Der Alternative Medienpreis zeichnet seit 2000 medienübergreifend Journalisten klassischer wie nicht-kommerzieller Medien ebenso wie von Bürgermedien aus. Er wird in den Sparten Macht, Geschichte, Vernetzung, Leben und Zukunft verliehen.Ausschreibung zum alternativen Medienpreis 2026, auf alternativer-medienpreis.de, abgerufen am 25. Januar 2026.
Die ausgezeichneten Beiträge bearbeiten Themen, die in den etablierten Medien nicht oder nur unzureichend vorkommen, oder entwickeln von der journalistischen Darstellung her originelle Formate. Bürgerschaftliches Engagement oder Förderung des Bürgerjournalismus ist ebenfalls ein Kriterium.
Der Preis wird von der Nürnberger Medienakademie e. V. sowie der ebenfalls gemeinnützigen Stiftung Journalistenakademie verliehen. Die Auswahl erfolgt in zwei Schritten: Eine Vorjury prüft nach Einsendeschluss die eingesandten Beiträge und wählt diejenigen aus, die nominiert werden. Aus den nominierten Beiträgen kürt die Jury sodann die Preisträger. Der Jury gehören unter anderem Peter Lokk, Peter Welchering, Klaus Meier, Lutz Frühbrodt und Gabriele Hooffacker an.
Veranstalter Gründer des Preises sind das Nürnberger Alternativradio Radio Z und die Nürnberger Medienakademie e. V. Beide sind anerkannte gemeinnützige Vereine. 2008 ist die Stiftung Journalistenakademie als Mitveranstalter hinzugekommen, Radio Z schied als Mitveranstalter aus, blieb jedoch als Unterstützer dabei. Weitere Sponsoren und Unterstützer sind die „Zweite Aufklärung“, die dju/ver.di, die Nürnberger Nachrichten, das Kulturreferat der Stadt Nürnberg, die Friedrich-Ebert-Stiftung u. a.
Geschichte Bis 2016 wurde der Preis in den Sparten Print, Audio, Video und Online verliehen. Der Alternative Medienpreis war damit einer der ersten Journalistenpreise, die für das Medium Internet ausgeschrieben worden waren.Thomas Mrazek in "message" 1/2002, online veröffentlicht bei onlinejournalismus.de 2012 wurde erstmals der Sonderpreis Medienkritik vergeben. Auch in dieser Sparte war der Alternative Medienpreis im deutschsprachigen Raum der erste Preis.Alternativer Medienpreis für ZAPP-Autorin, siehe auch
2017 verzichtete das Projekt „Kein Raum für Rechts“ auf das Preisgeld, da mit Norbert Fleischer auch ein Redakteur des „einschlägig wegen seiner esoterischen bis verschwörungsideologischen Filme bekannt[en]“ Internetportals NuoViso.TV ausgezeichnet worden sei.Andreas Speit: „Mal nach dem Rechten schauen“. Die Tageszeitung vom 12. Juni 2017
Erstmals 2017 wurde der Alternative Medienpreis in den Sparten Macht, Geschichte, Vernetzung, Leben und Zukunft vergeben. In der Sparte Medienkritik gab es bis 2018 den Sonderpreis der „Zweiten Aufklärung“., auf zweite-aufklaerung.de Seit 2020 wurde der Alternative Medienpreis wegen der Corona-Pandemie online verliehen.Aufzeichnung des Livestreams auf YouTube, abgerufen am 30. Mai 2020
Zum 25. Mal wurde der Alternative Medienpreis am 14. Juni 2024 in Nürnberg verliehen – erstmals seit der Pandemie wieder in Präsenz.Quelle: Pressemitteilung vom 12. Juni 2024. Seitdem findet die Verleihung wieder im Bildungszentrum der Stadt Nürnberg statt.
