Die Henschel Hs 127 war ein deutscher Schnellbomber der Henschel Flugzeug-Werke.

Entwicklung Das Flugzeug wurde ab 1936 als zweimotoriger Schnellbomber als Konkurrenzentwicklung zur Messerschmitt Bf 162 entworfen. Es war ein freitragender Tiefdecker in Leichtmetallbauweise mit einziehbarem Normalfahrwerk. Angetrieben wurde die Hs 127 von zwei DB-600C-Motoren mit je 880 PS. Es wurden bis 1938 nur drei Versuchsmuster hergestellt. Die V1 (Werknummer 744) wurde am 4. Oktober 1936 aufgelegt und flog am 17. September 1937 erstmals. Die V2 (WNr. 745) folgte im Juli 1938 und wurde am 12. September bei einer Bauchlandung beschädigt, aber wieder instandgesetzt. Im Januar 1939 flog auch der dritte Prototyp mit der Werknummer 746. Auf Anweisung des Reichsluftfahrtministeriums wurden die Flugtests am 23. Februar bis zum August ausgesetzt und die V1 und V3 am 7. September für weitere Versuche zur E-Stelle Rechlin überflogen, während die Zelle der V2 am 20. September zur Verschrottung ging. Auf eine Serienproduktion wurde zugunsten der Junkers Ju 88 verzichtet.

Aufgrund der hohen Geschwindigkeit wurde auf eine Abwehrbewaffnung verzichtet. Die Maschine hatte eine äußerliche und taktische Ähnlichkeit zum Grundentwurf der später sehr erfolgreichen de Havilland DH.98 Mosquito.

Technische Daten

Kenngröße Daten (Henschel Hs 127 V2) Spannweite 18,00 m Länge 11,23 m Höhe 4,38 m Flügelfläche 39,00 m² Flügelstreckung 8,3 Flächenbelastung 205 kg/m² Leistungsbelastung 4,60 kg/PS Leermasse 6700 kg Startmasse 8000 kg Antrieb 2 × flüssigkeitsgekühlte Zwölfzylinder-V-MotorenDB 600C, hängend, je Höchstgeschwindigkeit 570 km/h Marschgeschwindigkeit 478 km/h Reichweite 1400 km (praktisch) Gipfelhöhe 9200 m Bewaffnung maximal 1500 kg Bomben

Literatur

Weblinks

Fotos und Dreiseitenansicht

Kategorie:Henschel Flugzeug-Werke Kategorie:Bomber Kategorie:Zweimotoriges Flugzeug mit Kolbenmotoren Kategorie:Erstflug 1937 Kategorie:Nicht realisiertes Militärflugzeugprojekt (Deutschland)