mini|hochkant|D’Alessio (2008) Gigi D’Alessio (* 24. Februar 1967 in Neapel als Luigi D’Alessio) ist ein italienischer Cantautore und Sänger. Er ist der bekannteste Vertreter der neapolitanischen musica neomelodica.
Biografie Seine ersten Erfahrungen mit der Musik machte D’Alessio mit dem Akkordeon, das ihm sein Vater im Alter von vier Jahren geschenkt hatte. Mit zwölf Jahren schrieb er sich am Konservatorium ein. Nachdem er einige Texte für mehrere neapolitanische Sänger geschrieben hatte, trat er selbst als Pianist von Mario Merola in Erscheinung, mit dem zusammen er das Lied Cient’anne – Titellied des gleichnamigen Films – schrieb und interpretierte. 1992 brachte er sein Debütalbum Lasciatemi cantare heraus. Mit Liedern wie Fotomodelle un po’ povere, Annaré, Anna se sposa gelangen ihm in den nächsten Jahren erste italienweite Erfolge. Damit wurde er zum ersten Vertreter der musica neomelodica, der sich auf der nationalen Bühne behaupten konnte.
mini|Gigi D’Alessio mit Mario Trevi und Aurelio Fierro (1998) Im Jahr 2000 nahm der Musiker erstmals am Sanremo-Festival teil. Mit dem Lied Non dirgli mai belegte er am Ende jedoch nur den zehnten Platz. Das in der Folge veröffentlichte Album Quando la mia vita cambierà erreichte erstmals die Top fünf der Charts. Außerdem folgte eine Tournee, die D’Alessio auch ins Ausland führte. Schon im nächsten Jahr nahm er erneut am Sanremo-Festival teil, wobei sein Lied Tu che ne sai nicht über den achten Platz hinauskam. Das folgende Album Il cammino dell’età konnte jedoch die Chartspitze erreichen.
Den Nummer-eins-Erfolg konnte er schon 2002 mit dem nächsten Album Uno come te wiederholen. Das Album hatte er mit der Hilfe internationaler Musiker wie Pino Palladino oder Vinnie Colaiuta produziert. Die Single Un nuovo bacio, ein Duett mit der damals fünfzehnjährigen Anna Tatangelo, die gerade in der Newcomer-Kategorie des Sanremo-Festivals gewonnen hatte, brachte D’Alessio erstmals in die Top 10 der Singlecharts. 2003 veröffentlichte er sein erstes Best-of-Album Buona vita. Nach dem nächsten Album Quanti amori nahm er 2005 erneut am Sanremo-Festival teil, wobei er mit L’amore che non c’è den zweiten Platz in der Kategorie Männer belegte; das Lied fand Eingang in eine Sonderedition des Albums. Ende des Jahres folgte das Livealbum Buonincoro.
2006 wurde bekannt, dass D’Alessio in einer Beziehung mit der zwanzig Jahre jüngeren Anna Tatangelo war, woraufhin er die Trennung von seiner Frau Carmela – mit der er drei Kinder hatte – bekanntgab (die Scheidung erfolgte erst 2014). Außerdem erschien sein Album Made in Italy, das wieder auf Platz eins der Charts gelangte. Die Single Primo appuntamento wurde sein erster Nummer-eins-Hit, außerdem gelang der Single Un cuore malato dank der Zusammenarbeit mit Lara Fabian ein Erfolg im französischsprachigen Raum. Nach der Kompilation Mi faccio in quattro (2007) veröffentlichte D’Alessio 2008 das nächste Album Questo sono io. Nach der EP 6 come sei im Folgejahr trat der Sänger 2010 in einer eigenen Musikshow namens Gigi, questo sono io auf RAIUno in Erscheinung. Im selben Jahr brachte er die zweite EP Semplicemente sei heraus, die ihn erneut an die Chartspitze beförderte. Darauf enthalten war auch ein Lied anlässlich der Geburt seines ersten Sohnes von Anna Tatangelo, Andrea.
