Der Furtwängler-Gletscher befindet sich in der Nähe des höchsten Punkts des Kilimandscharo-Massivs in Tansania. Der Gletscher ist ein Teil des verbliebenen Rests der gewaltigen Eiskappe, die früher den Kilimandscharo bedeckte. Benannt ist er nach Walter Furtwängler, der zusammen mit Siegfried König im Jahr 1912 als erster vom Gipfel mit Skiern abgefahren war.

Zwischen 1979 und 2007 ging die Fläche des Furtwängler-Gletschers von 113.000 m² auf 35.000 m² zurück, was einer Abnahme von 69 % entspricht.Lonnie G. Thompson et al.: Kilimanjaro Ice Core Records: Evidence of Holocene Climate Change in Tropical Africa. In: Science. Oktober 2002 (online)Lonnie G. Thompson et al.: Kilimanjaro Ice Core Records: Evidence of Holocene Climate Change in Tropical Africa. In: Proceedings of the National Academy of Sciences. November 2009 (online) Im Jahr 2006 wurde von Wissenschaftlern in der Nähe der Gletschermitte ein großes Loch im nur noch eine Dicke von sechs Metern aufweisenden Gletschereis entdeckt. Dies erweiterte sich zu einem Spalt, der den Gletscher in zwei Teile trennte. Der kleinere Teil ist 2018 verschwunden, der größere auf 11.000 m² geschrumpft.

Über den Nachweis des ESA Sentinel 2 Image des Mount Kilimanjaro vom 1. September 2026 muss man feststellen, dass mit diesem Datum die letzten Firn-Reste des Furtwängler Gletschers aus der Kibo-Kaldera verschwunden sind. Der Furtwängler Gletscher existiert somit nicht mehr.

Der Gletscher entwässerte über Gebirgsbäche zu Weruweru in das Flusssystem des Pangani, wobei der größte Massenverlust des Gletschereises durch Sublimation erfolgte.

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