mini|Manny Ziener auf einer Fotografie von Alexander Binder mini|Manny Ziener (um 1918) Manny Ziener (* 5. Oktober 1881 als Amanda Margarethe Elise Emma Lemke in Berlin; † 4. Mai 1972 ebenda) war eine deutsche Schauspielerin.
Leben und Wirken Die geborene Amanda Lemke war eine Tochter des Hausdieners Hermann Lemke und seiner Frau Bertha, geb. Kusch.Landesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Berlin XII, Nr. 2200/1881 (online auf Ancestry, kostenpflichtig). 1906 heiratete sie den Schauspieler Bruno Ziener. Seit ihrem künstlerischen Einstand in der Spielzeit 1903/04 am Berliner Metropol-Theater als Diseuse / Sängerin und Schauspielerin stand sie als Manny Lemke auf Berliner Bühnen, nach ihrer Eheschließung mit Ziener als Manny Ziener. Seit 1912 trat die Künstlerin auch als Filmdarstellerin in Erscheinung. Auf der Bühne wie beim Film spielte sie vorwiegend in Komödien und mimte in Nebenrollen etwas derbe junge Frauen. An der Volksbühne war sie öfter als Kabarettistin zu sehen.
In den 20er Jahren war Manny Ziener fast ausschließlich Theaterschauspielerin, in den 30er Jahren kehrte sie aber als Nebendarstellerin auf die Leinwand zurück. In Meine Freundin Barbara (1937) verkörperte sie die Mutter der Hauptdarstellerin Grethe Weiser. Ziener arbeitete auch für den Hörfunk. Sie starb am 4. Mai 1972 in Berlin im Alter von 90 Jahren.
Filmografie 1912: Die Mauritiusmarke 1912: Die Dame in Schwarz 1913: Wer ist der Täter? 1913: Aus eines Mannes Mädchenzeit 1913: Hurrah! Einquartierung! 1913: Ein medizinisches Rätsel 1913: Die schwarze Kugel oder Die geheimnisvollen Schwestern 1913: Zwei Tage im Paradies 1913: Richard Wagner 1914: Um ein Haar 1914: Die große Sünderin 1914: Fräulein Leutnant 1914: Das Vaterland ruft 1914: Die zerbrochene Puppe 1914: Er rechts – sie links 1915: Onkels Erbe 1915: Schipp schipp hurrah! 1915: Unverstanden – Die Tragödie eines Kindes 1915: Der Krieg brachte Frieden 1915: Liebe und Alkohol 1915: Die zerbrochene Puppe 1915: Die Austernperle 1915: Sein erstes Kind 1915: Die Enterbten 1916: Ein goldenes Geschäft 1916: Teddy … sein Diener 1916: Wie Teddy zu einer Frau kam 1916: Die Laune einer Modekönigin 1916: Der Millionenschuster 1916: Der Schloßschrecken 1916: Homunkulieschen 1916: John Rool 1917: Lola, die Schlangentänzerin 1919: Aus eines Mannes Mädchenjahren 1921: Miß Venus 1933: Die Herren vom Maxim 1935: Der blaue Diamant 1935: Eine Seefahrt, die ist lustig 1936: Die Hochzeitsreise (Kurzfilm) 1936: Karo König (Kurzfilm) 1936: Maria, die Magd 1936: Onkel Bräsig 1937: Der Lachdoktor 1937: Gabriele: eins, zwei, drei 1937: Meine Freundin Barbara 1939: Die Reise nach Tilsit 1940: Zwischen Hamburg und Haiti 1944: Nora 1945: Die Jahre vergehen 1955: Oberwachtmeister Borck 1964: Pension Spreewitz (TV-Serie, Folge: Alles für die Katz)
Hörspiele 1962: Thierry: Pension Spreewitz (Ein Raubüberfall wird verhindert, Folge 118, Erstsendung 1. September 1962) – Regie: Ivo Veit (RIAS Berlin) 1964: Erdmann Graeser: Die Koblanks. Damals war's – Geschichten aus dem alten Berlin (Frau Zumpe, Krämersfrau) (Geschichte Nr. 1 in 12 Folgen) – Regie: Ivo Veit (RIAS Berlin) ? : Alf Tamin: Hilfe – Meine Frau will mein Bestes. Ein ehelicher Stoßseufzer – Regie: Werner Oehlschläger (RB)
Literatur Kay Weniger: Das große Personenlexikon des Films. Die Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Produzenten, Komponisten, Drehbuchautoren, Filmarchitekten, Ausstatter, Kostümbildner, Cutter, Tontechniker, Maskenbildner und Special Effects Designer des 20. Jahrhunderts. Band 8: T – Z. David Tomlinson – Theo Zwierski. Schwarzkopf & Schwarzkopf, Berlin 2001, ISBN 3-89602-340-3, S. 539 f.
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Anmerkungen und Einzelnachweise
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