Preisträger 2000 Hörfunk: 1. Preis: Rainer Meyer: Chuzpe – Audio for the Jewish masses, Radiosendung der israelitischen Kultusgemeinde München 2. Preis: Dirk Peters: Nennen wir es mal Krieg, radio gAZelle 3. Preis: Bettina Klein und Sobo Swobodnik: Johann Georg Elser – Geschichtsrezeption in der BRD, Radio LORA München
2001 Internet: 2. Preis: Gunnar Herrmann, Nikolaus Röttger und Florian Wachter: e-politik, Netzwerkreportagen 2. Preis: Dave Hollis, Mag Wompel: Labournet Solidarität im Computerzeitalter 3. Preis: Jürgen Graf: Die ultimative Müllseite 3. Preis: Jana Arakeljan: Eine engagierte Frau Hörfunk: 1. Preis: Antonia Arnold und Rainer Meyer: Die Stunde des Films, Redaktion Retropolis, Afk München – 94,5 MHz 2. Preis: René Eschengerd: Redaktionsgruppe Rasant – Sendekonzept von Menschen mit Behinderung, Bürgerfunk Bielefeld 3. Preis: Hubert Brieden und Heidi Dettinger: Dünnes Eis Radio Flora
2002 Internet: 1. Preis: Mirko Pawlak: Dotcomtod, Anbieter und Distributor für exitorientierte Unternehmungsmeldungen 2. Preis: Robert Herbig: Sagmal, Interviews mit Machern des Internets 3. Preis: Redaktionskollektiv: Abschiebehaft, Vernetzung gegen Abschiebehaft Hörfunk: 1. Preis: Martin Dehnke, Uta Knischewski: Die Droge Zucker, coloRadio, Dresden 2. Preis: Doris Schmied: Auswirkungen der NS-Zeit auf die Gegenwart, m94,5/Afk, München 3. Preis: Andre Plümer: Interview mit einem Totalverweigerer, Radiogruppe AJZ, Bielefeld
2003 Internet: 1. Preis: Christoph Dowe u. a.: Politik-Digital 2. Preis: Markus Klein u. a.: Zyn! 3. Preis: Peter Reichert u. a.: Portal für Menschen mit Körperbehinderung, Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e. V. Hörfunk: 1. Preis: Ole Frahm, Michael Hueners und Torsten Michaelsen: Radio-Ballett Hamburg, Gruppe LIGNA 2. Preis: Monika Ahrens, Sabine Spiehl, Daniel Stender, Marcus Weber: Eine irgendwie reiche Welt, Mephisto 3. Preis: Karsten Blum: Karneval und Krieg, Ems-Vechte-Welle
2004 Internet: 1. Preis: Volker Lange, Dagmar Lorenz und Gerd Bruckhaus: Morgenwelt, Magazin für Wissenschaft und Kultur 2. Preis: Wolfgang Tischer: Literaturcafe, Der literarische Treffpunkt im Internet 3. Preis: Walter Schröder: Nadir-Dataspace, Bücher- und Zeitschriften, Datenbank Hörfunk: 1. Preis: Mareike Maage und Caroline Melerski: Das Denken und sein Staat, experimentelles Radio bauhaus.fm, Weimar 2. Preis: Dirk Peters und Hellmuth Stamm: Miese Entertainer, Radio gAZelle Wuppertal 3. Preis: Thies Marsen: Antirassistisches Grenzcamp Köln, Zündfunk München (Bayerischer Rundfunk)
2005 Internet: Kirsten Franke und Florian Brandl: Tunespoon, Plattform für Musikvideos, FH Furtwangen Gabriele Bärtels: Frida-Magazin Doris Holler-Bruckner, Lukas Pawek und Robert Wilfurth: Ökonews Printmedium: Ramesh Jaura: Beitragsserie Inter-Press-Service (IPS), Nigeria Johannes Touché: Kritik am Bau, Artikelserie in der Monatszeitschrift Scheinschlag Harald Raabe: Homosexualität im Alter, Redaktion Pro-Alter Hörfunk: Redaktion Restrisiko: Tschernobyl, bermuda.funk, Freies Radio Rhein-Neckar Karsten Blum: Cat Stevens – Der Terrorist, Ems-Vechte-Welle Salon Rouge: PolizeiGesetzNovelle, Radio FSK, Hamburg
2006 Internet: Oliver Pauser u. a.: DieSeher (Filmfehler-Portal) Oliver Moldenhauer u. a.: Fairsharing, Kampagne für eine Kulturflatrate Christa Ost und Marion Tichy: Nürtinger Stattzeitung Hörfunk: Andreas March, Peter Ullrich, Rike Wegner: City Control – Soundtrack für die überwachte Stadt, Redaktion Raumpatrouillen und Leipziger Kamera Alfred Görgens: Rezept der Woche, Radio Tonkuhle Hildesheim Herby Loitsch und Gudrun Schlosser: Ein Tag gegen die österreichische Staatslüge. Die wahren Opfer haben Namen!, ORANGE, Wien
2007 Internet: Knut Mellenthin: Holocaust-Chronologie Wolfgang Schlenker: Kinderstrasse Holger Kulick und Simone Rafael: Mut gegen rechte Gewalt, Stern und Amadeu Antonio Stiftung Printmedium: Gerhard Jochem, Daniele List, Susanne Rieger und Monika Wiedemann: Transit, Crossmediales Erinnerungsprojekt Testimon und Rijo Research Klaus H. Jann und Johannes Touche: roter reporter Katharina Mouratidi: Venceremos: Porträts zur anderen Globalisierung
2008 Printmedium: Zeitungsprojekt Sul Serio, Berlin Thorsten Mense: Das letzte Familienfest, Reportage erschienen in der Jungle World Internet: Sabrina Tibourtine: Minisprech Annette Rueß und Katja Marjahn: www.pot2null.de Audio / Video: Audiopreis: Georg Wimmer: Chicles, Cigarillos…Kinderarbeit, Radiofabrik, Salzburg Videopreis: Pankahyttn, Okto, Österreich Lobende Erwähnung Audio: Welcome to Europe, Radio F.R.E.I. Erfurt Lobende Erwähnung Video: Nur einmal gut essen gehen, Nürnberger Medienladen e. V.
