Charly Niessen (* 22. AugustGeburtsdatum 22. August laut IMDb, Filmportal und anderen. Jürgen Wölfer: Das große Lexikon der Unterhaltungsmusik (2000) nennt als Geburtstag den 28. August 1923. 1923 in Wien; † 21. Februar 1990 in Prien am Chiemsee; eigentlich Carl Niessen) war ein österreichischer Komponist und Liedtexter.

Leben

Er studierte Musik und Theaterwissenschaft in Wien, Weimar und Jena. Nach Kriegsende begann Niessen als Texter und Komponist für Wiener Kabarette. Ab 1952 arbeitete er in Berlin für das Kabarett Die Stachelschweine.

Hier wurde er von Heino Gaze für den deutschen Schlager entdeckt. Zu seinen ersten kommerziell veröffentlichten Liedern gehört Die Damenwelt von Chile, das als B-Seite auf einer von Caterina Valentes ersten Singles (Malaguena) im Jahre 1954 erschien.https://www.discogs.com/artist/601452-Charly-Niessen?filter_anv=0&subtype=Writing-Arrangement&type=Credits Niessen gehörte in der Blütezeit der Schlagermusik Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre zu den erfolgreichsten Textern und Komponisten. Insgesamt schrieb er über 1000 Titel. Beim Eurovision Song Contest 1963 trat Heidi Brühl mit seinem Song Marcel an und belegte den 9. Platz.

Von ihm stammt auch die deutschsprachige Fassung der Liedertexte des Musicals Promises, Promises. 1965 verfasste er selbst das Musical Wonderful Chicago. Er schrieb die Filmmusik zu mehreren Schlagerfilmen und Filmen anderer Art, außerdem werden einige seiner Erfolgstitel in anderen Filmen vorgetragen. Niessen war vorübergehend mit der Schauspielerin Claudia Wedekind verheiratet. Seine Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof von Prien am Chiemsee.

Schlagertitel (Auswahl) 1955: Ein Gruß, ein Kuß, ein Blumenstrauß 1958: Blue Jean Boy 1959: Banjo Boy 1961: Der Mann im Mond 1962: No Bier, No Wein, No Schnaps 1962: Ich kauf’ mir lieber einen Tirolerhut 1963: Marcel 1963: Eins und eins, das macht zwei 1963: Aber schön war es doch 1963: Da Doo Ron Ron 1965: In dieser Stadt 1965: Bin i Radi, bin i König 1969: Am Rosenmontag bin ich geboren 1970: So leb’ dein Leben 1973: Hallo, Herr Nachbar 1974: Shalom Jerusalem 1976: Komm doch mal rüber

Filmografie

Literatur Matthias Bardong, Hermann Demmler, Christian Pfarr: Lexikon des deutschen Schlagers. Edition Louis, Ludwigsburg 1992, ISBN 3-9802891-5-X, S. 265.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Komponist (Schlager) Kategorie:Filmkomponist Kategorie:Liedtexter Kategorie:Autor eines deutschen Beitrags beim Eurovision Song Contest Kategorie:Komponist klassischer Musik (20. Jahrhundert) Kategorie:Komponist (Österreich) Kategorie:Komponist (Deutschland) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1923 Kategorie:Gestorben 1990 Kategorie:Mann