Brian Herman Thomas Redman (* 9. März 1937) ist ein ehemaliger britischer Automobilrennfahrer. Nach widersprüchlichen Quellen ist er in Burnleymotorsportarchiv.de: oder Colnehttps://www.oldracingcars.com/driver/Brian_Redman (beides in Lancashire, England) geboren.

Karriere

Zwischen 1968 und 1974 nahm Redman an insgesamt 12 Formel-1-WM-Läufen teil. Sein bestes Ergebnis war der dritte Platz mit seinem Cooper-B.R.M. beim Grand Prix von Spanien 1968 hinter Graham Hill und Denis Hulme. Redman erreichte insgesamt acht WM-Punkte. Ein schwerer Unfall beim Großer Preis von Belgien 1968 Anfang Juni mit Armbruch und Verbrennungen zwang ihn zu einer mehr als ein Jahr langen F1-Pause.

mini|links|Brian Redman 1972 im Ferrari 312PB beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring Offensichtlich wohler fühlte er sich bei den Rennen zur Sportwagen-Weltmeisterschaft. In der Sportwagen-Weltmeisterschaft 1968 war er bei JWA und steuerte bis zum Unfall die ersten zwei der fünf Siege des Ford GT40 bei. Im Herbst fuhr er einige Rennen auf Chevron B8, u. a. beim 1000-km-Rennen von Paris 1968, und in den Folgejahren viele 500km-Wettbewerbe im Zweiliter-Chevron B16. Porsche heuerte ihn an für die Sportwagen-Weltmeisterschaft 1969, setzte ihn meist zusammen mit Jo Siffert in den offenen 908/02, wobei nicht weniger als fünf Gesamtsiege erreicht wurden. Als Porsche-Werksfahrer musste Redman auch die Targa Florio erlernen. In der Sportwagen-Weltmeisterschaft 1970 war er beides, Werksfahrer bei Porsche und JWA, in 917K und 908/03 war er an vier Gesamtsiegen beteiligt. Bei den ersten Läufen der Sportwagen-Weltmeisterschaft 1971 war Redman noch bei Martini am 917-Steuer aber sein Feuerunfall bei der Targa Florio 1971 beendeten die Werkseinsätze für Zuffenhausen Mitte Mai. Nach Genesung fuhr er im August u. a. Interserie und gewann im November im Werks-Ferrari 312PB in Kyalami.

Nennenswerte Erfolge 1970 waren der Gewinn der Targa Florio 1970 auf Porsche 908/03 mit Siffert und der Gewinn des 24-Stunden-Rennen von Daytona 1970 auf einem JWA-Porsche 917K zusammen mit Pedro Rodríguez und Leo Kinnunen. Es folgten später der zweimalige Gewinn des 12-Stunden-Rennens von Sebring 1975 und 1978. 1973 gewann Redman zusammen mit Jackie Ickx das 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring in einem Ferrari 312P.

In seiner Karriere bestritt er 268 Sportwagenrennen. Mit 54 Gesamtsiegen bei nationalen und internationalen Rennen war er einer der erfolgreichsten Sportwagenpiloten der Motorsportgeschichte. Zu den Siegen kam 31 zweite und 24 dritte Plätze.

Neben den Rennen betätigte er sich als Instruktor in Rennschulen und hatte auch ein F3000-Team. Er ist Mit-Herausgeber eines Automagazins und lebt in Florida, USA. Bei historischen Rennen fährt er noch selbst mit. Er betreibt eine Vermarktungsagentur International Events.

Statistik Statistik in der Automobil-Weltmeisterschaft Einzelergebnisse Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 1968 DNF 3 DNF 1970 DNS DNS DNQ 1971 7 1972 5 9 5 DNF 1973 DSQ 1974 7 18* DNF

Le-Mans-Ergebnisse

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 1967 John Wyer Automotive Ford GT40 Mk.I Ausfall Wagenbrand 1969 Hart Ski Racing Porsche 908/02 LH Jo Siffert Ausfall Getriebeschaden 1970 John Wyer Automotive Porsche 917K Jo Siffert Ausfall Motorschaden 1973 Ferrari 312PB Jacky Ickx Ausfall Motorschaden 1976 BMW 3.0 CSL Peter Gregg Ausfall Defekt an der Ölpumpe 1978 Dick Barbour Racing Porsche 935/77 Dick Barbour John Paul senior Rang 5 und Klassensieg 1979 Porsche 936 Jacky Ickx disqualifiziert 1980 Dick Barbour Racing Porsche 935K3 Dick Barbour Rang 5 und Klassensieg 1982 Cooke Racing - Malardeau Lola T610 Ralph Kent-Cooke Jim Adams Ausfall kein Benzin 1984 Jaguar Group 44 Jaguar XJR-5 Doc Bundy Bob Tullius Ausfall Getriebeschaden 1985 Jaguar Group 44 Jaguar XJR-5 Hurley Haywood Jim Adams Ausfall Kupplungsschaden 1986 Jaguar XJR-6 Hurley Haywood Hans Heyer Ausfall kein Benzindruck 1988 Porsche 962C Jean-Pierre Jarier Eje Elgh Rang 10 1989 Aston Martin Aston Martin AMR1 Costas Los Michael Roe Rang 11

