mini|hochkant|Ben Stiller (2024) Benjamin „Ben“ Edward Stiller (* 30. November 1965 in New York City) ist ein US-amerikanischer Schauspieler, Comedian, Drehbuchautor, Filmregisseur und Filmproduzent.

Leben und Karriere Stiller wuchs als Sohn der Schauspieler Jerry Stiller und Anne Meara in New York City auf. Er hat jüdische Wurzeln; sein Großvater William Stiller war der Sohn jüdischer Immigranten aus Österreich, seine Großmutter Bella Citrin die Tochter russisch-jüdischer Einwanderer. Außerdem konvertierte seine Mutter Anne Meara vor seiner Geburt zum Judentum. Schon früh war klar, dass er und seine Schwester Amy Stiller beruflich in die Fußstapfen der Eltern treten würden. Seine Eltern hatten häufig Cameoauftritte in seinen Filmen.

Nach zahlreichen Kurzfilmen, die Stiller mit der Super-8-Kamera seines Vaters drehte, hatte er im Alter von zehn Jahren einen Auftritt in der Fernsehserie Kate McShane. Später brach er sein Studium ab und drehte eine Parodie auf den Film Die Farbe des Geldes,The Hustler of Money bei imdb.com in der er die Rolle von Tom Cruise übernahm. Im Jahr 1987 wurde der Film von Saturday Night Live ausgestrahlt, was Stiller nationale Bekanntheit und eine Rolle in der Steven-Spielberg-Produktion Das Reich der Sonne einbrachte. Ende der 1980er Jahre war er regelmäßig in Saturday Night Live zu sehen, vor allem in der Rolle des „Tom Crooze“. Von MTV bekam er 1990 seine eigene Fernsehshow, die ab 1991 von FOX ausgestrahlt wurde. Nach drei Staffeln wurde die Sendung jedoch abgesetzt – trotz einem Emmy Awards, den Stiller dafür bekommen hatte.

Im Jahr 1994 führte er Regie bei der Tragikomödie Reality Bites, in der er neben Winona Ryder und Ethan Hawke auch in einer Nebenrolle zu sehen ist. Doch der Film über die Generation X war ein Flop. Seine nächste Regiearbeit, Cable Guy – Die Nervensäge mit Jim Carrey (1996), erhielt von Publikum und Medien gemischte Kritiken. In Flirting with Disaster – Ein Unheil kommt selten allein (Regie: David O. Russell) von 1996 entwickelte Ben Stiller die Rolle des sympathischen Durchschnittstypen, der von einer Katastrophe in die nächste schlittert. Diesen Charakter perfektionierte er in seinen folgenden Filmen.

Seinen Durchbruch schaffte Stiller 1998 mit Verrückt nach Mary. Im Jahr 2000 hatte er einen weiteren großen Erfolg mit der Komödie Meine Braut, ihr Vater und ich, in der er neben Robert De Niro zu sehen ist. 2004 erschien mit Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich eine Fortsetzung des Filmes, in dem neben der alten Besetzung auch Barbra Streisand und Dustin Hoffman zu sehen sind. Eine weitere Fortsetzung erschien 2010 unter dem Titel Meine Frau, unsere Kinder und ich, in der auch seine Schwester Amy Stiller mitspielt.

Sein deutscher Synchronsprecher ist seit 1998 Oliver Rohrbeck.

Im Jahr 2008 zählte Stiller laut dem US-amerikanischen Forbes Magazine zu den am besten verdienenden männlichen Schauspielern in Hollywood. Zwischen Juni 2007 und Juni 2008 erhielt er Gagen in Höhe von 40 Millionen US-Dollar und rangierte auf dem siebten Platz der Top-Verdiener in Hollywood.vgl. Johnson, Wesley: Hollywood’s Top Earners. Press Association Newsfile, 23. Juli 2008, 4:38 PM BST mini|hochkant|Ben Stiller (2010)

2018 und 2019 kehrte er für mehrere Sketche zu Saturday Night Live zurück, um Donald Trumps Anwalt Michael Cohen zu porträtieren.

2022 erschien die erste Staffel der Serie Severance auf Apple TV+, die von Stillers Produktionsfirma Red Hour Productions produziert wird, und bei der er bei vielen Folgen selbst Regie führte. Die erste Staffel wurde von Kritikern und Publikum sehr positiv aufgenommen. Im Januar 2025 erschien die zweite Staffel.

