mini|Gypsy Rose Lee 1937 miniatur|Gypsy Rose Lee 1956 fotografiert von Fred Palumbo

Gypsy Rose Lee, eigentlich Rose Louise Hovick (* 8. Januar 1911Auf ihrem Totenschein wird als Geburtsdatum der 9. Januar 1914 angegeben; ihre Geburtsurkunde gibt allerdings den 8. Januar 1911 an. in Seattle; † 26. April 1970 in Los Angeles) war eine US-amerikanische Schauspielerin, Schriftstellerin und berühmte Darstellerin in Burlesque-Shows.

Leben Rose Louise Hovick wurde zusammen mit ihrer Schwester Ellen, die später als June Havoc bekannt wurde, von ihrer Mutter Rose Thompson Hovick früh zum Showbusiness geführt. Die Schwestern traten in Vaudeville-Shows auf, stets noch unter Einfluss der dominierenden Mutter. Rose stand zunächst im Schatten ihrer Schwester June. Als das Vaudeville altmodisch wurde und gröbere Arten der Unterhaltung aufkamen, profilierte sich Rose im Genre des Burlesque. Ihre zugleich ordinäre und kultivierte Art und ihr Humor machten sie zum Star der New Yorker Burlesque-Shows der Minsky-Brüder.

Nach ihrer Heirat mit dem Techniker und Filmproduzenten Michael Todd erschien sie in vielen seiner Filme. Als Schriftstellerin verfasste sie 1941 den Roman The G-String Murders, der 1943 als Lady of Burlesque mit Barbara Stanwyck verfilmt wurde. 1943 war sie Teilnehmerin der Exhibition by 31 Women in der Galerie Art of This Century von Peggy Guggenheim in New York City. Aus ihrer Beziehung mit dem Filmregisseur Otto Preminger ging ein Sohn hervor. 1957, nach dem Tod der Mutter, gab Rose ihre Memoiren unter dem Titel Gypsy heraus, in denen sie die übermächtige Mutter porträtierte, der später auch ein Mord vorgeworfen wurde. Dies diente Jule Styne, Stephen Sondheim und Arthur Laurents als Vorlage für ihr Musical Gypsy: A Musical Fable (1959), das 1962 ebenfalls unter dem Titel Gypsy – Königin der Nacht erfolgreich verfilmt wurde.

Als lebende Legende trat Rose in ihren letzten Jahren in Fernsehfilmen und Talkshows auf. Sie starb an Krebs.

Werke mini|Gypsy Rose Lee und Frank Rasky, 1955 Film 1937: You Can’t Have Everything 1937: Ali Baba geht in die Stadt (Ali Baba Goes to Town) 1938: Sally, Irene and Mary 1938: Battle of Broadway 1938: My Lucky Star 1943: Stage Door Canteen 1944: Belle of the Yukon 1952: Babes in Bagdad 1958: Die blonde Venus (Screaming Mimi) 1958: Sumpf unter den Füßen (Wind Across the Everglades) 1963: Die verlorene Rose (The Stripper) 1966: Immer Ärger mit den Engeln (The Trouble with Angels) 1968: Around the World of Mike Todd

Fernsehen Think Fast, 1949 The Gypsy Rose Lee Show, 1958 Who Has Seen the Wind?, 1965 Gypsy, 1965 Batman, 1966 The Pruitts of Southampton, 1966 The Over-the-Hill Gang, 1969

Literatur The G-String Murders (Roman), 1942 Mother Finds a Body (Roman), 1942 The Naked Genius (Theaterstück), 1943 Doll Face (Theaterstück), 1945 Gypsy, A Memoir, 1957

Veröffentlichung Gypsy - The Art of the Tease, Series: Icons of America, Rachel Shteir, 23. Februar 2010, ISBN 978-0-3001-6448-0

Weblinks Website Gypsy Rose Lee

Einzelnachweise

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