Sebring-Ergebnisse

Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 1968 J. W. Engineering Ford GT40 Jacky Ickx Ausfall Kupplungsschaden 1969 Porsche 908/02 Jo Siffert Ausfall Chassis gebrochen 1970 Porsche System Engineering Ltd. Porsche 908/02 Jo Siffert Leo Kinnunen Ausfall Unfall 1972 Ferrari 312PB Clay Regazzoni Ausfall Batterie 1975 BMW 3.0 CSL Allan Moffat Hans-Joachim Stuck Sam Posey Gesamtsieg 1978 Dick Barbour Performance Porsche 935 Charles Mendez Bob Garretson Gesamtsieg 1979 Busch Beer Racing Porsche 935 Charles Mendez Rang 2 1980 Mendez/Woods/Akin Porsche 935K3 Charles Mendez Paul Miller Ausfall Motorschaden 1981 Cooke Woods Racing Garretson Enterprises Porsche 935K3 Bobby Rahal Bob Garretson Rang 17 1984 Group 44 Jaguar XJR-5 Pat Bedard Rang 11 1985 Group 44 Jaguar XJR-5 Hurley Haywood Ausfall Motorschaden 1986 Group 44 Jaguar XJR-7 Hurley Haywood Vern Schuppan Ausfall Ventilschaden 1987 Primus Motorsport Porsche 962 Chris Kneifel Elliott Forbes-Robinson Rang 3 1991 Mazda Mazda RX-7 John O’Steen Price Cobb Rang 12

Einzelergebnisse in der Sportwagen-Weltmeisterschaft

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 1966 Nick CussonsPeter Sutcliffe Ford GT40 9 4 1967 Peter SutcliffeJW AutomotiveDavid Bridges Ford GT40Chevron B5 6 DNF DNF 1968 JW Automotive Ford GT40 DNF DNF 1 DNF 6 1 1969 PorscheHart Ski RacingDavid Piper Porsche 908Porsche 917 DNF DNF 1 1 33 1 1 DNF 1 3 1970 JW Automotive Porsche 917Porsche 908 1 DNF DNF 12 1 1 DNF DNF 2 1 1971 Martini RacingJW Automotive Porsche 917Porsche 908 DNF DNF 1972 Scuderia Ferrari Ferrari 312PB 2 12 DNF 5 DNF 1 2 1 DNF 1973 Scuderia Ferrari Ferrari 312PB 3 2 1 DNF DNF 1 DNF 3 2 1974 AutodeltaChevron Cars Alfa Romeo Tipo 33Chevron B26 9 4 1975 BMW Motorsport BMW 3.0 CSL 50 6 1976 Schnitzer BMW 3.0 CSLBMW 3.5 CSL DNF DNF 1978 Barbour RacingVasek Polak Racing Porsche 935 1 5 8 1979 Barbour RacingBeer RacingPorscheGelo RacingWhittington Brothers Porsche 935Porsche 936 26 2 6 DNF 3 DNF 8 DNF 1980 Racing AssociatesJLP RacingPreston HennBarbour Racing Porsche 935 39 DNF 7 3 DNF 5 3 1 5 1981 Garretson RacingCooke Racing Porsche 935Lola T600 1 17 3 2 2 1982 Cooke Racing Lola T610 DNF 1984 Jaguar Group 44 Jaguar XJR-5 DNF 1985 Jaguar Group 44 Jaguar XJR-5 DNF 1986 Jaguar Jaguar XJR-6 DNF 1988 Schuppan Racing Porsche 962 10 17 1989 Aston Martin Aston Martin AMR1 17 4 8 7 7 8

Literatur

Christian Moity, Jean-Marc Teissèdre, Alain Bienvenu: 24 heures du Mans, 1923–1992. Éditions d’Art, Besançon 1992, ISBN 2-909-413-06-3.

Weblinks

Brian Redman bei Racing Sports Cars

Einzelnachweise

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