Husseren-les-Châteaux (deutsch Häusern) ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass).
Geografie Husseren-les-Châteaux liegt am Fuß der Vogesen, etwa sieben Kilometer südwestlich von Colmar im Elsass. Das Gemeindegebiet gehört zum Regionalen Naturpark Ballons des Vosges. Husseren ist der höchstgelegene Ort der Elsässer Weinstraße. Das Gemeindegebiet wird von dem der Gemeinde Eguisheim umschlossen.
Geologie Das Dorf und sein Rebhang liegen auf Sedimenten der tertiären Rheingrabenfüllung, also Schichten, die erst beim Einsinken des Grabens in diesem abgelagert wurden. Unmittelbar westlich des Dorfes verläuft eine N-S-Verwerfung, hinter der sich die bewaldeten Buntsandsteinschollen des Schlossbergs und des Hohburg-Rückens erheben. Diese sind in den Graben als Randschollen versenkte Bruchstücke des Deckgebirges, das einst auch die Vogesen bedeckte, auf deren Höhen aber längst der Abtragung zum Opfer gefallen ist. Eine weitere NO-SW-streichende große Verwerfung trennt diese Vorbergzone von dem hier aus Granit bestehenden Grundgebirgsmassiv der Vogesen, an dem die Gemarkung nur mit ihrem nordwestlichsten Zipfel Anteil hat.
Geschichte Auf der Gemarkung fanden sich Spuren vorgeschichtlicher Besiedlung. Urkundliche Ersterwähnung 1247als Hüseren. Von den drei Burgen über Husseren, den drei Exen, befinden sich die Weckmund und die Wahlenburg auf der Gemarkung Husserens. Das Dorf war als bischöflich straßburgisches Lehen im Besitz der Herren von Hattstatt, später der Schauenburger.
Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Husseren-les-Châteaux als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich (Kreis Colmar im Bezirk Oberelsaß), Husseren wurde zum Ende des Zweiten Weltkriegs erst am 4. Februar 1945 durch Truppen der 1. französischen Armee unter General de Lattre de Tassigny von der Naziherrschaft befreit. Dies geschah im Zuge der Endoffensive der Alliierten gegen den von den Deutschen noch immer hartnäckig verteidigten Brückenkopf Elsass (poche de Colmar).
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2014 Einwohner 436 309 333 367 362 377 397 501 488
Sehenswürdigkeiten Hoh-Egisheim: Die Burgruinen der Burgengruppe Drei Exen. Von den drei Burgen Dagsburg, Weckmund und Wahlenstein befinden sich die beiden letzteren auf Husserens Gemarkung. Die Dagsburg ist die älteste Burg. Ursprünglich eine Wehranlage des 11. Jahrhunderts der Grafen von Egisheim. Nach 1226 im Besitz des Bistums Straßburg. Im Sechs-Plappertkrieg 1466 von den Bürgern von Mühlhausen, Kaysersberg und Türckheim zerstört. Buckelquader weisen auf eine stauferzeitliche Entstehung hin. Kirche St. Pankratius (Église Saint-Pancrace), 1884/85 in schlichten neugotischen Formen errichtet. Gute neugotische Innenausstattung aus einer Münchner Werkstatt.
mini|hochkant 1.45|Blick auf Husseren, im Hintergrund die Drei Exenmini|hochkant 1.1|Kirche St. Pankratius
Literatur Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 2, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 1323–1326.
Weblinks
Nachweise
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