Der Leihopa ist eine 26-teilige Fernsehserie des Österreichischen Rundfunks, die von 1985 bis 1989 als Familienserie auf ORF 2 und Südwest 3 ihre Erstausstrahlung hatte. Ab Januar 1986 wurde sie vom Bayerischen Fernsehen gesendet.
Inhalt Waldemar Herzog, 63 Jahre, Rentner und WitwerVgl. Episode Ferien am Bauernhof, als Herzog im Gespräch mit den Eltern der Kinder über den Bauernhof spricht, auf den er mit den Kindern auf Urlaub fahren soll, und nach seiner Frau gefragt wird. aus Wien, will sich als „Leihopa“ zur Verfügung stellen. Bisher gab es in der Agentur jedoch nur „Leihomas“. Dennoch wird er genommen und erlebt in 26 Episoden heitere, nachdenkliche, lustige und traurige Geschichten. Immer gibt er seine Weisheiten zum Besten. Er passt als Babysitter auf Kinder auf (vom Kleinkind bis zur 16-jährigen Jugendlichen), organisiert ein Kinderfest, setzt sich mit den politischen Ansichten einer WG auseinander etc. Schließlich kommt sein Sohn mit den Enkeln aus den USA und Waldemar lernt Englisch, da der Sohn ihn mitnehmen möchte. Auch privat sucht er noch einmal die Nähe zu einer Gefährtin. Er führt mit dem Foto seiner verstorbenen Frau Therese alias „Reserl“ Gespräche. Des Öfteren streitet Waldemar mit seinem besten Freund Franz, der ein Opernfreund ist, über medizinische Probleme, auch hat Waldemar Probleme mit der aus Tschechien stammenden Haushälterin von Franz – Frau Wavra. Diese bezeichnet Waldemar als „Herr Stettner“. Auch setzt sich Waldemar mit den neugierigen, aufdringlichen Briefträgern auseinander. Waldemar spielt in den späteren Folgen gerne Blockflöte. Schließlich gründet er ab Episode 18 mit Freunden eine eigene Firma. Sie stellen sich auch als Begleitservice zur Verfügung. Durch Streitigkeiten bedingt, kehrt er wieder zur „Omaagentur“ zurück. Am Beginn jeder Episode ist eine von Erich Sokol gezeichnete Karikatur von Alfred Böhm zu sehen.
Episodenliste 1. Zu jung, um sich alt zu fühlen. Die Serie beginnt damit, dass die Sekretärin von Waldemar Herzogs Arbeitsstelle Schwierigkeiten mit dem Computer hat. Der Chef der Firma erwartet zudem noch arabische Gäste. Waldemar, der in der Firma Buchhalter gewesen ist, geht mit 63 Jahren in Pension und ihm wird eine Gedenkmünze überreicht. Dabei verhält sich Waldemar traurig und fühlt sich vorerst nutzlos. In einem Park außerhalb von Wien trifft er sich mit Franz, wobei das Gespräch der beiden Männer sich zu einem Streit verwandelt und beenden vorerst die Freundschaft. Einige Zeit später, als Waldemar daheim langweilig wird, versucht er einer Frau das Gepäck abzunehmen, die sich aber von Waldemar belästigt fühlt und verweigert radikal Waldemars Hilfe. Später trifft er im Park einen kleinen Buben mit Ball und Frau Röcker, die sich als Leihoma des Buben zu erkennen gibt. Sofort erkundigt sich Waldemar bei der Omaagentur, ob auch Opas benötigt werden. Die Chefin der Agentur empfängt Waldemar freundlich, diese ist aber vorerst skeptisch bei einem Mann, da sie sonst nur Omas vermittelt, wird aber dennoch aufgenommen. Auch überbringt der Briefträger Waldemar einen eingeschriebenen Brief, den er sich selber geschrieben hat. Die Familie Pokorny, an die Waldemar erstmals vermittelt wird, hat zwei Buben, deren Eltern sich heftig um das Erscheinungsbild des Opernbesuches streiten. Waldemar rettet die Situation, indem er der Frau einen Turban aus einem Tuch herstellt. Schnell freundet er sich auch mit den zwei in der Badewanne spielenden Buben an. Diese bringen ihm ein Computerspiel bei und er erzählt ihnen eine aufregende Geschichte zum Einschlafen. In dieser Folge spricht Waldemar den Leitsatz Warum nicht? Waldemar Herzog-ein Leihopa der im Vorspann jeder Folge zu hören ist.
