mini|hochkant|Juan Vigón, 1930 Juan Vigón Suero-Díaz (* 30. Oktober 1880 in Colunga, Asturien; † 24. Mai 1959 in Madrid) war General der spanischen Armee während des Spanischen Bürgerkrieges auf Seite der Nationalisten. Er war Befehlshaber während der Aragonoffensive. Franco verlieh ihm postum den Titel eines Grafen ().

Leben Vigón war ein Sohn des Anthropologen und Historikers Braulio Vigón Casquero (7. November 1849 – 29. Juli 1914)Florencio Friera Suárez: Braulio Vigón Casquero. In: Historia Hispánica. Real Academia de la Historia(spanisch, historia-hispanica.rah.es). und dessen Frau Rosario (geborene María Rosa Suero-Díaz Montoto) sowie der ältere Bruder des späteren Generals Jorge Vigón Suero-Díaz (1893–1978).Fernando Puell de la Villa: Jorge Vigón Suero-Díaz. In: Historia Hispánica. Real Academia de la Historia(spanisch, historia-hispanica.rah.es). Am 1. Juli 1896 begann er im Alter von sechzehn Jahren eine militärische Laufbahn. Er besuchte die Ingenieurakademie in Guadalajara (), wo er unter anderem Emilio Herrera Linares und Eduardo Barrón Ramos de Sotomayor (1888–1949) kennenlernte. Am 11. Juli 1900 wurde er als Leutnant dem 1. Pionierregiment in Logroño zugeteilt. Er wechselte im November zu einer Kompanie im Pionierkommando von Gijón und kehrte im Januar 1903 für sieben Monate nach Logroño zurück. Nach Auflösung seines Regiments trat er im Jahr 1905 in das Pontonregiment in Saragossa ein und wurde im Februar 1906 Hauptmann befördert und dem 6. Gemischten Pionierregiment in Valladolid unterstellt. Von August 1906 bis Juli 1909 besuchte er die Höhere Kriegsakademie, um das Generalstabsdiplom zu erwerben. Nach Abschluss des theoretischen Studiums folgten zwei Jahre praktische Ausbildung in Ceuta, Madrid und auf Ibiza. Danach wurde er dem Zentralen Generalstab zugeteilt. Während eine sechsmonatigen Urlaubs heiratete Vigón am 30. Oktober 1911 in Buenos Aires María Esther Sánchez Pertierra.Fernando Puell de la Villa: Juan Vigón Suero-Díaz. In: Historia Hispánica. Real Academia de la Historia(spanisch, historia-hispanica.rah.es).

Nach seiner Rückkehr diente er in unterschiedlichen Pionierregimenter und übernahm das Kommando über die in Tetouan stationierte Pionierkompanie. Während seines Einsatzes im Protektorat Marokko war er für den Bau von Flugplätzen verantwortlich, um Verlegung von Einheiten im Kampf gegen die marokkanischen Truppen von Ahmed ben Mohammed el-Raisuli zu erleichtern. Im August 1917 wurde er Professor für Kommunikationswissenschaften, Kunst, Geographie und Militärgeschichte an der Pionierakademie in Guadalajara und wurde im September 1918 zum Major befördert. Zugleich wurde Vigón Assistenzprofessor für die Fächer Technische Studien und Militärkommunikation an der Höheren Kriegsakademie, wo er Juni 1920 Mitglied der Kommission zur Ausarbeitung der Felddienstvorschriften wurde.

Im November 1921 ernannte ihn König Alfons XIII. zu seinem Adjutanten und im August 1924 folgte seine Beförderung zum Oberstleutnant. 1928 bis Juni 1930 war er Erzieher des Prinzen Alfons Pius von Asturien und der Infanten Jaime, Juan und Gonzalo.

Mit der Ausrufung der Republik wurde er am 16. April 1931 in den Reservestatus versetzt und beantragte im Juni seine Pensionierung. Im September hielt er sich vier Monaten lang bei der im Exil lebenden königlichen Familie in der Schweiz auf. Anschließend ließ er sich mit seiner Frau und seinen neun Kindern in der Gemeinde Caravia nieder. Im Oktober 1934 schloss er sich bis November als Stabschef den Soldaten an, die auf ihrem Weg von Bilbao nach Oviedo an seinem Haus vorbeimarschierten, um Unruhen niederzuschlagen. Da die Kolonne in Langreo gestoppt wurde, kehrte Vigón nach Hause zurück.

