Thomas Jahn (* 9. Juli 1965 in Hückelhoven, Hilfarth) ist ein deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor, Kameramann und Filmproduzent. Bekannt wurde er durch den Film Knockin’ on Heaven’s Door.

Leben Seinen Wehrdienst leistete Thomas Jahn 1990/91 beim Luftwaffenausbildungsregiment 2 in Budel/Niederlande. Dort wurde von ihm auch ein Dokumentarfilm über den Grundwehrdienst gedreht. Im Anschluss arbeitete Jahn als Taxifahrer, als er in einer Kölner Buchhandlung Til Schweiger auf seine Rolle in Der bewegte Mann ansprach. Nachdem Jahn erklärte, dass er selbst Drehbücher schreiben würde, forderte ihn Schweiger auf, ihm ein Drehbuch zu schicken, was Jahn dann auch tat. Das erste Drehbuch, das Jahn ihm schickte, nannte sich „American Dream“. Später übersandte Jahn ihm das Drehbuch zu Knockin’ on Heaven’s Door. Til Schweiger erklärte sich bereit, sich an der Produktion des Films zu beteiligen und setzte durch, dass Jahn die Regie führen durfte, obwohl dieser im professionellen Bereich noch keiner Erfahrungen gesammelt hatte.

Aufgrund des Stils von Knockin’ on Heaven’s Door wurde Jahn von einigen Medien zum deutschen Quentin Tarantino erklärt. Mit seinem zweiten Kinofilm Kai Rabe gegen die Vatikankiller landete Jahn allerdings einen Flop. Auch sein dritter Kinofilm, Auf Herz und Nieren, kam beim Publikum nicht an. 2009 wurde The Boxer als Low Budget-Film in nur zwölf Tagen englischsprachig in Berlin gedreht.Thomas Jahn boxt sich durch

Jahn arbeitet seit einigen Jahren beim Fernsehen, wo er unter anderem diverse Tatorte und zwei Filme für die Reihe Sperling im ZDF drehte. 2015 drehte Jahn als Regisseur und Kameramann den SAT1-Film Einstein und seit 2017 die daraus resultierende Serie.

Für das ZDF hob Jahn die deutsche Version der belgischen Serie Professor T. aus der Taufe. Professor T. ging 2018/19 in die dritte Staffel, für die Thomas Jahn nicht nur für Kamera und Regie verantwortlich zeichnet, sondern erstmals auch die Drehbücher schreibt.

Thomas Jahn ist mit seiner Firma HAT-Productions auch als Produzent tätig.

Filmografie Kino 1997: Knockin’ on Heaven’s Door 1998: Kai Rabe gegen die Vatikankiller 2001: Auf Herz und Nieren

Fernsehen 1998: Herzbeben 2004: Sperling – Sperling und die letzte Chance 2004–2006: Balko (sieben Folgen) 2005: Der Dicke (sieben Folgen) 2005: Sperling – Sperling und der Fall Wachutka 2007: Tatort – Engel der Nacht 2007–2010: Der Kriminalist (neun Folgen) 2008: 80 Minutes 2008: The Lost Samaritan 2009: The Boxer 2011: Einsatz in Hamburg – Der Tote an der Elbe 2012: Letzte Spur Berlin (2. Staffel)Letzte Spur Berlin – Staffel 2. Meyer, Tabatabai, Senn, Jahn. Der subjektive Blick & die Polizei als Lebensretter 2013: Tatort – Schwarzer Afghane 2015: Einstein 2015: Nur nicht aufregen! seit 2017: Einstein (Fernsehserie) 2017–2020: Professor T. (Fernsehserie)

Weblinks

Offizielle Homepage von Thomas Jahn

Einzelnachweise

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