2. Die Versöhnung. Waldemar ist mit einem kleinen Mädchen im Park unterwegs. Dort trifft er Franz, doch die beiden Männer sind zerstritten. Danach muss er sich um das Kind der Studentin Renate Mayer kümmern, die eine schwere Prüfung vor sich hat. Diese verhält sich anfangs ekelhaft gegenüber Waldemar, da er ihr Moralpredigten zuteilt. Jedoch vertraut sie ihm ihren kleinen Benjamin an. Als Waldemar mit dem kleinen Benjamin ausgeht, spioniert Renates verlassener Freund Wolfgang Moser, der ihr Studienkollege ist, hinter ihm her. In seiner Wohnung betreut Waldemar Benjamin und Franz ist bei der Babypflege behilflich. Sowie Waldemar Renate wieder besucht, redet sie erneut frech auf Waldemars Belehrungen und als Waldemar mit Benjamin ausgeht, spricht ihn erstmals der spionierende Wolfgang an, der nichts von Benjamins Obhut unter Waldemar wusste. Dieser reagiert vorerst bösartig auf Waldemar, doch die beiden Männer geben sich zu erkennen und verstehen sich danach. Später schildert Wolfgang Waldemar seine Lebensumstände mit Renate. Mit einem Trick zitiert Waldemar Renate in seine Wohnung, wo sich Renate und Wolfgang wieder sehen. Renates Reaktion ist auch dabei nicht die Beste, doch Waldemar bringt eine Versöhnung der beiden zustande. Zudem tritt auch Franz mit einem Blutdruckmessgerät in Erscheinung, doch Wolfgang warnt vor einem solchen Gerät und rät ihm, zu einem Arzt zu gehen.
3. Der Nothelfer. In dieser Folge trifft Waldemar auf eine aus Bayern stammende Familie, die vor kurzem nach Wien übersiedelt ist. Der Vater hat zu arbeiten und Waldemar muss sich um dessen Sohn Florian kümmern. Florian ist zuerst widerspenstig, als ihn sein Vater zu Waldemar bringen will, jedoch verstehen sich die beiden gut und Waldemar bereitet ihm ein Frühstück zu. Waldemar erleidet aber einen Hexenschuss und Florian muss per Telefon Franz verständigen, Franz wird dabei mitten im Musikhören gestört. Franz kommt mit dem Taxi und hat vorerst eine Auseinandersetzung mit dem Fahrer. Franz holt Waldemar vorsichtig aus der Wohnung über die Treppe in das Taxi und wird ins Spital gebracht. Die Heilung verläuft nicht ganz ohne Turbulenzen, da Waldemar eine falsche Versicherungsnummer angibt und mit einer unfreundlichen Krankenschwester auskommen muss. In der Umkleide verliert er seine Schuhe. Währenddessen nimmt sich Franz um Florian an und die beiden gehen in den Schönbrunner Tiergarten. Florian stellt fest, dass Franz wenig über Tiere weiß und Florian büxt aus. Franz ruft heftig nach ihm, wobei Franz den Namen des Buben nicht weiß, doch er ist unauffindbar. Franz ist daraufhin außer sich und lässt an der Rezeption des Zoos nach heftigen Rätseln über sein Aussehen und seinen Namen über Lautsprecher nach ihm suchen. Nachdem aber die Angestellten ratlos sind, geht ein Zoowärter auf die Suche nach Florian. Als Florian ausgerufen wird, nimmt er seine Brille ab, um sich unkenntlich zu machen. Aber der Wärter findet ihn doch und Florian muss zur Rezeption mitkommen. Die Situation ist gerettet. Als Waldemar im Spital von Franz und Florian abgeholt wird, stellt sich heraus, dass Florians Mutter im selben Spital ein Kind geboren hat. Florian und sein Vater sind sehr aufgeregt dabei.
