Margarete „Grete“ Zimmer-Berger, geborene Zimmer (genannt auch Greta Zimmer; * 9. Dezember 1922 in Wien; † 28. Juli 2003 ebenda), war eine österreichische Schauspielerin.

Leben Die Wienerin Grete Zimmer besuchte nach dem Abitur das Max-Reinhardt-Seminar ihrer Heimatstadt und gehörte seit 1945 zum Ensemble des Theaters in der Josefstadt. Sie gab ihr Debüt als Kay in Die Zeit und die Conways, danach übernahm sie zahlreiche weitere Theaterrollen. 1946 war sie die erste Buhlschaft im Jedermann bei den Salzburger Festspielen nach der Zerschlagung des Nationalsozialismus.

Gastspiele führten sie an das Akademietheater, das Volkstheater und an die Volksoper in Wien sowie zu den Salzburger Festspielen, den Seefestspielen Mörbisch, nach Berlin und zu den Bad Hersfelder Festspielen und den Kreuzgangspielen Feuchtwangen. Grete Zimmer, Ehrenmitglied des Theaters in der Josefstadt, spielte ihre letzte Rolle als Mrs. Ethel Chauvenet in Mary Chases Mein Freund Harvey 1993 an den Wiener Kammerspielen.

Beim Film war Grete Zimmer in einigen kleineren Rollen zu sehen. In Kronprinz Rudolfs letzte Liebe verkörperte sie 1956 die vom Kronprinzen (gespielt von Rudolf Prack) vernachlässigte Kronprinzessin Stephanie. Sie war Mutter einer Tochter.

mini|hochkant|Grete Zimmer Grabstätte Ihre Grabstätte befindet sich auf dem Neustifter Friedhof in Wien. Im Jahr 2010 wurde in Wien-Donaustadt (22. Bezirk) die Grete-Zimmer-Gasse nach ihr benannt.

Filmografie 1948: Der Leberfleck 1949: Ein bezaubernder Schwindler 1954: Wiener Herzen (Der Komödiant von Wien) 1956: Fidelio (Synchronstimme) 1956: Gasparone 1956: Kronprinz Rudolfs letzte Liebe 1958: Die Conways und die Zeit 1960: Wegen Verführung Minderjähriger 1962: Die vergessenen Jahre 1963: Biedermann und die Brandstifter 1965: Don Juan oder Die Liebe zur Geometrie 1966: Der Mörder mit dem Seidenschal 1966: Pater Brown (Fernsehserie) (Staffel 1, Folge 7 Das Auge des Apoll) 1968: Die Unbekannte aus der Seine 1969: Die Geschichte der 1002. Nacht 1970: Das weite Land 1971: Wiener Totentanz 1971: Scherenschnitte 1972: Der letzte Werkelmann 1972: Defraudanten 1972: Galgentoni 1972: Briefe von gestern 1974: Der Abituriententag 1975: Diapositive 1975: Tatort – Urlaubsmord 1975: Der Alte (Staffel 6, Folge 6 Eine Frau ist verschwunden) 1976: Feuerwerk 1978: Sechs Personen suchen einen Autor 1979: Derrick (Folge 60: Besuch aus New York) 1980: Land, das meine Sprache spricht 1980: Glaube Liebe Hoffnung 1981–1992: Die liebe Familie (Fernsehserie, 32 Folgen) 1982: Das Loch in der Donau 1982: Der Narr von Wien 1984: Pariser Leben 1987: Tatort – Der letzte Mord 2000: Aktion C+M+B (Fernsehfilm)

Literatur Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 1146.

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