Saam Schlamminger (* 1966 in Istanbul) ist Musiker. Schlamminger ist Sohn des deutschen Bildhauers Karl Schlamminger und wuchs in Teheran auf. 1979 verließ die Familie die neugegründete Islamischen Republik Iran und zog nach München, wo Schlamminger bis heute lebt und arbeitet. Er hielt sich mehrfach länger im Orient auf, um orientalische Musik, insbesondere ihre Rhythmik, zu studieren. Die Zarb und Daf sind die Instrumente, auf die er sich spezialisierte und die er elektronisch verarbeitete. Seine musikalische Ausbildung als Percussionist erweiterte er durch wiederholte Aufenthalte dort. Er ist weltweit mit Kunstschaffenden verschiedener Stilrichtungen aufgetreten, darunter Sussan Deyhim und The Notwist. Samm Schlamminger, der auch unter dem Künstlernamen Chronomad veröffentlicht, gilt als „Experte für aus den musikalischen Gedäcthnissen verschwindende Spielweisen“, wie auf der Website der Uni Hildesheim zu den Teilnehmenden des Symposiums Popular Orientalism(s) steht.

2007 arbeitete er mit dem Schriftsteller Albert Ostermaier zusammen, für dessen Werke er auch Musik schrieb.

2014 war er Praxisstipendiat in der Villa Massimo in Rom. In dieser Zeit entwickelte er seine Idee einer Klangskulptur weiter.

Er veröffentlichte fünf Alben, zwei davon, die Alben Koan und Qualander Black Rose brachte er in den 1990er Jahren mit Klaus Wiese heraus.

Saam Schlamminger komponierte auch Filmmusik. Von ihm stammt die Musik des Dokumentarfilms Lionhearted – Aus der Deckung (2019), von Freedom Bus (2013) sowie die Musik des Films Kick in Iran (2010).

Werke Koan mit Klaus Wiese, Acquarius International Music, Deutschland 1996. Qalander Black Rose mit Klaus Wiese, New Earth Records, Deutschland 1999. Blacken The Black: Entrance To The Exit. Elektroprojekt zusammen mit Annika Line Trost und Albert Pöschl 2007. Echokammer. Sehe Dich Instanbul, Meine Augen Geschlossen mit Andreas Ammer, intermedium records rec. 031, Deutschland 2008. Aus der Heimat. Komposition. BR Hörspiel und Medienkunst 2010. intermedium rec. 047, ISBN 978-3-939444-75-6.

Hörspielmusik Bruno Latour: Kosmokoloss. Eine Tragödie über das Klima und den Erdball. BR Hörspiel und Medienkunst / ZKM 2015. intermedium rec. 063, ISBN 978-3-943157-63-5. Raoul Schrott: Erste Erde Epos. BR Hörspiel und Medienkunst 2011–2016. Hörverlag. ISBN 978-3-8445-2367-6.

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