mini|Wilfried Hochholdinger Wilfried Hochholdinger (* 8. Oktober 1962 in Bamberg) ist ein deutscher Schauspieler, Komponist und Sprecher.
Leben Hochholdinger absolvierte von 1984 bis 1986 seine Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Noch während seiner Ausbildung drehte er an der Seite von Bobby McFerrin seinen ersten Film Orpheus kehrt zurück unter der Regie von Peter Lämmle. Seitdem ist Hochholdinger durch zahlreiche Kino- und Fernsehfilme sowie Serien bekannt geworden. Als Sprecher hat er u. a. Werbespots für die Deutsche Telekom und Zurich Financial gesprochen sowie zahlreiche Hörspiele und Hörbücher gelesen.
Neben seiner Schauspielkarriere verfolgt Hochholdinger auch eine Musiklaufbahn. Er besuchte das musische E.T.A. Hoffmann-Gymnasium Bamberg und sang viele Jahre im Bamberger Domchor. Von 1997 bis 2000 war er Songwriter, Gitarrist und Sänger der Glamrockband HOLD, mit der er einige Konzerte spielte und mehrere Singles veröffentlichte. 2013 und 2016 veröffentlichte Hochholdinger unter dem Namen HOLD zwei Konzeptalben namens HOLD ME. und THE MOODY EUROPEAN. Der Titel Guardian Angel aus dem Album THE MOODY EUROPEAN ist Teil des Soundtracks der Webserie Wishlist. Außerdem spielt er u. a. Gitarre, Klavier, Saxofon und Geige. Hochholdinger komponierte Filmmusik für u. a. Ein Fall für zwei, Stockinger und Kommissar Rex.
Theater 1986: Die Intendanten zu Berlin 1987 – 1989: Landesbühne Hannover 1989 – 1990: Schauspielhaus Düsseldorf 1990 – 1991: Kammerspiele Düsseldorf 1994: Prinzregententheater München: Titus Andronicus von Shakespeare (Regie: Tilman Knabe) 2005 – 2006: Maxim Gorki Theater, Berlin: Muxmäuschenstill von Nico Rabenald (Regie: Volker König) 2006: Komödie am Kurfürstendamm, Berlin: Der Menschenfeind von Molière (Regie: Martin Wölffer)
Filmografie (Auswahl) Kinofilme 1993: Affären 1995: Nach Fünf im Urwald 1997: Angel Express 1997: Roter Tango 1998: Jimmy the Kid 1998: Candy 1999: Otto – Der Katastrofenfilm 2000: Birthday 2000: Die Nachtschwester 2000: Der Tunnel 2002: A Sound of Thunder 2004: Agnes und seine Brüder 2005: Elementarteilchen 2006: Leroy 2007: Gellert 2007: U-900 2009: Inglourious Basterds 2011: X-Men: Erste Entscheidung (X-Men: First Class) 2014: Wir machen durch bis morgen früh 2017: High Society 2019: Traumfabrik 2022: Alma und Oskar 2023: The Palace 2024: Die Ermittlung
Fernsehfilme und -serien
Sonstige Veröffentlichungen Diskografie Musik-Singles: 1997: The Legend 1998: Candy 1998: Panico Biondo 1999: Diva 1999: Waterfallsoundmachine 1999: Super Rock Galaxy 2000: If 2003: Snakeman 2018: Liebelei 2018: In the moog for love
Alben: 6. Dezember 2013: HOLD: ME 16. September 2016: THE MOODY EUROPEAN
Hörbücher 2005: H.C. Artmann: Das Geheimnis des Werwolfs 2006: Guy de Maupassant: Der Horla und andere phantastische Geschichten 2009: Marco Sonnleitner: Die drei ??? und das Haus des Schreckens 2015: 5 Folgen von Sherlock & Watson
Hörspiele 2005: Andreas Knaup: Kuckuckskind – Regie: Klaus-Michael Klingsporn (Hörspiel – DLR) 2008: Ulrich Land: Vernagelt; Regie: Sven Stricker (DKultur) 2009: Michael Ende: Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer – Regie: Petra Feldhoff (WDR) 2013: Patrick Pécherot: Belleville – Barcelona – Regie: Philippe Bruehl (SWR) 2013: Mario Göpfert: Wecke niemals einen Schrat (nach dem gleichnamigen Buch von Wieland Freund) – Regie: Klaus-Michael Klingsporn (Kinderhörspiel – DKultur) 2014: Tom Peuckert: Klassiker Europas – Regie: Oliver Sturm (Literarische Séance – RBB) 2014: Samuel Beckett: Murphy – Bearbeitung und Regie: Elmar Tophoven (Deutschlandfunk) 2014: Hans Delbruck: Doctor mendacii – Regie: Judith Lorenz (Kriminalhörspiel – Deutschlandradio) 2014: Bodo Traber: Das Ding im Nebel – Regie: Petra Feldhoff (Kriminalhörspiel – WDR) 2014: Friedemann Schulz: Dancing Queen – Regie: Thomas Wolfertz (Radio Tatort – Hessischer Rundfunk) 2014: Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues – Regie: Christiane Ohaus (Radio Bremen) 2014: Jewgenij Samjatin: Wir – Regie: Christoph Kalkowski (SWR) (Ausgezeichnet mit dem Deutschen Hörbuchpreis 2016 als „Bestes Hörspiel“) 2015: Till Müller-Klug: Ich als Großprojekt – Regie: Thomas Wolfertz (WDR) 2015: Wolfgang Zander: Seltene Erden – Regie: Nikolai von Koslowski (RBB) 2015: Karl-Heinz Bölling: Mahler zu Besuch – Regie: Silke Hildebrandt (Hessischer Rundfunk) 2016: Mareike Maage: K für Kunst – Regie: Mareike Maage (RBB) 2017: Frank Naumann: Pfarrer Weltsprache und Doktor Hoffnung – Regie: Steffen Moratz (MDR Kultur) 2017: Honoré de Balzac: Vater Goriot – Regie: Judith Lorenz (Deutschlandradio) 2017: Jan Decker: Fado fatal – Regie: Alexander Schuhmacher (NDR) 2018: Edgar Linscheid & Stuart Kummer: Caiman Club – Regie: Stuart Kummer (WDR) 2018: Gesine Schmidt: Begehren – Regie: Andrea Getto (RBB) 2018: Daniel Kehlmann: Tyll – Regie: Alexander Schuhmacher (WDR) 2024: The Belles. Fantasy-Hörspiel-Serie nach Dhonielle Clayton, Hörspiel, WDR
Wissenswertes Hochholdinger tritt auch als Sänger im Musikvideo zum Titel Too Much Love der deutschen Gruppe Get Well Soon auf, bei dem er, am Mikrofon stehend, zusammenbricht. Das Video wird auch unter der Bezeichnung Zoltan dies on Stage (‚Zoltan stirbt auf der Bühne‘) auf verschiedenen Seiten, u. a. YouTube, erneut hochgeladen, wobei stets der Anschein erweckt wird, hier würde der reale Tod eines Musikers bei einem Auftritt in einer schwedischen Musiksendung gezeigt – ohne jedoch Bezug auf den tatsächlichen Hintergrund, auf die Gruppe und den Schauspieler zu nehmen.
Weblinks
Wilfried Hochholdinger bei castupload.com Agenturprofil bei der Agentur Fischer & Partner
Einzelnachweise
Kategorie:Theaterschauspieler Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Hörspielsprecher Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1962 Kategorie:Mann