mini|hochkant|Heinrich Fleige, Relief an seinem Geburtshaus in Rietberg mini|hochkant=0.6|Franz von Fürstenberg, Bronze, Münster Heinrich Fleige (* 21. Mai 1840 in Rietberg; † 21. Mai 1890 in Münster) war ein deutscher Bildhauer. Er war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Münster und dem umgebenden Münsterland tätig. Fleige war auch als Restaurator tätig.Abschnitt: Der Bildhauer Heinrich Fleige In: Westfälische Nachrichten. 16. April 2017.
Wirken Fleige war der Sohn eines Schmieds aus Rietberg. Er war als Student seit dem 5. Mai 1862 in der Bildhauerklasse der Münchner Akademie der Bildenden Künste eingeschrieben.01849 Heinrich Fleige. In: Matrikelbuch 1841–1884. Er betrieb später in Münster ein Atelier, in dem überwiegend Baumberger Sandstein für die Herstellung von Skulpturen oder für Kreuzwegstationen verwendet wurde. Einer seiner Lehrlinge war der aus Ascheberg stammende Anton Rüller. Dieser übernahm nach Fleiges Tod 1890 die Werkstatt. Bildhauer wie Peter Pöppelmann, Ludwig Nick (1873–1936), Hermann Hidding (1877–1881) und im Anschluss Wilhelm Haverkamp (1881–1883) wurden von Fleige ausgebildet.
Fleige hatte eine jüngere Schwester Maria Specht (1850–1927).Günter Scholz: Relief Anna Katharina Emmericks von Heinrich Fleige (1840–1890). In: Dülmener Heimatblätter. Heft 2, Jahrgang 54, 2007, S. 102 ff. ( PDF, mit einem Foto der Geschwister Fleige). Er hatte zudem eine Tochter Theresia. mini|Ruhestätte auf dem Zentralfriedhof Münster Die Ruhestätte der Familie Heinrich Fleige befindet sich auf dem Zentralfriedhof Münster.
Werk mini|hochkant=0.6|Annette von Droste-Hülshoff, Burg Hülshoff bei Münster 1870: 12 Apostel im Chor der St.-Mauritz-Kirche in Münster 1871–1890: Kreuzweg in Kevelaer 1872: Kreuzweg in Nottuln 1875: Bronzestandbild des Ministers Franz von Fürstenberg in Münster 1876: Ölgarten in der Kreuzkapelle der St.-Aegidii-Kirche in Münster 1878: Kreuzweg in Venen 1882: Ölbergaltar in der Kirche Sankt Martinus in Much 1885: Skulpturengruppe des Erzengels Michael im Portaltympanum der Michaelskirche in Kolding 1888: Kreuzweg in der Propsteikirche St. Johann in Bremen 1889: Pietà in der Lambertikirche in Münster 1889: Ludgerusbrunnen in Münster 1885: 14 Kreuzwegstationen bestimmt für St. Dionysius (Rheine), jedoch aus statischen Gründen in St. Mariä Heimsuchung (Hauenhorst) installiert. 1896: Denkmal für Annette von Droste-Hülshoff in Münster (Gemeinschaftsarbeit mit dem Münsteraner Bildhauer Anton Rüller) 1896: Kreuzweg in der St.-Margareten-Kirche in Ostenfelde Moses im Rathausgiebel in Münster Ausgestaltung der Pfarrkirche St. Laurentius in Senden: Figuren des Chorraumes (Petrus, Ludgerus, Laurentius und Paulus) Figuren an den vorderen Säulen des Chorraumes (Herz Jesu und Herz Mariä) Kerzentragende Engelgruppen an der Chorwand neben dem Sakramentsturm
Literatur
Peter Lingens: Kulturkampf mit künstlerischen Mitteln. Der Bildhauer Heinrich Fleige (1840–1890) und seine Werke in Kevelaer. In: Geldrischer Heimatkalender 2005. 2006, S. 224–230. Günter Scholz, 'Relief Anna Katharina Emmericks von Heinrich Fleige (1840–1890)' (mit Bildnisphoto), Dülmener Heimatblätter, Heft 2, Jahrgang 54, 2007, S. 102ff. Andreas Priever: Karl der Große, Bismarck und die Licht- und Schattenseiten des Kulturkampfs im Bistum Münster. Kirchliche Kunst als Medium der Konfliktbewältigung. In: Westfälische Zeitschrift – Zeitschrift für vaterländische Geschichte und Altertumskunde 171 (2021), S. 57–106
Einzelnachweise
Weblinks
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