2009 Printmedium: Michael Weiss: Das Versteckspiel – Lifestyle, Symbole und Codes rechtsextremer Gruppen, agentur für soziale perspektiven, Berlin Torsten Engelbrecht: Die Amalgam-Kontroverse Internet: Felix Scheidl: Podcasts auf respect.de Dr. jur. Wolfgang Lieb und Albrecht Müller: NachDenkSeiten Audio / Hörfunk: Monika Hanewinkel: Ene mene meck und du bist weg. Ralf Stutzki: Du bist Radio. Video: Margit Pabst: Manchmal bin ich sogar glücklich Andrea Röpke und Otto Belina: Ferien im Führerbunker
2010 Printmedium: Susan Djahangard, Sophie Rebmann, Andreas Spengler: Die Schulhof-Flüsterer (www.noirmag.de) Nina Schulz: Spiel auf Zeit, über Ghettorenten Internet: Berliner Gazette Markus Beckedahl, netzpolitik.org Audio / Hörfunk: Monika Löffler: Leben mit einer Behinderung. Nadine Jukschat: Arbeitslosenchor Bohème, Radio Mephisto Video: Aljoscha Pause: Tabubruch. Der neue Weg von Homosexualität im Fußball Volkslesen.tv Lobende Erwähnung: Geschwister-Scholl-Schule, Kassel
2011 Printmedium: Annika Eckel, Uli Jentsch: Schattenbericht Ulrike Winkelmann: Integriert Euch! (Der Freitag) Internet: Willi Lang, Oliver Fleiner: behindert-barrierefrei.de Robert Schrem: fluegel.tv Audio / Hörfunk: Benedikt Strunz: Tschernobyl Aleksandra Kolodziejczyk: Autonomie oder Prostitution. Die Zeitehe im Iran Video: Marina Bänke und Team: Verloren. Ein Film zum Thema Kinderarmut Carolin Lano: Ein heiliger Berg. Der Hesselberg in Mittelfranken
2012 Printmedium: Eberhard Seidel: Schülerzeitung Q-Rage Simone Schnase: Die Emslandlager und ihre Folgen: Eine Geschichte von 1933 bis in die Gegenwart Internet: Ute Scheub: www.visionews.netPreisträger 2012, auf alternativer-medienpreis.de Marcus Buschmueller: www.aida-archiv.de Audio / Hörfunk: Cosima Müller: Kinderradioprojekt zum Weltfriedenstag auf Radijojo Ceyda Keskin, Umut Sahverdi, Hadil Ali: 50 Jahre Scheinehe mit der Türkei (Radio Z) Video: Anja Reiß: Sag mir, wo Du stehst. Film über die Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen (Trailer) Peter Ohlendorf: Blut muss fließen (Trailer) Medienkritik: Sugárka Sielaff: Zapp-Beitrag über die Klischeerollen, die afrodeutsche Schauspieler übernehmen müssenDer komplette
2013 Printmedium: Lara Fritzsche, Die Zeit: Das Leben nach dem Tod in Utøya Martina Madner: „Sehr, sehr wütend“ Internet: Patrick Gensing: publikative.org Andreas Ebert: www.explainity.com Audio / Hörfunk: Walter van Rossum: Zweierlei Maß. Die Berichterstattung über Russland und AmerikaDer komplette Radiobeitrag auf dradio.de Nelly Sautter: Schichtwechsel (Campusradio Bit express, Erlangen) Video: Arpad Bondy und Harald Schumann: Staatsgeheimnis BankenrettungTrailer zum Film Andreas Holzmüller und Stefan Gnad: Einmal hip, einmal hop Medienkritik: Ekkehard Kern: www.radiowatcher.de auf www.alternativer-medienpreis.de
2014 Printmedium: Claudia Flach: Reportage über den illegalen Einwanderer Khalid, www.tonic-magazin.de Henning Bleyl: Wo Adolf noch regiert (taz) Internet: Gabriele Fischer: NSU-Watch Jan Strozyk & Team (NDR, Süddeutsche Zeitung): Geheimerkrieg.de Audio / Hörfunk: Ulla Lachauer: Steppenbeben – Augenzeugen der sowjetischen Atomwaffenversuche (Deutschlandradio) Everina Brink: Beitrag des Evangelische Gymnasium Nordhorn auf der Ems-Vechte-Welle zu Rassismus Video: Rebecca Kunsch: Flüchtlinge in Berlin (AlexTV) Karin de Miguel Wessendorf: Weniger ist mehr (ARTE) Medienkritik: Marvin Oppong: Blog zur WDR-Klage
2015 Printmedium: Bayerischer Flüchtlingsrat, Matthias Weinzierl, www.hinterland-magazin.de Nina Schulz und Elisabeth Mena Urbitsch, Offene Rechnungen Internet: Jim Tobias, www.after-the-shoah.org Wolfgang Amann, Christina Schmitt und Carolyn Wißing, www.einundleipzig.de Audio / Hörfunk: Monika Hanewinkel: BAHTALO-Projekt Gaby Weber: Rechtsweg ausgeschlossen? Mercedes-Benz Argentina – ein Präzedenzfall Video: Neco Çelik und Felix von Böhm, Schweinemilch Anja Krug-Metzinger, Helden der Zukunft Medienkritik: Rita Vock, Initiative Nachrichtenaufklärung: Vergessene Nachrichten
2016 Printmedium: