Die Horten H VII war ein Nurflügel-Schulflugzeug der Brüder Horten. Sie war als Übungsflugzeug für die Piloten vorgesehen, die später die schnellen Jagd- und Kampfflugzeuge in Nurflügelauslegung fliegen sollten.
In der RLM-Typenliste wurde bei der Beauftragung die Nummer 8-254 vergeben. Später mit neuer Aufgabe als aerodynamisches Probe- und Trainingsmodell für die H IX wurde die Nummer 226 vorgesehen, so dass die Maschine die Bezeichnung Ho 226 getragen hätte.
Entwickelt wurde das Flugzeug 1942 im Auftrag der Luftwaffe nach einem Nurflügel-Übungsflugzeug. Das Flugzeug war eine Weiterentwicklung der Horten H V V3. Änderungen betrafen eine Rumpfverlängerung, die geänderte Kabinenaufteilung mit hintereinander angeordneten Sitzen unter einer langen Kabinenabdeckung sowie ein einziehbares Bugradfahrwerk. Der Verlauf der Flügelvorderkante war im Gegensatz zur Ho V, die eine geknickte Vorderkante aufwies, gerade. Des Weiteren waren die beiden Versuchsmuster mit zwei Achtzylinder-V-Motoren Argus As 10 C mit je 240 PS ausgestattet. Die H VII V1 wurde noch 1943 fertiggestellt. Im Mai 1944 führte Walter Horten den Erstflug durch. Anschließend wurde sie von Ernst Scheidhauer nach Göttingen überführt und von ihm, Walter Horten und Erwin Ziller bis zum Februar 1945 erprobt. Die V1 besaß bereits das für die Serie vorgesehene Einziehfahrwerk, wie Flugaufnahmen belegen. Mit dem Bau der H VII V2 wurde 1944 begonnen, bis zum Kriegsende wurde sie aber nicht mehr fertiggestellt. Für die V3 waren lediglich Teile fertiggestellt.
Ende 1943 beendete das Reichsluftfahrtministerium (RLM) die Unterstützung für das Projekt, womit der Auftrag annulliert wurde. 1945 wurden noch 20 Maschinen bei der Firma Peschke in Minden zur Schulung der Piloten für die Horten H IX in Auftrag gegeben, von denen aber keine mehr vollendet wurde.
Bis zum Kriegsende wurde nur eine Maschine fertiggestellt.
Technische Daten
Kenngröße Daten (Horten H VII V1) Besatzung 2 Spannweite 16,0 m Länge 7,77 m (Ho VII V2) Flügelfläche 44,0 m² Flügelstreckung 5,8 Pfeilung 40° Flächenbelastung 45,5 kg/m² Leistungsbelastung 5,7 kg/kW Rüstmasse 1550 kg Zuladung 450 kg Nutzlast 160 kg Startmasse 2000 kg Antrieb zwei Achtzylinder-V-MotorenArgus As 10 Startleistung je Höchstgeschwindigkeit 350 km/h Reisegeschwindigkeit 300 km/h Landegeschwindigkeit 77 km/h
Literatur
Weblinks
http://nurflugel.com/Nurflugel/Horten_Nurflugels/horten_nurflugels.html (Englisch, Bilder, Index) http://www.sailplanedirectory.com/horten.htm (Englisch, Bilder, Index) http://www.luftarchiv.de/index.htm?/flugzeuge/horten/ho254.htm Deutsche Beschreibung, Bilder und RLM-Nummern Horten H VII (Ho 254): technische Daten und vier Bilder auf FliegerWeb.com
Einzelnachweise
Kategorie:Militärisches Schulflugzeug H 07 Horten07 Kategorie:Zweimotoriges Flugzeug mit Kolbenmotoren Kategorie:Nicht realisiertes Militärflugzeugprojekt (Deutschland)