mini|Der Ort Saariselkä vom Fjell Iisakkipää gesehen Saariselkä (finnisch []) oder Suoločielgi (nordsamisch) ist ein Wintersportort und Fjellgebiet im finnischen Teil Lapplands.

Der Name Saariselkä bezeichnet neben dem Ort auch das weitläufige Fjellgebiet, zu dem unter anderem der Berg Kiilopää gehört und das sich ostwärts bis zur russischen Grenze erstreckt. Es ist gänzlich unbewohnt und gehört zum Nationalpark Urho Kekkonen. Die höchste Erhebung ist der 718 Meter hohe Fjell Sokosti im Gemeindegebiet von Sodankylä.

Lage Der Ort Saariselkä liegt im Süden der Gemeinde Inari, ca. 30 km südlich des Hauptortes Ivalo an der Staatsstraße 4 und hat 311 Einwohner.Stand 31. Dezember 2005, (finn.) Es handelt sich um einen touristisch bedeutsamen Wintersportort mit ca. 10.600 Bettenplätzen. Mit über 240.000 Übernachtungen pro JahrStand 2003, Lapin liitto: Tourism in Finland and Lapland (englisch), S. 77. ist Saariselkä das größte Ferienzentrum Finnisch-Lapplands. Neben Hotels und Restaurants befinden sich in dem Dorf ein Supermarkt, eine Filiale des staatlichen Alkoholverkäufers Alko, ein Bankautomat, eine Tankstelle und eine Kapelle. An den Hängen der angrenzenden Fjells Kaunispää und Iisakkipää befinden sich elf Skipisten, davon sind fünf beleuchtet. Wegen seiner natürlichen Begebenheiten verfügt Saariselkä über weniger und kürzere Pisten als andere nordfinnische Skisportzentren wie Levi.

Skilanglauf ist auf dem 230 km langen Loipennetz (davon 34 km beleuchtet) möglich. Südlich des Ortes liegt am gleichnamigen Fjell Kiilopää das vom finnischen Sport- und Freizeitverband Suomen Latu betriebene Hotel- und Freizeitzentrum Suomen Latu Kiilopää. Es ist an das Loipennetz von Saariselkä angeschlossen; beleuchtete Loipen führen von Kiilopää bis nach Saariselkä. Kiilopää ist zugleich ein Ausgangspunkt für Wanderungen und andere Outdoor-Aktivitäten im Nationalpark Urho Kekkonen.

Der Ort zieht neben den Skifahrern im Winter auch viele Naturtouristen im Sommer und Herbst an, sodass die Saisonalität weniger stark ausgeprägt ist als in vielen anderen Touristenzentren Lapplands: Die Hauptsaison ist die Skisaison im März und April mit jeweils knapp 34.000 Übernachtungen, aber auch im Juli und September werden jeweils rund 25.000 Übernachtungen registriert.Stand 2003, Lapin liitto: Tourism in Finland and Lapland (englisch), S. 87.

Name Die beiden amtlichen Namen, finnisch Saariselkä und nordsamisch Suoločielgi sowie inarisamisch Suáluičielgi skoltsamisch Suâlčie ́lj, lassen sich alle als „Inselrücken“ lesen.

Der Name hat sich heute zur Bezeichnung des Bergrückens östlich und südlich des Fjellgebiets Raututunturit (im heutigen Nationalpark Urho Kekkonen) etabliert, bezeichnete vom 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts jedoch den gesamten Landrücken zwischen den Einzugsgebieten des Flusses Kemijoki und Paatsjoki, der sich zwischen den Fjells Peltotunturi und Talkkunapää erstreckt und noch weiter ostwärts bis ins heutige Russland reicht. Saariselkä wird auch manchmal als Fortsetzung der östlichen finnischen Wasserscheide (Maanselkä) angesehen.

Historisch belegt sind die Schreibungen Solenselckij 1593 (1551), Suollosielgie 1714, Sarisälkä 1738 sowie noch 1893 Suoloselkä. Der heutige finnische Name geht demnach auf eine Lehnübersetzung aus dem Samischen zurück.

Das ursprüngliche Motiv der Benennung des samischen Ortsnamens ist nicht ganz eindeutig; gewöhnlich wird jedoch darauf verwiesen, dass das Fjellgebiet gleichsam eine „Insel“ in einer ansonsten bewaldeten Landschaft bildet.

Weblinks

saariselka.fi

Einzelnachweise

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