rechts|mini|hochkant|Georgia Lind im Kabarett der Komiker (1939) Georgia Lind (* 20. November 1905 in Chemnitz; † 10. Dezember 1984 in Berlin; eigentlich Liddy Brunhilde Uhlig,Karlheinz Wendlandt: Geliebter Kintopp, Jahrgang 1929 und 1930 auch Brunhilde HilscherDer Eintrag im Londoner Heiratsregister ist kostenpflichtig abrufbar auf Ancestry.com) war eine deutsche Schauspielerin.
Leben mini|180px|Grabstätte von Georgia und Rudolf Platte (2021) Georgia Lind kam in den 1920er Jahren über Provinzbühnen nach Berlin. Als Darstellerin patenter junger Frauen stand sie ab 1928 mehrfach vor der Kamera. In Ja, ja, die Frau’n sind meine schwache Seite war sie Partnerin von Hans Albers, in Wie werde ich reich und glücklich? von Hugo Schrader.
Seit Mitte der 1930er Jahre konzentrierte sie sich wieder mehr auf die Theaterarbeit. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges arbeitete sie vor allem als Hörspielsprecherin. In der RIAS-Hörfunkreihe Es geschah in Berlin sprach sie über 15 Jahre lang die Sekretärin „Fräulein Müller“.
Georgia Lind war kurzzeitig 1942 und dann wieder ab 1954 mit dem Schauspieler Rudolf Platte verheiratet, der acht Tage nach ihrem Tod verstarb. Das gemeinsame Vermögen von etwa zwei Millionen D-Mark vermachte das kinderlose Paar dem Hermann-Gmeiner-Fonds zur Förderung der SOS-Kinderdörfer.
Sie ruht neben ihrem Ehemann auf dem Friedhof Wilmersdorf (Grabnummer: A6-UW-126) in Berlin.
Filmografie 1923: Quarantäne 1928: Die Carmen von St. Pauli 1928: Ein Tag Film (Kurz-Spielfilm) 1929: Die nicht heiraten dürfen 1929: Ja, Ja, die Frau’n sind meine schwache Seite 1929: Geschminkte Jugend 1929: Links der Isar – rechts der Spree 1929: Die Halbwüchsigen 1929: Besondere Kennzeichen 1930: Delikatessen 1930: Lumpenball 1930: Das Recht auf Liebe 1930: Wie werde ich reich und glücklich? 1930: Der Liebesmarkt 1932: Wie sag’ ich’s meinem Mann? 1932: Die erste Instruktionsstunde (Kurz-Spielfilm) 1932: Chauffeur Antoinette 1933: Eine Frau wie Du 1933: Höllentempo 1933: Die kalte Mamsell 1934: Die beiden Seehunde 1936: Rendezvous in Paradies 1936: Einmal unten – einmal oben 1937: Wer hat Angst vor Marmaduke? (Kurz-Spielfilm) 1938: Der Mann, der nicht nein sagen kann 1948: Berliner Ballade 1958: Ihr 106. Geburtstag 1965: Es geschah in Berlin – (Fernsehserie, 2 Folgen)
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 5: L – N. Rudolf Lettinger – Lloyd Nolan. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 38. Helga und Karlheinz Wendtland: Geliebter Kintopp. Sämtliche deutsche Spielfilme von 1929 – 1945. Künstlerbiographien L–Z. Verlag Medium Film Karlheinz Wendtland, Berlin 1995, ISBN 3-926945-14-1, S. 22.
Weblinks
Biografie mit Foto auf cyranos.ch
Einzelnachweise
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