Stiller ist seit dem 13. Mai 2000 mit seiner Schauspielkollegin Christine Taylor verheiratet. Die beiden haben eine Tochter (* 2002) und einen Sohn (* 2005). Am 26. Mai 2017 gab das Paar seine Trennung bekannt. 2022 veröffentlichte Stiller, seit Frühjahr 2020 wieder mit Taylor liiert zu sein.Fünf Jahre nach der Trennung: Ben Stiller ist wieder mit seiner Ex-Frau liiert stern.de, abgerufen am 20. März 2022

Humanitäres Engagement Seit 2018 ist Ben Stiller Sonderbotschafter des UN-Flüchtlingskommissariats. In dieser Eigenschaft besuchte er am 20. Juni 2022 die Ukraine und traf in der Hauptstadt Kyjiw den Präsidenten Selenskyj. Im September 2022 wurde Stiller von der russischen Regierung mit einem Einreiseverbot belegt.

Trivia Gemeinsam mit seinem Freund Owen Wilson stand Stiller zwölfmal vor der Kamera. Die beiden Schauspieler gehören zum Frat Pack, einer Gruppe von Hollywood-Schauspielern.

Stiller ist Fan der schottischen Band Travis und spielte in deren Musikvideo Closer mit.NME.com: Ben Stiller stars in new Travis video Er spielte eine Hauptrolle im Musikvideo zu Taylor (2004) von Jack Johnson und hatte Cameoauftritte in Musikvideos verschiedener Künstler, z. B. im Video Tribute der Band Tenacious D, Bad Boy for Life von P. Diddy, mit Stephen Dorff im Musikvideo zu Rollin’ der US-Band Limp Bizkit oder All Star von Smash Mouth.

Im Jahr 2010 unterstützte Stiller gemeinsam mit Jennifer Aniston, Courteney Cox, Woody Harrelson und anderen Hollywood-Stars die Kampagne The Cove PS: My Friend is… zum Schutz von Delfinen.

In der Folge Shrink Wrap der Serie King of Queens ist Ben Stiller in einer Rückblende als Vater von Jerry Stiller zu sehen, welcher im wahren Leben sein Vater war.

Filmografie (Auswahl) Als Schauspieler

Als Regisseur 1989: Elvis Stories 1994: Reality Bites – Voll das Leben (Reality Bites) 1996: Cable Guy – Die Nervensäge (Cable Guy) 1999: Heat Vision And Jack 2001: Zoolander 2007: Untitled Christine Taylor Project 2008: Tropic Thunder 2013: Das erstaunliche Leben des Walter Mitty (The Secret Life of Walter Mitty) 2016: Zoolander 2 2018: Escape at Dannemora (auch Produzent) seit 2022: Severance (Fernsehserie)

Als Produzent 2001: Zoolander 2003: Der Appartement Schreck (Duplex) 2004: Voll auf die Nüsse (Dodgeball: A True Underdog Story) 2007: Die Eisprinzen (Blades of Glory) 2008: Tropic Thunder 2009: The Boys: The Sherman Brothers’ Story 2010: Stiller & Meara 2011: 30 Minuten oder weniger (30 Minutes or Less) 2016: Zoolander 2 2016: Why Him? 2018: Alex Strangelove 2018: The Package 2020: Dinner in America 2020: Psychedelische Abenteuer: Have a Good Trip! (Have a Good Trip: Adventures in Psychedelics) 2026: The Dink

Als Drehbuchautor 1987: The Hustler of Money 1987: Saturday Night Live (sieben Folgen) 1989: Elvis Stories 1992–1993: The Ben Stiller Show (Fernsehserie) 2001: Zoolander 2008: Tropic Thunder 2016: Zoolander 2

Auszeichnungen 1993: Individuelle Leistung in einer Variaté oder Musiksendung, Emmy, für The Ben Stiller Show 1999: Bester Kampf, MTV Movie Awards, für Verrückt nach Mary 2000: Television – Comedy, San Francisco International Filmfestival 2000: Lustigster Schauspieler in einem Kinofilm, American Comedy Awards, für Meine Braut, ihr Vater und ich 2001: Bester Komiker, MTV Movie Awards, für Meine Braut, ihr Vater und ich 2002: Film – Choice Hissy Fit, Teen Choice Award, für Zoolander 2005: Bester Bösewicht, MTV Movie Awards, für Voll auf die Nüsse 2007: Mann des Jahres, Hasty Pudding Theatricals 2007: Wannabe Award, Nickelodeon Kids’ Choice Awards 2008: Comedy des Jahres, Hollywood Film Awards, für Tropic Thunder 2009: MTV Generation Award, MTV Movie Awards 2015: Favorite Movie Actor, Nickelodeon Kids’ Choice Awards

Weblinks

Einzelnachweise

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