4. Mensch ärgere dich nicht. Die Chefin der Omaagentur findet an Waldemar großen Gefallen, da er sehr sympathisch ist. Sie spielt einen Liebesantrag vor, damit er den für Damen unzumutbaren Auftrag des Babysittens in einer WG annimmt. Tatsächlich stimmt er zu. Franz ist mit einem gebrochenen Bein auf den Rollstuhl angewiesen und Waldemar führt ihn im Park spazieren. Dabei treffen sie Frau Röcker, der Waldemar schon einmal begegnet ist und diese lädt Waldemar zum Kaffee ein. Als der Briefträger im Treppenhaus mit seinem Wagen stürzt, zerbricht in einem Paket das Glas und Fili Lindinger (Waldemar’s Haushälterin) begegnet ihm und geraten in einen Streit. In der WG, in die sich Waldemar begeben soll, sind 3 Kinder von 2 Vätern und es herrschen zwischen den beiden Elternpaaren Unstimmigkeiten, doch als Waldemar dort eintrifft, nehmen sie ihn auf und die Eltern diskutieren mit Waldemar ihre strengen Anweisungen bezüglich der Betreuung der Kinder. Waldemar redet nun mit den sexuell aufgeklärten Kindern, wobei sich Waldemar wundert. Die Kinder verlangen, Indianer zu spielen, und verwüsten dabei zur Hälfte den Gemeinschaftsraum. In der Wohnung wird Waldemar von einem Elternpaar der WG besucht. Diese stellen ihn zur Rede, dass er gegen ihre Gebote verstoßen hat, aber Waldemar redet ihnen ebenso ins Gewissen. Im Cafehaus treffen sich Franz, Waldemar und Frau Röcker (die Leihoma). Als der Briefträger Frau Lindinger erneut trifft, schüttet sie ihm ihr Herz vom Abdrehen des Stromes aus. Als Waldemar wieder in die WG kommt, spielt er mit den Kindern Mensch, ärgere dich nicht.
5. Oho, Oho, wie sind die Zwerge froh. Die zwei Mädchen Jasmin und Nina sind zutiefst frustriert, weil ihre Eltern die Kinderparty verschieben müssen, denn diese sind wegen der Übersiedelung der Großmutter in ein Seniorenheim verhindert. Jedoch erkundigen sich die Eltern bei der Omaagentur nach einem Veranstalter einer Kinderparty. Als Waldemar in der Agentur erscheint, überreicht er der Chefin Blumen, worauf die Chefin allerdings allergisch ist und Niesanfälle bekommt. Zudem zerstört er noch irrtümlich einen defekten Tisch. Nun ist Waldemar gefordert, eine Party mit zehn Kindern zu organisieren und Gesellschaftsspiele einzustudieren. Waldemar fragt Franz, ob er sich für die Kinderparty zur Verfügung stellen will, doch er lehnt es vehement ab, da er nicht kinderfreundlich ist. Waldemar probt einen Kartoffel-Hindernislauf zusammen mit seiner Haushälterin (Fili Lindinger), die aber damit überfordert ist und verhält sich weinend. Die anderen Kinder werden zur Party von einer Frau gebracht. Diese bringt auch ihre Tochter Katharina mit, der sie anfangs verbietet, Torte zu essen, da sie sonst erbricht. Jedoch verzehrt sie viele Süßigkeiten. Unter den Kindern ist auch ein italienischer Bub Roberto, der sich sehr schüchtern verhält, sich nicht an den Spielen beteiligt und sich unter dem Tisch versteckt. Das von Waldemar einstudierte Sesselspiel gerät außer Kontrolle und bald darauf erscheint eine Nachbarin an der Tür, die sich energisch über den Lärm der Kinder unter Drohung mit der Polizei beschwert. Bald darauf betritt ein Zauberer mit seinem Neffen die Wohnung. Auf seine Zauberkunststücke sind die Kinder vorerst sehr aufmerksam, doch sie durchschauen danach die Zaubertricks. Danach kommt auch Roberto unter dem Tisch hervor und spielt am Klavier. Am Ende der Party begegnen Waldemar, der Zauberer und dessen Neffe einem Polizisten, der vermutet, dass sie betrunken sind. Dieses Missverständnis klärt sich aber auf.
6. Das Rumpelstilzchen.