Mittelsteinach (fränkisch: Mittlstanna) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Münchsteinach im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern). Mittelsteinach liegt in der Gemarkung Abtsgreuth.
Geographie Das Dorf liegt an der Steinach, ein linker Zufluss der Aisch, und am Fichtelgraben, der dort als linker Zufluss in die Steinach mündet. Im Südosten erhebt sich der Steinberg. Die Staatsstraße 2259 führt nach Obersteinbach (1,5 km nordwestlich) bzw. an der Weihermühle vorbei nach Münchsteinach (3 km südöstlich). Die Staatsstraße 2256 führt nach Roßbach (1,5 km südöstlich) bzw. an der Undungsmühle vorbei nach Abtsgreuth (0,9 km nordwestlich).
Geschichte Der Ort wurde 1494 als „Mittelstainbach“ erstmals urkundlich erwähnt.H. Sponholz (Hrsg.): Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 74.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Mittelsteinach 9 Anwesen (1 Hube, 1 Hof, 1 Mühle, 2 Halbhuben, 1 Häckersgut, 3 Sölden). Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Neustadt an der Aisch aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft und die Grundherrschaft über alle Anwesen hatte das brandenburg-bayreuthische Klosteramt Münchsteinach.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 113.
Von 1797 bis 1810 unterstand der Ort dem Justizamt Dachsbach und Kammeramt Neustadt. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Mittelsteinach dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Münchsteinach und der 1813 gebildeten Ruralgemeinde Münchsteinach zugeordnet. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurde es in die neu gebildete Ruralgemeinde Abtsgreuth umgemeindet.H. H. Hofmann: Neustadt-Windsheim, S. 182. Am 1. Januar 1972 wurde Mittelsteinach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Münchsteinach eingegliedert.
Baudenkmäler Münchsteinacher Str. 1: ehemaliges Gasthaus Thier Haus Nr. 15: Schäferei mit Schmiede; zweite Hälfte des 18. Jahrhunderts, eingeschossiges Satteldachhaus, rückwärts erweitert, Ostgiebel mit Fachwerk (Andreaskreuz) freiliegend, sonst verputzt; Glockentürmchen auf zwei Pfosten, kleine ZwiebelR. Strobel: Landkreis Neustadt an der Aisch, S. 110 f., Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen, ursprüngliche Hausnummerierung.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 Einwohner 82 97 95 105 93 90 86 121 71 57 70HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahre 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840 als Häuser und 1885 bis 1987 als Wohngebäude. 17 14 19 19 16 15 16 20Quelle
Religion Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Nikolaus (Münchsteinach) gepfarrt, seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Pfarrei St. Rochus (Obersteinbach) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Geographie (Münchsteinach) Kategorie:Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Kategorie:Ersterwähnung 1494