Die elfte Deutsche Fußballmeisterschaft wurde vom 13. April bis zum 11. Mai 1913 ausgetragen. Seine dritte Meisterschaft sicherte sich der VfB Leipzig im Finale in München-Sendling mit einem 3:1 gegen den Duisburger SpV.

Der VfB Leipzig wurde dadurch wieder alleiniger Rekordmeister. Mit dem Duisburger SpV erreichte zum ersten Mal eine Mannschaft des westdeutschen Verbands das Finale. Es war die erste Endrunde, in welcher es keinen Verein gab, der noch nie zuvor die Endrunde erreicht hatte.

Teilnehmer Für die Endrunde qualifiziert waren sieben Vereine, sechs Meister der Regionalverbände und der Titelverteidiger. Die Spiele fanden aber ohne den norddeutschen Meister Eintracht Braunschweig statt. Aufgrund von Problemen bei der Ermittlung des Hamburg-Altonaer Meisters mit zahlreichen Protesten und Gegenprotesten konnte die norddeutsche Meisterschaftsendrunde erst sehr spät beginnen. Das norddeutsche Finale fand erst zwei Wochen nach dem Finale um die deutsche Meisterschaft statt. Zwangsläufig konnten die Braunschweiger nicht teilnehmen. Immerhin war mit Titelverteidiger Holstein Kiel ein norddeutscher Vertreter dabei.

Verein Qualifiziert als 30px SV Prussia-Samland Königsberg Meister des Baltischen Rasensport-Verbandes 30px FC Askania Forst Meister des Südostdeutschen Fußball-Verbandes 30px Berliner TuFC Viktoria 89 Meister des Verbandes Brandenburgischer Ballspielvereine 30px VfB Leipzig Meister des Verbandes Mitteldeutscher Ballspiel-Vereine 30px FV Holstein Kiel Titelverteidiger 30px Duisburger SpV Meister des Westdeutschen Spiel-Verbandes 30px FC Stuttgarter Kickers Meister des Verbandes Süddeutscher Fußball-Vereine

Viertelfinale

Die Berliner führten nach einer halben Stunde durch ein Tor von Willi Worpitzky und ein Eigentor von Torhüter Bruno Neumann mit 2:0. In der 42. und 43. Minute gelang Erich Arndt und Willi Worpitzky durch einen Doppelschlag der 4:0-Halbzeitstand. Nach 53 Minuten erhöhte wieder Willi Worpitzky mit seinem dritten Treffer auf 5:0. Nach 67 Minuten gelang dem Königsberger Stürmer Kluger mit dem Treffer zum 1:5 das einzige Tor der Königsberger, ehe drei Minuten später Erich Arndt das Tor zum 6:1 erzielte.

Zur Pause stand es zwischen Stuttgart und Duisburg noch 0:0. In der 70. und 77. Minute gingen die Duisburger durch Hermann Steinhauer und Walter Fischer mit 2:0 in Führung. Die Stuttgarter kamen durch Rudolf Ahorn nach 84 Minuten noch zum 1:2.

Forst verlor gegen Leipzig mit 0:5. Vierfacher Torschütze war Paul Pömpner, der bis zur 72. Minute drei Tore erzielte und in der 85. Minute das fünfte schoss. Das 4:0 fiel durch Johannes Völckers nach 79 Minuten.

Der Titelverteidiger Holstein Kiel sollte im Viertelfinale gegen den norddeutschen Meister spielen und zog kampflos ins Halbfinale ein.

Halbfinale

Die Kieler gingen in der 17. Minute durch Hugo Fick in Führung, die durch den Duisburger Anton Bongartz nach 35 Minuten ausgeglichen wurde. Nach einer Stunde Spielzeit erzielte Heinrich Fischer den 2:1-Siegtreffer.

Leipzig ging in der 22. Minute durch Hans Dolge und in der 26. Minute durch Georg Richter mit 2:0 in Führung. Die Berliner verkürzten durch einen von Helmut Röpnack verwandelten Elfmeter nach 40 Minuten auf 2:1. Hans Dolge erzielte mit seinem zweiten Treffer in der 71. Minute den 3:1-Endstand.

Finale

Der VfB Leipzig qualifizierte sich zum fünften Mal für das Finale, der DSV war zum ersten Mal im Finale. Das Wetter war schlecht und es regnete stark.Geschichte des Duisburger Spielvereins Nach 9 Minuten verwandelte Eduard Pendorf einen Elfmeter zum 1:0. Nach einer viertel Stunde erhöhte Paul Pömpner auf 2:0. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeit. Dem Duisburger Kornelius Büscher unterlief nach einer Stunde ein Eigentor zum 3:0 für Leipzig. In der 75. Minute verkürzte Heinrich Fischer zum 3:1-Endstand. Damit gewann der VfB Leipzig zum dritten Mal die Deutsche Meisterschaft.

Die Meistermannschaft des VfB Leipzig Nachfolgend ist die Meistermannschaft mit Einsätzen und Toren der Spieler angegeben. VfB Leipzig 60px|Wappen des VfB Leipzig Tor: Johannes Schneider (3/-) Abwehr: Alfred Herrmann (3/-), Willy Völker (3/-) Mittelfeld: Curt Hesse  (3/-), Paul Michel (3/-), Eduard Pendorf (3/1) Sturm: Hans Dolge (3/2), Adelbert Friedrich (3/-), Paul Pömpner (3/5), Georg Richter (3/1), Johannes Völckers (3/1) Trainer: –

Torschützenliste Spieler Verein Spiele Tore 1. VfB Leipzig 3 5 2. Berliner TuFC Viktoria 89 2 3 3. Berliner TuFC Viktoria 89 2 2 Duisburger SpV 2 2 5. VfB Leipzig 3 2 6. FC Stuttgarter Kickers 1 1 FV Holstein Kiel 1 1 Kluger SV Prussia-Samland Königsberg 1 1 9. Duisburger SpV 2 1 Berliner TuFC Viktoria 89 2 1 11. Duisburger SpV 3 1 VfB Leipzig 3 1 VfB Leipzig 3 1 Duisburger SpV 3 1 VfB Leipzig 3 1

Literatur Geschichte des deutschen Fußballsports. Band III der Schriftenreihe des Deutschen Fußball-Bundes. Carl Koppehel, Verlag Wilhelm Limpert, Frankfurt 1954, 4., erweiterte Auflage ohne Jahresangabe. Deutsche Meisterschaft (1903-1923), IFFHS-Magazin Libero Nr. 36. International Federation of Football History & Statistics, Wiesbaden, II. Quartal 2002. Das Goldene Buch des Deutschen Fußballs. Hardy Grüne, Dietrich Schulze-Marmeling, Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2015.

Einzelnachweise

Kategorie:Deutsche Fußballmeisterschaft Kategorie:Fußballsaison 1912/13