Zum vierten Mal nahm D’Alessio 2012 am Sanremo-Festival teil: Im Duett mit Loredana Bertè präsentierte er das Lied Respirare, das im Finale Platz vier erreichte. Im Anschluss erschien sein Album Chiaro. Es folgten Ora (2013) und Malaterra (2015). Das Sanremo-Festival 2017 stellte die fünfte Wettbewerbsteilnahme des Musikers dar. Dort präsentierte er das Lied La prima stella, das auf dem Album 24 febbraio 1967 enthalten war. 2019 war er als Coach bei der Castingshow The Voice of Italy tätig und begleitete die Teilnehmerin Carmen Pierri zum Sieg. Mit der Single Quanto amore si dà in Zusammenarbeit mit dem Rapper Guè Pequeno kündigte er im selben Jahr sein neues Album Noi due an. Ende des Jahres moderierte er mit Vanessa Incontrada die Show 20 anni che siamo italiani auf Rai 1.
Beim Sanremo-Festival 2020 trat D’Alessio als Gast auf, im September 2020 veröffentlichte er sein nächstes Album Buongiorno, auf dem er zusammen mit zahlreichen neapolitanischen Rappern (darunter Clementino, Geolier und Rocco Hunt) einige seiner großen Hits neu präsentierte. Das Album erreichte die Spitze der italienischen Charts und wurde 2021 in einer erweiterten Version neu aufgelegt. Ab 2020 war der Sänger Coach bei der Castingshow The Voice Senior.
Sein Sohn Luca D’Alessio (* 2003) ist ebenfalls Sänger.
Diskografie
Studioalben 1992: Lasciatemi cantare 1993: Scivolando verso l’alto 1994: Dove mi porta il cuore 1995: Passo dopo passo 1996: Fuori dalla mischia 1998: È stato un piacere
Gemeinschaftsalben
Livealben
Weitere Livealben 1998: Tutto in un concerto 2011: Tu vuò fa l’americano 2012: Primera fila (spanischsprachig) 2014: Ora dal vivo
Kompilationen
Weitere Kompilationen 2010: 3 x te
EPs
Singles (Auswahl)
Weitere Singles 1995: Annarè (feat. J-Ax, IT: ) 1999: Una magica storia d’amore (IT: ) 2000: Non dirgli mai (IT: ) 2001: Tu che ne sai 2001: Mon amour (IT: ) 2002: Io vorrei (IT: ) 2004: Napule (IT: ) 2006: Brividi d’amore 2009: Mezzanotte e un minuto 2012: Chiaro 2012: Sono solo fatti miei 2012: Io sarò per te (Reaching in to You) 2013: Ora 2013: Notti di lune storte 2014: Cosa te ne fai di un altro uomo 2014: Occhi nuovi 2014: Vivi 2014: Una lunga sera 2015: Malaterra 2015: ’O Sarracino 2015: Guaglione 2015: ’A città ’e Pulecenella 2016: Torna a Surriento 2016: ’O core e na femmena 2016: Io mammeta e tu 2017: T’innamori e poi 2017: Benvenuto amore 2017: Emozione senza fine 2019: Domani vedrai 2019: L’ammore 2019: Come me 2020: Non solo parole 2020: Como suena el corazon 2021: Guagliune 2021: Assaje
Bibliografie Gigi D’Alessio: Non c’è vita da buttare. Arnoldo Mondadori Editore, Mailand 2004, ISBN 88-04-50282-7. Gigi D’Alessio: Come in un film. Aliberti editore, Reggio Emilia 2007, ISBN 978-88-7424-211-5. Gigi D’Alessio: Questo sono io. Arnoldo Mondadori Editore, Mailand 2009, ISBN 88-04-59125-0.
Weblinks
Offizielle Internetpräsenz Schweizerische Fansite
Belege
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