Der Wahlsieg der Volksfront im Februar 1936 veranlasste ihn sich mit seiner Familie nach Argentinien zu begeben, um sich dauerhaft Buenos Aires niederzulassen. Er kehrte jedoch im August zurück und schloss sich in Pamplona den Truppen von Oberst Alfonso Beorlegui Canet an, die sich auf die Einnahme von Irún und San Sebastián vorbereitete. Im September wurde er zum Stabschef der neu aufgestellten Navarre-Brigaden ernannt und war von Oktober bis zum Jahresende an der Planung der Operationen, die zur vollständigen Besetzung von Guipúzcoa und zur Niederlage der von der baskischen Regierung entsandten Truppen führten.

Ab dem 31. März 1937 war er als Oberst an den Gefechten beteiligt bei denen unter der Führung von General Emilio Mola und nach dessen Tod unter dem Kommando von Fidel Dávila Arrondo die gesamte kantabrische Küste eingenommen wurde. Anschließend wurde Vigón von Franco im September, unmittelbar nach Abschluss der Besetzung Kantabriens, zum Brigadegeneral ernannt und erhielt für seine Kriegsverdienste die individuelle Militärmedaille.

Im November ernannte ihn Dávila zum Stabschef der Nordarmee und er begab sich mit dem Generalstab nach Medinaceli, um eine Operation gegen Guadalajara vorzubereiten. Ein Überraschungsangriff der republikanischen Regierung auf Teruel führte dazu, dass sie die Kämpfe bis zum Kriegsende an die Mittelmeerküste verlagerten. Vigón zeichnete sich erneut als begnadeter Operationsführer aus und Franco ließ ihn, in Anerkennung seiner Leistungen, in sein Generalhauptquartier nach Burgos versetzen.

Im Juni 1940 entließ Franco General Juan Yagüe aus dem Amt des Luftwaffenministers und setzte Vigón als dessen Nachfolger ein. Eine Position, die er bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs innehatte. Im Juli 1945 trat er im Zuge einer Kabinettsumbildung von seinem Amt zurück und schlug Franco vor, ihn durch General Eduardo González Gallarza zu ersetzen. Vigón übernahm stattdessen die Leitung der Heeresluftwaffenakademie, die er bis zu seiner Pensionierung im Oktober 1948 leitete. Er wurde in den Reichsrat berufen und 1951 Präsident des Atomenergierats und des Nationalen Instituts für Luftfahrttechnik (INTA) und bekleidete noch weitere wichtige Ämter.

Auszeichnungen (Auswahl) 24. September 1937: individuelle MilitärmedailleMedalla Militar. Orden. Concede la Medalla Militar al Coronel de Ingenieros D. Juan Vigón Suárez-Díaz, expresando méritos contraídos. In: Boletín Oficial del Estado 30. September 1937, S. 3608 (spanisch, boe.es PDF). 6. Januar 1941: Großkreuz des Ordens de Isabel la CatólicaDecretos de 6 de enero de 1941 (spanisch, boe.es). 21. Januar 1941: Großkreuz des Ordens de San HermenegildoDecreto por el que se concede la Gran Cruz de San Hermenegildo al Excmo. Sr. General de División don Juan Vigón Suerodiaz. In: Boletín Oficial del Estado. 8. Januar 1941, S. 866 (spanisch, boe.es PDF). 5. Januar 1943: Ordens del Mérito MilitarDecretos por los que se concede la Gran Cruz de la Orden del Mérito Militar, con distintivo blanco, al General de División don Juan Vigón Suerodíaz, … In: Boletín Oficial del Estado. S. 262 (spanisch, boe.es PDF). 20. Juli 1945: Großkreuz des Ordens Karls III.Decretos de 20 de julio de 1945 por los que se concede la Gran Cruz de la Muy Distinguida Orden de Carlos III a […] don Juan Vigón Suerodíaz, […]. In: Boletín Oficial del Estado. 21. Juli 1945, S. 521 (spanisch, boe.es PDF). 28. März 1952: Großkreuz des Ordens Alfons X. des WeisenDecreto de 28 de marzo de 1952 (spanisch, boe.es).

Literatur Hugh Thomas: Der spanische Bürgerkrieg. Ullstein, Frankfurt a. M. / Berlin 1964, S. 313, 400, 418 (Originaltitel: The Spanish civil War 1961, Übersetzer: Walter Theimer).

Weblinks

Fernando Puell de la Villa: Juan Vigón Suero-Díaz. In: Historia Hispánica. Real Academia de la Historia(spanisch, historia-hispanica.rah.es) Juan Vigón Suero-Díaz, siempre fiel al Caudillo 29. Oktober 2013 fnff.es

Einzelnachweise

Kategorie:Putschist im Spanischen Bürgerkrieg Kategorie:General (Spanien) Kategorie:Mitglied der Cortes Franquistas Kategorie:Träger des Ordens Karls III. Kategorie:Spanier Kategorie:Geboren 1880 Kategorie:Gestorben 1959 Kategorie:Mann