Die Gotha Go 147 war ein deutsches Versuchsflugzeug in schwanzloser Bauweise.
Entwicklung Mit diesem Projekt schloss sich die Gothaer Waggonfabrik 1936 den zahlreichen Versuchen mit schwanzlosen Flugzeugen an. Die Entwicklung wurde von August Kupper geleitet. Das Flugzeug war als abgestrebter Knickflügel-Schulterdecker mit starrem Fahrwerk ausgelegt. Das Seitenleitwerk war an beiden Flügelenden angebracht. Als Antrieb diente ein As 10 C mit 240 PS. Die Besatzung bestand aus zwei Mann, die hintereinander saßen. Es wurde nur ein Exemplar als Go 147 V1 gebaut, das das Kennzeichen D-IQVI erhielt. Geplant war noch ein zweites Exemplar Go 147 V2 (Go 147 B), das wegen des nach hinten freien Schussfeldes einen Drehkranz erhalten sollte. Es sollte im August 1936 vollendet sein. Gebaut wurde allerdings nur das Versuchsexemplar der A-Version. Die Flugerprobung wurde von Gothas Cheftestpilot Hugo Harmens durchgeführt. Sie begann im Mai 1936 mit einem nicht geplanten Hüpfer während der Rollerprobung auf 10 m Höhe, wobei das Flugzeug bei der Landung leicht beschädigt wurde. Nach der Reparatur wurden die Flugtests im September fortgesetzt. Sie offenbarten schlechte Flugeigenschaften. Beim Landeanflug zeigte die Konstruktion eine Neigung zum Überkippen nach vorn. Nach 15 Flügen wurden deshalb die Versuche eingestellt und die Go 147 verschrottet.Heiko Stasjulevics: Gotha als Fliegerstadt. Zur Geschichte der Luftfahrt. Heinrich-Jung-Verlagsgesellschaft mbH, Zella-Mehlis/Meiningen 2014, ISBN 978-3-943552-09-6, S. 62/63. Der Bau der V2-Zelle wurde bei 10 % des Bauzustands abgebrochen.
Technische Daten mini|Dreiseitenansicht der Go 147 Kenngröße Daten (Go 147 V1) Daten (Go 147 B) Besatzung 2 Länge 5,86 m 5,4 m Spannweite 12,23 m 11,0 m Leermasse 945 kg max. Startmasse 1145 kg Höchstgeschwindigkeit 220 km/h Triebwerk ein Argus As 10 A; ein Argus As 10 C; zul. Geschwindigkeit 480 km/h Höchstgeschwindigkeit 220 km/h Marschgeschwindigkeit 195 km/h Landegeschwindigkeit 80 km/h Steiggeschwindigkeit 4,8 min auf 1000 m Höhe Dienstgipfelhöhe 5500 m Bewaffnung – 1 × MG 15 als manuell zu bedienende Abwehrbewaffnung
Literatur Heinz J. Nowarra: Die deutsche Luftrüstung 1933–1945, Band 2: Flugzeugtypen Erla–Heinkel. Bernard & Graefe, Koblenz 1993, ISBN 3-7637-5466-0, S. 134/135.
Weblinks
Gotha Go 147 (mit Bildern)
Anmerkungen und Einzelnachweise
Kategorie:Experimentalflugzeug Kategorie:Nurflügel Kategorie:Einmotoriges Flugzeug mit Kolbenmotor Kategorie:Erstflug 1936 Kategorie:Nicht realisiertes Militärflugzeugprojekt (Deutschland)