise Portugals, der km² umfasst. Im Kreis leben Einwohner (Stand ) in 19 Gemeinden. Nachbarkreise sind Fundão im Norden, Idanha-a-Nova im Süden, Vila Velha de Ródão im Südosten sowie Proença-a-Nova und Oleiros im Westen. Im Süden grenzt Castelo Branco außerdem an Spanien.
Mit der Gebietsreform im September 2013 wurden mehrere Gemeinden zu neuen Gemeinden zusammengefasst, sodass sich die Zahl der Gemeinden von zuvor 25 auf 19 verringerte.Veröffentlichung der administrativen Neuordnung im Gesetzesblatt Diário da República vom 28. Januar 2013, abgerufen am 16. März 2014
Die Gemeinden des Kreises Castelo Branco sind folgende:
Bevölkerungsentwicklung Einwohnerzahl im Kreis Castelo Branco (1801–2011) 1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011 11.536 19.093 38.302 50.434 63.091 54.908 54.310 55.708 56.109
Städtepartnerschaften : Umuarama : Cáceres : Zhuhai : Petrolina : Plasencia : Huambo, abgerufen am 26. Januar 2013
Verkehr Castelo Branco liegt an der Autobahn A23 und ist ein Haltepunkt der Eisenbahnstrecke Linha da Beira Baixa. Der Ort ist in das landesweite Busnetz der Rede Expressos eingebunden.
Das Stadtgebiet wird von sechs Buslinien abgedeckt, hinzu kommen verschiedene regionale Busverbindungen zu umliegenden Städten und Gemeinden.
Söhne und Töchter der Stadt miniatur|Denkmal für Amato Lusitano in Castelo Branco Afonso de Paiva (1443–1490), Entdecker und Diplomat João Roiz de Castel-Branco, († 1515), Dichter der Renaissance Amatus Lusitanus (1511–1568), jüdisch-portugiesischer Arzt Manuel Dias (1574–1659), jesuitischer Missionar und Astronom João da Mota e Silva (1685–1747), Kardinal und Politiker José Ramos Preto (1871–1949), Jurist und Politiker, kurzzeitig Ministerpräsident 1920 Maria Olguim (1898–1984), Schauspielerin Eugénia Lima (* 1926), Akkordeonmusikerin António Baltasar Marcelino (1930–2013), Bischof von Aveiro António Salvado (* 1936), Schriftsteller und Lyriker Ângela Ribeiro (* 1940), Schauspielerin Vasco Lourenço (* 1942), Mitglied des revolutionären Movimento das Forças Armadas Marçal Grilo (* 1942), Politiker, Erziehungsminister (1995–1999) Carlos Correia (* 1947), Schriftsteller, Dramatiker, Pädagoge und Kommunikationswissenschaftler José Manuel Castanheira (* 1952), Theaterregisseur João Filipe Fazendas Vaz, Sportjournalist auch in Spanien für seine Analyse und Kenntnis des lusophonen Fußballs bekannt. Margarida Blasco (* 1956), Juristin und Politikerin Nuno Melo (1960–2015), Schauspieler Joaquim Nicolau (* 1964), Schauspieler Nuno Filipe Sousa Rolão Dias Santos (* 1976), Fußballspieler Ana Hormigo (* 1981), Judoka Sónia Tavares (* 1986), Leichtathletin Francisco Belo (* 1991), Kugelstoßer und Diskuswerfer
Weblinks
Beschreibung der Stadt auf portugal-live.net, aufgerufen am 4. Mai 2010
Einzelnachweise