Der Ludwig-Uhland-Preis wurde 1991 von Carl Herzog von Württemberg (1936–2022) gestiftet. Im Sinne des Namensgebers Ludwig Uhland (1787–1862) sollen damit Personen ausgezeichnet werden,

die mit ihrem Werk maßgeblich zum Verständnis der Kultur Württembergs oder des deutschen Südwestens beigetragen haben;

die wichtige Studien über Ludwig Uhland vorgelegt oder sich auf einem der Arbeitsgebiete Uhlands ausgezeichnet haben;

die in der Mundartforschung oder der Mundartdichtung mit maßgeblichen Arbeiten hervorgetreten sind.

Der Ludwig-Uhland-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Seit 2001 wird zusätzlich ein Förderpreis vergeben, der mit 5.000 Euro dotiert ist. Eine Jury erwählt die Träger des Preises, für den eine Bewerbung nicht möglich ist.

Die Preisverleihung findet alle zwei Jahre am Geburtstag von Ludwig Uhland, dem 26. April, im Ordenssaal des Schlosses Ludwigsburg statt. Im Jahr 2011 wurde die Verleihung wegen der Osterferien ausnahmsweise auf den 29. April verlegt.

Preisträger des Hauptpreises 1991: Wilhelm König, Mundartschriftsteller 1994: Hermann Bausinger, Empirischer Kulturwissenschaftler 1997: Karl Moersch, Schriftsteller und Politiker 1999: Arno Ruoff, Mundartenforscher 2001: Bernhard Zeller, Literaturhistoriker und Archivar 2003: Hans-Georg Wehling, Politikwissenschaftler 2005: Manfred Bosch, Schriftsteller 2007: Gottlob Haag, Mundartdichter 2009: Hans-Ulrich Simon, Literaturforscher 2011: Bernhard Hurm und Uwe Zellmer, Theater Lindenhof in Melchingen 2013: Hellmut G. Haasis, Schriftsteller 2015: Bernhard Fischer, Literaturwissenschaftler, Direktor des Goethe- und Schiller-Archivs Weimar 2017: Mathias Beer, Historiker, Universität Tübingen 2019: Dieter Langewiesche, Historiker, Universität Tübingen Weitere Preisträger sind nicht zu ermitteln (Stand März 2024).

Preisträger des Förderpreises 2001: Helmuth Mojem, Literaturwissenschaftler 2003: Petra Zwerenz, Mundartschriftstellerin 2005: Marek Hałub, Germanist 2007: Kurt Oesterle, Schriftsteller 2009: Walle Sayer, Mundartschriftsteller 2011: Hubert Klöpfer, Verleger 2013: Georg Günther, Musikwissenschaftler 2015: Susanne Hinkelbein, Komponistin und Theaterautorin 2017: Stefan Knödler, Germanist, Universität Tübingen 2019: Dominik Kuhn, Sprachkünstler und schwäbischer Synchronsprecher, Reutlingen

Kategorie:Literaturpreis (Baden-Württemberg) Kategorie:Ludwig Uhland als Namensgeber Kategorie:Sprachpreis (Deutschland) Kategorie:Erstverleihung 1991