Muntzenheim () ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass).
Geschichte Das Dorf wurde erstmals in einer Urkunde der Abtei von Munster vom 4. März 673 als „Monesensisheim“ erwähnt (Quelle: MGH DD Merov 1, 111) In einer Urkunde von 675 ist die Rede von König Childerich, der seine Güter im Ort an die Abtei Münster übereignet. Der französische Wikipedia-Beitrag enthält eine längere Namensliste, die die Veränderungen des Ortsnamens vom 7. bis ins 16. Jahrhundert aufzeigt, es fehlen aber urkundliche Nachweise. Papst Leo IX. weihte hier neun Altäre (einer nicht genannten Kirche) ein, sein Besuch wird in einer Abschrift von 1319 auf das Jahr 1049 datiert (Quelle: Regesta Imperii III,5,2, 695).
Das Dorf gehörte zur Herrschaft Horburg, die 1324 von den Württembergern erworben wurde. Diese führten die Reformation ein. Der Ort blieb württembergisch bis zur Revolution und ging 1793 an Frankreich.
Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Munzenheim als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Colmar im Bezirk Oberelsaß zugeordnet. Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der Ort am 31. Januar 1945 von der 5. Panzerdivision von der Naziherrschaft befreit.
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2017 Einwohner 426 366 411 527 844 860 912 1013 1257 Quelle: Gemeindeverzeichnis,1910: Cassini und INSEE
Bauwerke Liste der Monuments historiques in Muntzenheim Kirche Sankt Urban: Rechteckiger flachgedeckter Saal mit gewölbtem Turmchor. Schiff wohl 11. Jahrhundert, der Turm 13. Jahrhundert. Im Chor eine gotische Piscina.
Literatur Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Band 1. Flohic Editions, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 120–122.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort in Grand Est Kategorie:Ersterwähnung 675